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Claus Werlé – Alter Fuchs und Newcomer zugleich

Schrieb Johann Philipp Bronner schon 1833 in seinem in den vergangenen Jahren wiederentdeckten Buch “Der Weinbau am Haardtgebirge” über die Forster Lagen: “Die Zeitigung der Trauben war hier im Vergleiche gegen andere um acht Tage vorgerückt, welches ein Beweis eines klimatischen Vortheils ist, der hier statt findet. Der Ruf des Ortes selbst nebst den hohen Güterpreisen stehen natürlich hier im Einklage mit dem ausgezeichneten Produkte”, so ist Claus Werlé sicher einer der Winzer, die hervorzuheben sich besonders lohnt.

Nach der nun vollzogenen Teilung des Weingutes Werle Erben in Forst an der Mittelhaardt in der Pfalz beginnt der sympathische Claus Werlé, der über Jahre für den Keller des elterlichen Weingutes verantwortlich gezeichnet hatte, mit seinem Weingut Nikolaus Werle nun den Einstieg in die Direktvermarktung seiner eigenen Weine. Der Einstieg ist mit den verkosteten Jahrgängen 2008 und 2009 mehr als erfreulich gelungen, sodass seine Weine nun auch Zugang in die Weinkollektion des Zunftwerk-Manufakturenkaufhauses in der Arminiusmarkthalle in Berlin gefunden haben.

Eine schöne Auswahl von Weinen von Claus Werlé können Sie nun direkt im Zunft[werk]-Onlineshop bestellen oder auch in der Arminiusmarkthalle in Berlin und in der dortigen Zunft[wirtschaft] verkosten und geniessen.

Eine erste Möglichkeit der Verkostung in der Mitte Berlins bot sich übrigens schon am 21. und 22. März 2011 in der historischen Arminiusmarkthalle im kommenden “In-Kiez Moabit”. Hier entwickelt sich die 1891 erbauten Arminiusmarkthalle immer mehr zu einem Ort der guten Dinge. Dieses haben auch schon einige prominente Geschmackshandwerker und Kulturschaffende verstanden. Ab März war der international tätige Fernsehkoch Chakall, in seinem Showbistro “Gusto” aktiv. Wir sind also gespannt auf die weiteren kulturellen Vermischungen, die spannende Orte ja ausmachen.

Destillerie Zimek – Westfale weckt die Früchte Ungarns

Roland Zimek, gebürtiger Westfale, war Weinsammler und Berater und fand durch Zufall seine Zukunft in Ungarn. Heute ist er darauf spezialisiert, Obstbrände von höchster Qualität zu erzeugen.

1999 begannen Martina und Roland Zimek in Ungarn in Zamárdi am Plattensee, Pálinka, zu deutsch Edelbrände, zu produzieren. Pálinka sind Obstbrände, die aus ungarischem Obst, in Ungarn in einer Obst Brennerei gebrannt und abgefüllt sein müssen. Ziel der beiden Südwestfalen aus Iserlohn ist es, die Qualität und die Vielfalt der Edelbrände stets auf höchstem Niveau zu halten bzw. weiter zu verbessern. Für die Edelbrände werden nur gute und gesunde Tafelobstsorten verwendet. Um eine hohe Qualität auch langfristig zu gewährleisten, wird auf einer Fläche von 4,5 ha mittlerweile auch eigenes Obst angebaut. Biologische Maßnahmen, wie natürliche Läusefallen oder das Einsammeln von schädlichen Käfern, sind für die Edelbrennerei eine Selbstverständlichkeit.

Überzeugung ist es auch, die “Slowfood – Bewegung” zu fördern und in deren Sinne zu agieren. So entstehen bemerkenswerte Obstbrände aus ungarischem Obst, die im Land verarbeitet, gebrannt und abgefüllt werden. Besonders erfreulich für Kunden und solche die die Brände interessieren: Sie können eine große Auswahl im Zunft[werk]-Manufakturenkaufhaus in der Zunft[halle] Arminiusmarkthalle in Berlin-Tiergarten verkosten und erwerben oder diese auch direkt online im Zunft[werk] kaufen.

Geflügel Oase Bischoff – Federvieh und Freiwild vom Feinsten

Kennen Sie Turducken? Das ist amerikanisch und ein sogenanntes Kofferwort aus Turkey (Truthahn), Duck (Ente) und Chicken (Huhn). So bezeichnet man eine Spezialität aus den Südstaaten der USA bei der ein Huhn in eine Ente und diese dann in einen Truthahn gefüllt wird. Damit kann man eine ganze Legion – oder amerikanische Großfamilie – ernähren!
Abgesehen davon, dass die Zubereitung ungeheuer aufwändig ist – die Flattermänner müssen zunächst mit geradezu chirurgischer Präzision entbeint werden, dabei aber am Stück bleiben! – kostet es unter Umständen viel Zeit, die einzelnen Zutaten zu besorgen. Gut wenn man gleich alles Geflügel an einem Platz bekommen kann.
So wie zum Beispiel bei der Geflügel Oase Bischoff. In der 20 Meter (!) langen Theke im Mittelgang der historischen Arminiusmarkthalle findet so gut wie alles Platz, was Flügel hat und als verzehrfähig gilt! Dazu gesellt sich heimisches und exotisches Wild. Kaum sonst irgendwo in Berlin werden Sie eine so reichhaltige Auswahl antreffen.

Angefangen bei Hähnchen und Poularden, Enten und Gänsen, über Geflügel aus Freiland- und Biohaltung, Label Rouge Geflügel, Bio-Suppenhühner bis zum Straußensteak aus Afrika. Beim Wild haben Sie die Wahl zwischen heimischem Schalenwild wie Reh oder Hirsch. Natürlich darf auch das Wildschwein nicht fehlen und dessen Verzehr ist in Berlin mittlerweile fast schon Ehrensache! Die Grunewälder sind heute ja jedem dankbar, der die Schwarzkittel in die Pfanne haut, bevor sie den Vorgarten umgraben! Bischoffs Wild stammt passenderweise überwiegend aus der näheren Umgebung.
Wer es lieber etwas weitgereister mag, kann sich ganz nach Gusto kulinarisch in die nördlichen Gefilde begeben und dem Rentier oder Elch im heimischen Backofen ordentlich einheizen. Oder, für die echten Exotenfreunde, Sie entscheiden sich für Antilopenbraten aus Afrika, zum Beispiel Springbock.

Bei soviel köstlicher Wahlqual trifft es sich ganz hervorragend, dass man sich bei der Geflügel Oase auch an einem leckeren Imbissangebot stärken kann, bevor die endgültige Kaufentscheidung getätigt werden will. Die günstigen Preise verlocken dazu, sich gleich mehrere Spezialitäten einzuverleiben, also quasi selbst zum Turducken zu werden.

Eines ist sicher: an der langen Theke der Geflügel Oase Bischoff werden auch die Wünsche anspruchsvoller GenießerInnen erfüllt.

Jewish Penicillin – die schmackhafteste Medizin

Fast hatten wir die Hoffnung, der lange Winter würde allmählich vom frühen Frühling abgelöst. Und nun holt uns der Februar mit Eiseskälte doch wieder auf den kalendarischen Boden der Tatsachen zurück! In den letzten Tagen bibbert Berlin bei tiefen Minusgraden.  Neben steifen Fingern, Frostbeulen und tauben Zehen hat des Winters letzter kalter Hauch noch so manch andere unerfreuliche Überraschung mit im Gepäck. Grippale Infekte, Erkältungen oder gar eine ausgewachsene Grippe stürzen sich mit Begeisterung auf unser abgekämpftes Immunsystem. Höchste Zeit, den miesen, fiesen Viren mit einer entsprechend ansprechend gestalteten Medizin entgegenzuwirken. Jewish Penicillin (= jüdisches Penicillin) heißt die Zauberwaffe im amerikanischen Volksmund. Hinter dem medizinal verbrämten Begriff verbirgt sich die gute alte Hühnersuppe.
Wahrhaft antibiotische Wirkung hat die nicht, aber es dürfte bekannt sein, dass die Penicillinkeule gegen Viren ohnehin sinnlos ist. Hühnersuppe hingegen scheint tatsächlich positive Auswirkungen auf den Gesundheitszustand zu haben.

Zunächst einmal wärmt so eine kräftige Brühe richtig gut durch. Das ist auch der Traditionellen Chinesischen Medizin seit Jahrtausenden bekannt. Hühnergerichten wird per se eine wärmende Wirkung auf den Organismus zugeschrieben. Darüber hinaus soll eine gute Hühnerbrühe das Qi (= die Energie) nähren und Kraft nach Krankheit oder Geburt geben. Es wird empfohlen, ein Stück Ingwer in der Brühe mitzukochen. Der soll das Ganze noch steigern!
Klar ist, Hühnersuppe ist leicht und bekömmlich. Die kann man auch im Fieberwahn schlürfen.

Besser noch, wenn man sich gleich profilaktisch mit einer guten, kräftigen Brühe versorgt und dann gar nicht erst so leicht krank wird. Energetisch tote und geschmacklich abstoßende Tüten-Pulver-Suppen scheiden selbstverständlich aus. Niemand kann ernsthaft glauben, dass die eine kräftigende Wirkung haben. Nein, eine wirklich anständige, selbst gekochte Suppe muss es sein! Diese kann man sich recht leicht zubereiten. Und so geht es:

Zutaten

1 Suppenhuhn (vorzugsweise Bio)
1 Stück Ingwer (walnussgroß)
3 Möhren
1 großes Stück Knollensellerie
1 Stange Lauch
1 Lorbeerblatt
Salz

Außerdem: Gemüse für die fertige Brühe (Karotten, Sellerie/Staudensellerie, Lauch, Pastinaken, TK-Erbsen etc.), Suppennudeln oder Reis

Zunächst begeben wir uns zur Garderobe und kleiden uns im trendigen Zwiebellook ein. Lange Unterhose, warme Hose, dicke Socken, langes T-Shirt, Wollpullover, Daunenjacke, Handschuhe, Schal und Mütze. Dergestalt gewandet wälzen wir uns zum Geflügel- und Gemüsehändler unseres Vertrauens. Muss ich hier erwähnen, dass sich diese natürlich in der Arminiusmarkthalle befinden? Da bekommen wir alle notwendigen Zutaten und können uns schon nach kurzer Zeit wieder der heimelig warmen Wohnung nähern.

In der Küche wuchten wir den größten unserer Kochtöpfe auf den Herd. In dem versenken wir als erstes das Huhn. Achtung bei Fieber oder kältegeschädigtem Hirn: Plastikfolie vorher runter vom Geflügel!
Jetzt wird es ein bisschen anspruchsvoll. Wir schälen das Stück Knollensellerie und schneiden es in grobe Würfel. Ebenso verfahren wir mit den Möhren und dem Lauch. Falls unsere Finger noch steif vor Kälte sind ist das nicht ganz ungefährlich, daher: Volle Konzentration!!
Das Stück Ingwer wird in vier Teile geschnitten und zum Huhn und dem Gemüse in den Topf gegeben.
Jetzt nur noch Wasser drauf. Herd anstellen – und zwar die richtige Platte – und den Küchenwecker auf 60 Minuten stellen. Dann schnell ein heißes Fußbad einlassen, Tässchen Tee, gutes Buch – entspannen.

Eine Stunde später reißt uns das Klingeln des Küchenweckers aus dem kleinen Nickerchen in das wir eben versunken sind. Wir schleppen uns kurz in die Küche und geben eine ordentliche Portion Salz in den Topf. Außerdem drehen wir die Flamme runter, so dass die Brühe nicht mehr sprudelnd, sondern blubbernd kocht. Sollte schon viel Flüssigkeit verdampft sein, gießen wir Wasser nach. Und wieder ab aufs Sofa zum nächsten spannenden Kapitel.

Wenn wir das nächste Mal von unserem Buch aufsehen – und das sollte nicht vor etwa zwei Stunden sein, darf aber gerne länger dauern – ist die Brühe fertig.
Wir gießen sie durch ein Haarsieb in einen anderen Topf um. Dann schnippeln wir frisches Gemüse klein (Möhren, Staudensellerie, Pastinake/Petersilienwurzel) und geben es dazu. Das Ganze lassen wir bei kleiner Flamme ziehen. Mit TK-Erbsen setzen wir grüne Farbakzente, die lassen die Suppe noch frischer aussehen.
In einem anderen Topf kochen wir Suppennudeln oder Reis. Wenn diese gar sind, geben wir sie zur Brühe. Mit einer großen Schale davon begeben wir uns an den Esstisch und löffeln selig vor uns hin. Besser kann Medizin nicht schmecken!!

Ich persönlich liebe es, mir frischen Meerrettich in meine Schale zu geben. Das würzt zusätzlich, gibt eine scharfe Note und pustet die verstopfte Nase frei!

In diesem Sinne: Guten Appetit und stabile Gesundheit!

Der doppelte Genuß – Filme zum Thema Essen

Alle Jahre wieder im Februar werden in Berlin die roten Teppiche ausgerollt. Zwei Wochen lang spielt sich ein großer Teil des kulturellen Lebens der Hauptstadt im Kino ab. Die Berlinale ist da -  in diesen Tagen zum 61. Mal. Da liegt es nahe, sich auch außerhalb der Kinosäle Gedanken zum Thema Film zu machen. Filme sind ein fester Bestandteil unseres Lebens. Dem Zauber der bewegten Bilder kann sich kaum jemand entziehen. Das Kino entführt in andere Zeiten, an fremde Orte und lässt am Leben unbekannter Menschen teilhaben. Emotionen brodeln, Augen wollen sich selbst kaum glauben, die Umgebung des Kinosaals verschwindet, die Zuschauer tauchen in die Realität der Leinwand ab…
Nach der Sensation der ersten wackelig-stacksigen Schwarzweißbilder, die 1895 durch das Grand Café in Paris flimmerten, kam die Opulenz der ersten Farbfilme. Es folgten aufwändige Zeichentrickfilme, digital animierte Filme – jetzt ist 3D der große Renner. Doch egal auf welchem technischen Stand ein Film ist, eines war und bleibt gleich:

Gute Filme sind ein Genuß! Sie hinterlassen satte, zufriedene Betrachter.

Und manche Filme handeln von Genießern, von Köchen, vom Essen und Trinken. Diese haben das Potential, den Genuß der Zuschauer noch zu verdoppeln.  Hier kommen meine persönlichen Lieblingsfilme, die das Thema Essen bzw. Genuß zum Inhalt haben. Alle sind recht unterschiedlich und haben für mich doch eine Gemeinsamkeit: mein Kühlschrank wird im Anschluß geplündert!

Eat Drink Man Woman

Babettes Fest

Das große Fressen

Chocolat

Ratatouille

Vielleicht haben Sie, liebe LeserInnen, ja Interesse, den einen oder anderen dieser Filme einmal zu sehen. Möglicherweise kennen Sie einige bereits und bekommen Lust, diese nach längerer Zeit erneut anzuschauen.

Ein Tipp bevor Sie die erste DVD einlegen: besuchen Sie die Arminiusmarkthalle und stellen Sie sich bei den Händlern ein hübsches Feinkost-Paket für den Filmabend zusammen. Sie werden es nötig haben!

Bäckerei Mehlwurm / Mehlboxx Vollkornbäckerei & Naturkost

Na, das ist ja mal ein appetitliches Exemplar! Wenn uns auch sonst der Mehlwurm aus Abneigung schaudern lässt, bekommen wir hier aufgrund der Vorfreude eine Gänsehaut. In der kleinen, feinen Biobäckerei selbigen Namens finden wir vieles, was uns Brotgenießer glücklich macht. Neben dem Stammhaus in Neukölln und einem Stand in der Kreuzberger Marheinekehalle, ist die Bäckerei Mehlwurm auch in der Arminiusmarkthalle in Moabit vertreten. Seelenlose, aufgebackene TK-Teiglinge kommen hier garantiert nicht in den Ofen!
Die Bäckerei, die ihre eigene Backstube seit mehr als 25 Jahren betreibt, hat sich berlinweit einen Namen gemacht mit ihrer reichhaltigen Auswahl an naturgesunden Feinschmecker-Vollkornprodukten. 100% ökologische Zutaten und schonende Verarbeitung sind garantiert, denn das bio-angebaute Getreide wird erst kurz vor dem Backprozess auf Steinmühlen schonend vermahlen und sofort verarbeitet. Sämtliche Backwaren werden in alter Handwerkstradition von Hand geformt. Zeit und Sorgfalt, die Mehlwurm ins Backen steckt, schmeckt man sofort.

Ursprünglich als reine Vollkornbäckerei gestartet, hat sich Mehlwurm mittlerweile zu einer Biobäckerei mit großer Auswahl entwickelt. Hier findet der anspruchsvolle Kunde auch eine breite Palette von Backwaren aus Bio-Auszugsmehlen – seien es Schrippen, Croissants, Splitterbrötchen, Kuchen oder Kekse. Weizenallergiker finden eine Vielzahl weizenfreier Produkte. So entstehen Mehlwurm-Kuchen ausschließlich aus Dinkelmehlen. Natürlich gibt es auch kräftige Roggenbrote zu 100% aus Roggenmehlen und eine große Auswahl an Broten, Brötchen, Baguettes und Croissants auf Dinkelbasis.
Bei Mehlwurm wird auf jegliche künstliche Backhilfsmittel verzichtet. Für die Teiglockerung der Brote sorgt entweder der selbst angesetzte Natursauerteig oder – bei den milderen Brotsorten – ein hauseigenes Backferment. Ein großer Teil des Brotsortiments entsteht ohne Backhefe. In Brötchen und Feinbackwaren (wie Croissants) findet Hefe Verwendung. Gesüßt werden die Kuchen und Süßbackwaren mit Honig und Roh-Rohrzucker.

Die Garantie für kontrollierten ökologischen Anbau wird natürlich auch für das reichhaltige Zusatzangebot an Handelswaren gegeben, egal ob Sie sich für Müsli und Crunchy aus eigener Herstellung, Getreide und Flocken, süsse und herzhafte Aufstriche, Honig aus dem Spreewald oder Kaffee aus fairem Anbau entscheiden.
Daher wundert es uns auch nicht, dass die BäckerInnen von Mehlwurm einen großen Teil der Bauern und Müller, die das verwendete Getreide liefern, noch persönlich kennen. Auf der Homepage sind sie alle namentlich aufgelistet. Transparenz, die Vertrauen schafft!

Mayras Delikatessen und Wurstwaren

Steht man Mayra an ihrem Stand in der Arminiusmarkthalle gegenüber kann man es kaum glauben: 30 Jahre schon bietet die jugendlich wirkende Frau hier ihre Spezialitäten an. Zunächst an einem anderen Platz innerhalb der Halle. Vor zehn Jahren ist sie an die Stelle umgezogen, an der sie auch heute zu finden ist.
Bei Mayra geht es grundsätzlich um die Wurst! Wer bei ihr einkauft merkt, dass hier Leidenschaft und Begeisterung zu finden sind. Unter dem hübschen, nostalgisch wirkenden, roten Schriftzug auf weißem Grund breitet sich eine umfangreiche Auswahl von Schinken- und Wurstwaren aus. Delikatessen aus Österreich, Ungarn, Italien, Spanien und dem Berliner Umland füllen die Theke. Salamisorten in Hülle und Fülle, Leberwürste grob und fein und in vielen Variationen, luftgetrockneter und geräucherter Schinken, Speck und Schmalz, Sülzen und Terrinen…

Klar ist: die Qualität muss stimmen. Etwas anderes nimmt Mayra nicht in ihr Sortiment auf. Transparenz ist ein weiteres Gebot. Die genauen Zutaten jeder Wurst- und Schinkensorte kann der interessierte Kunde in einer eigens angelegten Liste nachlesen.
Besonders großen Wert legt Mayra auch darauf, dass jede Sorte perfekt geschnitten wird. “Das weiß heute kaum noch jemand!” betont sie. So findet der Käufer auch keine vorproduzierten Wurststapel in der Vitrine. Jede Spezialität wird eigens frisch aufgeschnitten, genau so, wie sie am besten schmeckt. Fröhliche und freundliche Beratung gehört natürlich mit dazu. Mayra macht es Freude, wenn sie ihr Wissen an die Kundschaft weitergeben kann. So ist es kein Wunder, dass die quirlige Feinkosthändlerin bei den BesucherInnen und KollegInnen der Arminiusmarkthalle gleichermaßen beliebt ist. Ein Grund mehr, beim nächsten Einkauf vor Ort auch Mayras Delikatessen und Wurstwaren zu besuchen.

NEULAND-Fleischerei Hoffmann

Ein Tipp für alle, denen die Herkunft der Wurst nicht Wurst ist:

Sind Sie auf der Suche nach schmackhaften Fleisch- und Wurstwaren? Möchten Sie Fleisch mit gutem Gewissen genießen und auch etwas für die Umwelt tun? Gehören für Sie gute Produkte ohne Gentechnik und Antibiotika, eine große Auswahl an verschiedenen Spezialitäten und fachkundige Beratung zu einem gelungenen Einkauf?
Dann sind Sie bei der NEULAND Fleischerei Hoffmann genau richtig! Die alteingesessene Fleischerei aus Berlin-Tempelhof ist seit langem als NEULAND-Fleischerei in ganz Berlin bekannt. Seit vielen Jahren unterhält sie auch einen Stand in der Arminiusmarkthalle. Was macht Hoffmann so besonders? Es ist der NEULAND-Faktor:

NEULAND steht für Fleisch aus vorbildlicher Tierhaltung. Alle Tiere haben Auslauf ins freie, liegen auf Stroh und haben viel Tageslicht im Stall. Bei der Fütterung sind ausschließlich einheimische, nicht gentechnisch veränderte Futtermittel zugelassen. Unterstützung und Kontrolle bekommt NEULAND durch den Deutschen Tierschutzbund (DTschB) und es darf seine Tierhaltung mit Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als „besonders artgerecht“ bezeichnen. Nach den vielen Skandalen rund um Tierhaltung und –fütterung in der heutigen Zeit ist dies ein weiterer guter Grund, die Fleischerei Hoffmann zu besuchen.

Im reichhaltigen Sortiment finden sich verführerische Spezialitäten: zum Beispiel die hervorragende Merguez, eine leckere fettarme Bratwurst ohne Schweinefleisch. Ihren Ursprung hat sie in Nordafrika und wird aus magerem Lamm- und Rindfleisch nach einer speziell entwickelten Rezeptur hergestellt. Orientalische Gewürze wie Kreuzkümmel geben ihr den unverwechselbaren Geschmack. Auch köstlich, dabei bodenständig und typisch für Berlin ist eine weitere NEULAND-Spezialität der Fleischerei Hoffmann: „Bouletten wie bei Muttern“!
Saftiges Schweinefleisch, das nicht in der Pfanne zusammenschrumpft. Aromatisches Rindfleisch für Schmorgerichte und zum Kurzbraten. Zartes Lammfleisch, vielfältige Wurst- und Schinkenwaren. Bei Hoffmann finden Sie anständige Füllungen für Topf und Teller.

Produktwissen: Geschichte der Wurst

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Zu Beginn des neuen Jahres steht bei uns in der Arminiusmarkthalle in Berlin das Thema Wurst im Mittelpunkt. Traditionell war der Winter die Jahreszeit, in der gewurstet wurde und wir möchten mit unserem Monatsthema an diese Tradition anknüpfen.

Geschichte der Wurst

Die Wurst ist ein alltägliches Produkt für die meisten von uns. So alltäglich, dass wir uns oft kaum mehr tiefere Gedanken darüber machen. Doch es gibt viel Interessantes zu erzählen:

Viel Wurst in aller Munde

Schier unüberschaubar ist die Vielfalt der Wurstsorten. Mehr als 1500 Varianten sind hierzulande bekannt. Und die Rezepte mit Würsten lassen sich schon gar nicht mehr zählen. Doch nicht nur in Tellern und Schüsseln, auch im Sprachgebrauch hat sich die Wurst verewigt. „Das ist mir Wurscht!“ sagt man in Süddeutschland. Von der „beleidigten Leberwurst“ wird bundesweit gesprochen und jeder weiß, dass alles ein Ende hat „…doch die Wurst hat zwei!“.

Würste werden nach Städten oder Regionen benannt: Wiener, Lyoner, Frankfurter.

Würste werden nach Zutaten benannt: Leberwurst, Blutwurst.

Würste werden nach Verwendung bzw. Verzehrort benannt: Feldgieker, Cacciatore, Landjäger.

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Das Prozedere der Wurstherstellung ist – grob vereinfacht – wie folgt:
Man vermische zerkleinertes Fleisch, Speck, Salz und verschiedene Gewürze, manchmal auch Innereien, Blut und Schwarten, und fülle die Masse in natürliche Därme oder künstliche Hüllen. Nun muss man das Ganze räuchern, erhitzen, trocknen oder reifen lassen – fertig.

Aber woher kommt eigentlich die Wurst? Wer kam als erster auf die Idee, einen Darm mit Fleisch zu füllen?

Wurst mal ganz antik

Der oder die ErfinderIn selbst bleibt im Dunkeln. Aus Überlieferungen wissen wir, dass die Wurst schon im achten Jahrhundert vor Christus bekannt war: bei Homer. Im 18. Gesang seiner “Odyssee” lässt es der Dichter im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst gehen. Odysseus soll gegen einen anderen Mann kämpfen. Als Belohnung winken: Würste!

„Höret, was ich euch sage, ihr edelmütigen Freier!
Hier sind Ziegenmagen, mit Fett und Blute gefüllet
Die wir zum Abendschmaus auf glühende Kohlen geleget.
Wer nun am tapfersten kämpft, und seinen Gegner besieget;
Dieser wähle sich selbst die beste der bratenden Würste.“
(Übersetzung von Johann Heinrich Voß)

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Die Römer hatten den Ruf, ganz besondere Wurstliebhaber zu sein. So aßen sie nicht nur kleine Würste als Vorspeise, sondern auch ganze gebratene Schweine, die mit Würsten gefüllt waren. Ein kunstvoller Versuch, das Schwein in verzehrbarer Form wieder zusammenzusetzen.

Eines ist sicher: Die Wurst gehört zu den ältesten, noch heute üblichen Nahrungsmitteln und ist in ihren verschiednen Varianten auf der ganzen Welt verbreitet. Bereits 5000 vor Christus war sie auf Zeichnungen und Malereien abgebildet, die aus Ägypten, Syrien und China stammten. Das Wort selbst scheint der indogermanischen Sprache zu entstammen, genauer dem Wort „wers“. Im Wortursprung bedeutet das wirr, vermengt. Die Wurst ist also eine vermengte Masse: Wer einmal bei der Herstellung zugesehen hat findet das sicher einleuchtend! Übrigens entspringen dem gleichen Wortstamm auch die Begriffe guerre und war, also die französischen und englischen Worte für Krieg.

Hierzulande war und ist die Wurst besonders populär. Der Deutsche gilt international als der Wurstliebhaber schlechthin. Die erste Erwähnung findet sich im elften oder zwölften Jahrhundert. Schon damals kannte man “lebarwurst” und “pratwurst”. Metzger, die für Gastwirte arbeiteten, tauchten ebenfalls erstmals im Mittelalter auf. Der gegenseitige Konkurrenzkampf führte zu einer Verfeinerung der Herstellungsverfahren und auch Wurstkämpfe wurden ausgerichtet. Anders als in der Antike ging es nun jedoch darum, wer die schwerste oder längste Bratwurst herstellte. Würste waren für die Menschen der damaligen Zeit ein wertvolles Gut. Man lagerte die Schätze in Wurstkammern, die besonders gut vor Dieben geschützt werden mussten. Auch die ersten Verordnungen zu der beliebten Speise stammen aus dieser Epoche: Ratsherren legten fest, wie die Würste herzustellen seien und welches Fleisch in den Darm durfte.

Nomen est Omen – die „Wurstfamilien“

Würste werden nach ihrem Herstellungsverfahren unterschieden: Es gibt Brühwürste, Kochwürste und Rohwürste. Mit knapp 800 bekannten Sorten sind die Brühwürste die am meisten verbreiteten. Fleischwurst, Weißwurst oder Knackwurst gehören in diese Katgorie. Die Brühwürste werden – der Name deutet es bereits an – gebrüht, d.h. in heißem Wasser gegart. Ihre Rohmasse, Brät genannt, ist sehr fein und besteht zumeist aus Schweine-, Rind- oder Kalbfleisch.

Kochwürste gibt es etwa in 350 verschiedenen Sorten. Sie bestehen aus vorgekochtem Fleisch und, je nach Art, aus Innereien, Blut oder Schwarten. Blut- und Leberwürste gehören zu dieser Gruppe. Von den Rohwürste gibt es über 500 Sorten. Sie bestehen aus rohem Rind-, Schweine- oder Lammfleisch. Konserviert werden sie durch langes Trocknen oder Räuchern. Rohwürste haben auch die längste Haltbarkeit. Mett- und Teewurst, Landjäger sowie die Salami gehören dazu.

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Eine ganz spezielle Sorte ist die Bratwurst. Ihre Herstellung ähnelt der von Brühwürsten. Meistens wird die Bratwurst aus frischem, rohem Schweinefleisch gemacht – und dann auf dem Grill oder in der Pfanne gebraten.

Seit Urzeiten streiten sich die Thüringer und die Franken darüber, wer auf diese Idee kam. Die älteste urkundliche Erwähnung können die Thüringer vorweisen: eine Bratwurstrechnung aus dem Jahre 1404!! Der Autor und gelernte Forstwirt Heinrich Höllerl kommt zu einem anderen Schluss: “Die Bratwurst ist eine Fränkin” – so lautet der Titel seines 2004 erschienenen Buches, in dem er der Geschichte der Bratwurst nachgegangen ist. Seiner Ansicht nach ist der Ursprung der Bratwurst gar bei den Kelten zu suchen. Die Römer nahmen das urige Produkt zunächst mit in Ihr Reich, von wo die Bratwurst dann wieder in ihr Ursprungsgebiet zurückwanderte. Nicht allein versteht sich, sondern im kulinarischen Gepäck der wandernden Volksstämme. Es sollen die Franken gewesen sein, die die Bratwurst kultiviert haben. Doch erst Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts begann der wirkliche Siegeszug der Bratwurst. Mit dem Aufkommen der Industrialisierung gab es Maschinen zur Verarbeitung in großem Stil. Ein weiterer wichtiger Punkt war die nun vorhandene Möglichkeit der Konservierung in Dosen, so dass die Bratwürste auch weltweit verschickt werden konnten.
Jede Region hat ihre eigenen Bratwürste und ist stolz auf sie. In Deutschland kommt man so allein schon auf knapp 50 verschiedene Sorten. Sie unterscheiden sich zum Beispiel in der Größe und darin, wie fein oder grob das Brät gewolft wird. Und natürlich hat man überall seine eigene, meist streng geheime Gewürzmischung.

Und nun: ran an die Wurst!

Sie sehen, es gibt eine Menge Geschichten über die Würste der Welt zu erzählen.

In der Arminiusmarkthalle in Berlin finden sie an mehreren Ständen viele unterschiedliche Vertreter dieser erfolgreichen Spezialität. Wenn Sie beim Lesen auf den Geschmack gekommen sind, können sie vor Ort in Ruhe nachkosten:

* Bernd Klinger – Berliner Imbiss
* Geflügel Bischoff – Geflügel- und Wildspezialitäten
* Fleischerei Hoffmann – Neuland-Metzgerei
* Brutzel Ecke – Werner König – Imbiss
* Mayras Delikatessen und Wurstwaren – Wurstspezialitäten
* Merik & Cetin Yaylak – Türkischer Imbiss & Spezialitäten

Viel Vergnügen und guten Appetit!

Quellen:

*Brockhaus Enzyklopädie 19. Auflage, Mannheim 1994
*http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/essen/wurst/index.jsp
*http://de.wikipedia.org/wiki/Wurst

Rolands Käse(schatz)kästchen

Seit über zwanzig Jahren ist er ein Teil der Arminiusmarkthalle: Roland Hofmann. In seinem Käse Carée versammelt der sympathische Händler jede Menge Köstlichkeiten aus Butter, Milch & Käse. Eingefleischten Käseliebhabern ist Hofmanns Molkerei-Mekka auch eine Anfahrt vom anderen Ende der Stadt wert. Findet man hier doch Raritäten, für die sich die “Reise” lohnt.

Beginnen wir bei der frischen Fassbutter, die portionsweise vom großen Block abgestochen wird. Es gibt sie neben der klassischen Variante “ohne” auch mild gesalzen und diesen Geschmack, liebe LeserInnen, sollten sie sich nicht entgehen lassen.
Experimentierfreudigen sei zum Beispiel die Ziegenbutter anempfohlen. Keine Angst, die böckelt nicht, verströmt kein Aroma von Ziegenstall. Im Gegenteil: der zarte Geschmack nach frischer Ziegenmilch macht sie geradezu zur idealen Begleiterin von knusprigem Brot und der verschiedenen Sorten von Ziegenkäse, die an gleicher Stelle eingeheimst werden können. Auch feine und kräftige Schafskäse und natürlich ein überaus umfangreiches Sortiment bester Käsesorten aus Kuhmilch finden Platz in Roland Hofmanns Theke.

So bleibt uns die Qual der Wahl: soll es heute ein würziger Bergkäse sein, oder doch lieber milder Weichkäse? Blauschimmel oder Rotschmiere? Aus Frankreich, Spanien oder Italien?

Selbstverständlich stellt Käsehändler Hofmann bei Vorbestellung auch gerne appetitliche und abwechslungsreiche Käseplatten für Ihre nächste Party zusammen.
Exzellente Beratung und freundlicher Service machen den Einkauf zu einem rundum gelungenen Erlebnis. Alle Fragen zu Käse und Konsorten werden kompetent beantwortet, Fachwissen mit Charme und Witz vermittelt und nicht zuletzt die kulinarische Weiterbildung vorangetrieben.

Im Käse Carée werden Gourmets und Käseabhängige zu glücklichen Menschen gemacht.

Weitere Informationen zu Käse Hofmann und weiteren interessanten Marktangeboten in Berlin finden Sie auf der Website der Arminiusmarkthalle.

Zunft[werk] in der Arminiusmarkthalle – Gute Dinge von Wert

Gute Dinge von Wert: Die gibt es hier schon seit 1891 in der historischen Arminiusmarkthalle in Berlin-Tiergarten, direkt im alten Zentrum der “Terre de Moab”, nämlich in Moabit. Damals mit über 400 zum Teil ganz kleinen Marktständen, deren Betreiber häufig aus dem Umland Berlins (vom Spreewald bis zu den Kartoffeläckern Brandenburgs) kamen. Dann über Jahre so populär, dass hier sogar die Fernseh-Kultsendung der 80er Jahre, die “Drei Damen vom Grill”, mit Günter Pfitzmann, Harald Juhnke und Brigitte Mira gedreht wurde. Und über Jahre qualitativ hochgehalten von besten Neuland-Fleischangeboten, der wohl tollsten Geflügel- und Wildtheke Berlins, zahlreichen Back- und Gebäckangeboten, wunderbarem Käseangebot, einer sensationellen Wurst-, Schinken und Speckauswahl, immer frischem Obst und Gemüse, Blumen in Hülle und Fülle, frischen Säften (und nun auch Eis und orientalischen Knabbereien) – und hinzugekommen sind nun auch viele, viele flüssige Leckereien aus zahlreichen deutschen Anbaugebieten von der Saar über die Mosel, den Rhein bis hin zum Main und nach Österreich und sogar Ungarn. Oder wunderbare Leckereien von der Schwäbischen Alb, Marmeladen aus dem Allgäu, auf Weinreben gerösteter Genusskaffee aus der Pfalz, Bücher über Bücher, Geschirr und Gläser aus kleinen Manufakturen, Holzspielzeug aus anthroposophischen Werkstätten in Oberbayern, Designprodukte aus Ottensen und Moabit …… und vieles mehr. Aber erleben Sie doch selbst, die Halle ist ja auch für die ganz besonders Genusssüchtigen gut vom neuen Hauptbahnhof oder dem Bahnhof Zoo über den U-Bahnhof Turmstrasse und dann per pedes zu erreichen. Die Website der Arminiusmarkthalle mit vielen weiteren Informationen finden Sie übrigens hier, einen Fernsehfilm von der Wiedereröffnung aus der RBB-Abendschau finden Sie hier.

Alte Traditionen neu erweckt – Hoffmann Metallgefäße aus der alten Silberstadt Nürnberg

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Küche und Kochen sind seit Jahren Topthemen in allen Wohn-und Lifestylemagazinen. Das Lebensmittelangebot bietet den Kunden hier auch mittlerweile wieder ein breites Qualitäts- und Preisspektrum. Im Bereich der “Küchenwerkzeuge” dagegen bietet der Handel nur sehr wenige Alternativen zur industriell gefertigten Massenware der bekannten Hersteller.

“hoffmann metallgefässe” positioniert sich hier gegen den Trend. Geboten wird eine Auswahl von Produkten, die sich dem Themenbereich Koch- und Tafelgerät widmen und Ausdruck einer schon Jahrzehnte währenden Erfahrung im handwerklichen Umgang mit Materialien und der Gestaltung von funktionellem Gebrauchsgerät sind.

So finden sich unter anderem Pfannen, Töpfe und Bräter aus Gusseisen und Teekannen aus Silber.

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Neben der gestalterischen Qualität haben die Arbeiten einen hohen Gebrauchswert und bereichern nicht nur aufgrund ihrer Funktionsfähigkeit den Lebensalltag.

Seit 1985 werden im Atelier Berthold Hoffmann Kochgefäße aus Gusseisen entwickelt und in Kooperation mit einer regionalen Eisengießerei handwerklich gefertigt. Die Gussarbeiten werden in einer Sandform von vorgegebenen Kunststoffmodellen abgeformt und gegossen, die Oberfläche wird sandgestrahlt und schwarzgebrannt, die Böden der Gefäße werden plan gehobelt.
Durch die gute Wärmespeicher- und Leitfähigkeit eignen sich die Töpfe, Pfannen und Bräter aus Gusseisen hervorragend als Koch- und Bratgefäße.

“hoffmann-metallgefaesse” steht als Markenname für gestalterisch hochwertige Gusseisenprodukte zum Kochen und für Tafelgerät aus Sterlingsilber. Seit 1985 in Nürnberg ansässig, werden im Atelier Berthold Hoffmann gusseiserne Kochgeräte und silbernes Tafelgerät für die kleinserielle Fertigung entwickelt und gefertigt. Die Objekte zeichnen sich durch eine Gestaltung aus, die ihren Ausdruck in einer einfachen, auf das Notwendige reduzierten Formensprache findet und so die Arbeiten sinnlich erfassbar macht.

Gusseisenarbeiten von Berthold Hoffmann wurden mit Gestaltungspreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hessischer Staatspreis für das deutsche Kunsthandwerk und dem Bochumer Designpreis. Arbeiten aus Sterlingsilber und Gusseisen sind in den Sammlungen führender Museen für Gestaltung zu finden, z. B. im Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt am Main und im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg. Weitere Informationen auch zu Bezugsquellen finden Sie im Zunft[wissen].

Arminiusmarkthalle in Berlin-Moabit: Heiße Kandidatin für die erste Zunft[halle]

Arminius, der Feldherr, der das römische Heer schlug … kannten Sie den? Dann vielleicht (auch) seine Frau … Tusnelda? Ich dachte bis dato auch immer, das sei im Norden Deutschlands ein Gattungsbegriff für Frauen ;-) . Spaß beiseite …

Ich hatte Anfang Mai die Gelegenheit mir die Arminiusmarkthalle einmal aus der Nähe anzusehen … von den Kopfbauten, über die eigentliche Halle bis hinab zu den Kellern – an einem Samstag-Mittag sogar live und in Betrieb. Dabei sind folgenden Bilder entstanden:

Wenn Sie die Bilder betrachten fallen Ihnen sicher Gegensätze ins Auge: Trash, teils morbide anmutende Strukturen, old fashioned Stile, Bausünden, verdeckte Schönheiten, …. Genau das macht die Halle aus, diese Mischung aus ihrem Potential und ihren Wunden – zusammen mit einer Vielzahl an Dingen, die entwickelt werden wollen. Bevor wir tiefer in dieses Thema eintauchen, etwas zum Stand der Dinge …

Das Projekt “Zunft[halle] Arminiusmarkthalle” steht kurz vor “LOS”. Noch Anfang Juni könnte der Startschuss fallen: Die Konzeption steht, die Finanzen auch, die vorbereitenden Gespräche sind geführt und es gibt deutlich mehr Interessenten als Plätze für die Mitwirkung an diesem “Neuen Dritten Ort”. Es ist geplant die Halle in den Monaten August/September teilweise für einen Umbau zu schließen, um dann im Oktober die Zunft[halle] eröffnen zu können. Die Umbaumassnahmen orientieren sich streng an den historischen Vorgaben und passen sich an vorhandene Strukturen an. Wir möchten der Halle ihre alte Würde, ihren Charme zurück geben. Das hat die höchste Priorität.

So werden auf den vorhandenen “Inseln” sog. Kuben (engl. Cube) aus Holz errichtet, die einen Großteil der vorhandenen Mieter aufnehmen werden. Dort wo es geht, werden wir zugesetzte Lichtschächte wieder öffnen, alte Blickbezüge wieder ermöglichen. Wir haben uns vorgenommen nicht alles auf einmal sondern die Punkte Stück für Stück werden zu lassen. So wird zur Eröffnung im Oktober nicht alles geleckt, austauschbar, Hochglanz und clean sein … erwarten Sie kein Einkaufscenter a la ECE. Wir möchten zusammen mit den Mietern, den Besuchern und Kunden der Halle gestalten, entwickeln, verändern, wachsen. Die Halle ist ein Ort mit Brüchen, mit Gegensätzen … und bietet damit Boden und Gelände für Ideen, Kreativität, neue Strukturen … für die Rückkehr auch von Sinn und Wert.

Dieser Ansatz macht auch schnell klar, dass die Ängste vor einem Konsumtempel, Schicki-Micki-Vertretern, Schampus & Kaviar vollends unbegründet sind. Hier soll Bestehendes entwickelt und nicht verdrängt werden. Wir möchten zurück zu den Wurzel und einen neuen, spannenden Zögling auf alten Strukturen zum Wachsen verhelfen – und das immer im Kontext mit den Menschen, die die Halle täglich nutzen. Natürlich auch mit denen, denen ein solches Projekt am Herzen liegt und deshalb – gerne auch neugierig – weite Anfahrten in Kauf nehmen. Dieser Ort wird offen sein … für Neues und Altes.

Und dieser Ort wird nicht nur eine reale sondern auch eine virtuelle Abbildung finden … damit all die Freunde, die wir hoffen zu gewinnnen und zu überzeugen, überall und jederzeit an den spannenden Produkten und Anbietern in der Halle ihre Freude haben können.

Dürfen wir Sie Ende 2010 auch zu unseren Entdeckern zählen?

Salondinner am 19. Juni 2010 auf der Leuchtenburg in Thüringen

www.zunftwissen.org(Christoph Hinderfeld c.h. 01.06.2010) Das diesjährige deutschlandweite Salondinnertreffen für Freunde von Genuss, Kultur und Tischkultur findet in diesem Jahr am Samstag, den 19. Juni 2010 auf der Leuchtenburg, einer der schönsten Burgen Thüringens, statt. Hoch über dem Saaletal gelegen, gewährt sie einen weiten Blick vom Harz bis zum Thüringer Wald.

Mit dabei ist auch das Slowfood-Convivium Weimar-Thüringen. Slowfood, eine weltweite Vereinigung von verantwortungsvollen Genießern, Händlern und Produzenten, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur des Essens zu pflegen und lebendig zu halten. „Genießen mit Verstand“ ist das Motto, gesellige Tafelrunden sind dafür unverzichtbar.

Dass schon früher in Thüringen sinnesfreudige Esskultur mit stilvoller Tischkultur untrennbar mit regionaler Porzellangeschichte verbunden war, wird ebenfalls ein Schwerpunkt der Veranstaltung sein.

Einige weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten finden sich hier bei XING.

Kaffeevielfalt: Happy Coffee in Hamburg

www.zunftwissen.orgEin weiteres Beispiel eines guten Projektes zur Vermarktung regional gehandelten Kaffees wollen wir nicht vorenthalten: “Happy Coffee” aus Hamburg.

Happy Coffee ist eine Kampagne zur Unterstützung des fairen Handels mit Kaffeebohnen aus nachhaltigem Anbau. Dahinter steckt mehr als nur der Verkauf von Fairtrade-Kaffee. “Vor allem möchten wir unseren Kunden Transparenz über Preise und Herkunft geben und dabei mit bester Qualität überzeugen“, so Christian Häfner (27), Gründer des Projektes. Die Idee entstand aus dem Bedürfnis heraus, etwas gegen die mangelnde Transparenz im Kaffeemarkt zu tun. Zwar setzen viele große Firmen bereits auf das Fairtrade-Siegel, doch ist selten klar, wo der Kaffee herkommt, welche Bohnensorte oder -mischung enthalten ist, und welche Qualität der Kunde vor sich hat. “Kaum etwas ist so undurchsichtig wie die Preisgestaltung und die Herkunft sowie die Verarbeitung der Rohstoffe im Kaffeemarkt”. Hochland oder Flachland, Arabica oder Robusta, Bio oder nicht, und was bedeutet eigentlich Fairtrade? Fragen, auf die Happy Coffee ganz transparent Antworten geben will.

Der Kaffee von Happy Coffee ist nicht nur fair gehandelt, sondern ebenso herausragend in seiner Qualität. “Qualität ist eben das, was die Kunden von Happy Coffee überzeugt”, so Christian Häfner. Der Kaffee wurde daher sorgsam ausgewählt und ist die “beste Kaffeebohne zu fairen Preisen, die wir finden konnten”.

Jeder bewusste Kauf von Kaffee aus fairem Handel hilft, die Situation auf dem Weltmarkt ein Stück zu verbessern. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu verwirklichen ist jede Hilfe wertvoll.

Jede Firma, jeder Verein und auch manche Privathaushalte verbrauchen ja Kaffee in größeren Mengen, doch mangelt es oft an der Bereitschaft fair gehandelten Kaffee zu kaufen – meist nur aufgrund des Preises.

Der ständige Preiskampf im Kaffeehandel zwingt zudem viele Kaffeeproduzenten auf fairen Handel zu Mindestpreisen zu verzichten. Darunter leiden in erster Linie die produzierenden Bauernfamilien in den ohnehin schon armen Ländern dieser Welt. Happy Coffee aus Hamburg versucht nun, diesen Teufelskreis zu unterbrechen und bietet außergewöhnlich guten Hochland-Kaffee aus 100% Arabica Bohnen, günstig, aber dennoch fair gehandelt an.

Die Happy Coffee Kampagne unterstützt so den fairen Handel mit Kaffeebohnen aus nachhaltigem Anbau. Zu diesem Zweck steht nicht nur der Verkauf von fairem Kaffee im Vordergrund. Vor allem möchte man Transparenz für den Endverbaucher schaffen,
mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein für fair gehandelten Kaffee wecken und Auskunft über die Verwendung von Fairtrade-Geldern geben.

Dazu werden moderne Medien wie Facebook und Twitter genutzt, man bietet darüber hinaus eine Kooperationspartnerschaft für Firmen an, die sich aktiv beteiligen wollen. Jeder bewusste Kauf von Kaffee aus fairem Handel hilft, die Situation auf dem Weltmarkt ein Stück zu verbessern. Das ist das ambitionierte Ziel.

Mehr Informationen zu Happy Coffee wie auch Bestellmöglichkeiten finden sie unter www.happycoffee.org.

So macht Regionalentwicklung Spaß – Geheimtipps in Klingenberg am Main in Unterfranken – Weingut der Stadt Klingenberg (VDP) und Restaurant „Schöne Aussicht“

www.zunftwissen.org(Christoph Hinderfeld c.h. 10.02.2010) Wie doch manchmal die Zufälle sind. Hatte ich vor einigen Wochen auf einem der kulturell und regional etwas aktiveren Fernsehsender schon einen Film über den fränkischen Rotweinwanderweg gesehen, ergab sich nun kurzfristig die Gelegenheit eines Abstechers ins tief verschneite Klingenberg, einer romantischen Kleinstadt, etwa 25 km von Aschaffenburg entfernt in der Metropolregion Rhein-Main gelegen.

Die Stadt liegt unmittelbar an der hessischen Grenze am Untermain am Fuße des Spessarts und links des Mains an den Odenwald grenzend. Markant sind die Weinberge oberhalb der Clingenburg mit ihren terrassenförmigen Steillagen, der Hohberg (Richtung Erlenbach) und der Schlossberg (Richtung Großheubach), an denen unter anderem der bekannte Klingenberger Rotwein angebaut wird (vorwiegend Spätburgunder und Portugieser).

Mit dem Weingut der Stadt Klingenberg, das Mitglied im renommierten Verband der Prädikatsweingüter (VDP) ist, begann ein überaus erfreulicher Nachmittag.

Das Weingut baut seit Jahrzehnten nennenswerte Rot- und Weißweine an, deren Körper und Frucht von Terrassensteillagen auf Buntsandsteinboden und dem milden Klima am Main geprägt sind. Schon früh hat man hier die Notwendigkeit eines Umdenkens bei der Weinbergs-Bewirtschaftung zu einer auf ökologische Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschaftsweise erkannt. Lobenswert ist zudem die Kooperation mit der Lebenshilfe – einfach praktizierte „best practice“.

Sehr erfreulich dann auch die Kollektion des ja nicht überall unproblematischen Jahrganges 2008, die Betriebsleiter Helmut Stark-Nothelfer bemerkenswert gelungen ist. Blitzsaubere Weine, die angefangen beim Müller Thurgau über die unterschiedlichen Rieslinge bis zum gut gemachten Cuvee viel Trinkfreude versprechen. Für seine Rotweine ist Klingenberg weit über die Region bekannt, neben den terroirgeprägten Spätburgundern sind auch der Zweigelt und der barriquegereifte Portugieser eine Reise wert.

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Einen würdigen Abschluß erfuhr der Nachmittag dann durch einen Besuch des gegenüber des Klingenberger Bahnhofs (über den man übrigens in weniger als einer Stunde das Zentrum der Metropolregion erreichen kann) gelegenen Restaurants „Schöne Aussicht“.

In dem Familienbetrieb wird schon seit Jahren eine veredelte Regionalküche gekonnt praktiziert, was nicht verwundert. Rainer Straub absolvierte nämlich neben anderen Stationen seine Lehre auch als Koch im Schloss Lehen in Bad Friedrichshall. Im Sommer kann man auf einer schönen Terrasse direkt über dem Main mit wunderschönem Blick auf die Clingenburg speisen. Viel Spaß macht dabei auch der Blick auf die Karte. Hoch erfreulich schon als Vorspeise das Ochsenschwanzragout auf Selleriepüree & Schalottenkompott, wunderbar zubereitet die geschmorten Ochsenbäckle auf Petersilienwurzelpüree & Shii Take Pilzen, begleitet von einem schönen Klingenberger Spätburgunder. Nicht entgehen lassen sollte man sich dann zum Abschluss eines überaus angenehmen Essens die Creme brulée vom Karamell mit Birnensorbet und die wirklich umfängliche Auswahl von Edelbränden aus der Region. Alles in allem eine ganz besonders erfreuliche Regionalküche mit Pfiff. Die Weinkarte mit zahlreichen Weinen aus den Klingenberger Lagen und weiteren namhaften Weingütern anderer Anbaugebiete ist zudem überaus umfänglich – und der Bahnhof mit guter Verbindung in die Metropolregion Rhein-Main liegt ja gleich gegenüber.

Nun sind beide beschriebenen Orte guter Geschmackshandwerker beileibe nicht der einzige Grund für einen Besuch am Untermain. Klingenberg hat mit den zahlreichen nennenswerten Angeboten in der nahen Nachbarschaft noch mehr Potential, ein immer wieder besuchenswerter Ort einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu werden. Einige weitere Beispiele finden Sie auch im Zunft[wissen].

Christoph Hinderfeld ist Vorsitzender des Beirats der „Die Zunft AG“.

mykona, der Kaffee direkt von der Farm – dahinter steckt ein weiteres Berliner „Genuss-Startup“

(Kira Hinderfeld c.h. 28.01.2010) Schon im vergangenen Jahr hatten wir über zwei spannende „Startups“ im Geschmackshandwerksbereich berichtet, über Lokalgold und Kisju.

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Seit Herbst des vergangenen Jahres gibt es eine interessante Story aus Berlin – Mykona. Hier kann jeder selbst bestimmen, woher er seinen sortenreinen Kaffee erhält. Einfach auf www.mykona.de eines der 11 Länder besuchen und den gewünschten Kaffee auswählen, kurz darauf wird er weltweit nach Hause oder ins Büro geliefert.

Dabei kommen die Kaffees direkt aus dem jeweiligen Ursprungsland von einer Plantage. Vor dem Versand werden die Kaffees in nur kleinen Chargen frisch geröstet und nochmals handverlesen. Auf dem Blog von mykona gibt es weitere Hintergrundinformationen zu den Plantagen und Farmern.

Die Idee zum eigenen Kaffee kam während dem Zivildienst. Michael Flingelli (23) hat neben dem eigentlichen Job an einer High School auf Hawaii auch auf einigen Kaffeefarmen gearbeitet. Zurück in Deutschland hat er für Familie und Freunde weiterhin Kaffee direkt von der Lieblingsfarm importiert. Der Architekturstudent hat das kleine Kaffee-Unternehmen im Februar 2009 zusammen mit Ariel Levin (24) nach der erfolgreichen Teilnahme am Gründungswettbewerb der FU Berlin gegründet.

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“Wir wollten aber nicht nur leckeren Kaffee direkt von der Farm nach Deutschland holen, sondern auch der Kaffeeverpackung ein zeitgemäßes Design verpassen und ohne die vielen Zwischenhändler hohe Frische und einen guten Preis garantieren”, sagt der Student für Kommunikationsdesign Ariel Levin (24).

Alle mykona Kaffees sind 100% Arabica, sortenrein und kommen direkt aus den jeweiligen Ursprungsländern von einer Plantage. Nach Möglichkeit auch biologisch angebaut. Momentan gibt es neben den 11 unterschiedlichen Ländersorten auch zwei Espresso-Röstungen. “Maßgeblich für den Erfolg bei dem Wettbewerb war, dass wir u. a. das KaDeWe Berlin als unseren ersten Kunden für Kaffee gewinnen konnten”, sagt Michael Flingelli. Unterstützung bekommen die beiden Studenten auch von Norbert Goldberger. Er ist Diplom-Kaffeesommelier und liefert neben frisch gerösteten Kaffees auch Hintergrundwissen und spannende Geschichten zu den Bohnen. Es gibt auch schon neue Ideen für die nahe Zukunft. “Wir arbeiten gerade auch zusammen mit einem Schweizer Chocolatier an der Veredelung von unserem hawaiianischen Kona Kaffee”, verrät Ariel Levin. Man darf also auch weiterhin gespannt auf neue Kaffee-Produkte aus Berlin bleiben – und wir freuen uns natürlich auf eine Kooperation ab Herbst in der historischen Arminiusmarkthalle in Tiergarten-Moabit. Mehr Informationen über mykona finden sich unter www.mykona.de.

Manufaktur und Bioweingut – spannende Impulse im südungarischen Weinanbaugebiet Villány – Wassmann Pince

www.zunftwissen.org(Christoph Hinderfeld c.h. 07.01.2010) Die Entwicklung und Revitalisierung regionaler Spezialitäten ist einer der überaus positiven Effekte bei der jetzt immer stärker erkennbaren Rückbesinnung auf traditionelle Werte. So auch bei einem Beispiel aus dem südungarischen Weinanbaugebiet Villány.

Das Weingut Wassmann Pince Bt. wurde hier 2002 von Ralf Waßmann und Susann Hanauer als erstes Bioweingut der Weinbauregion Villány-Siklós gegründet. Ralf Waßmann hatte in Geisenheim Weinbau und Getränketechnologie studiert, Susann Hanauer ist Juristin und Weinprüferin.

Die im Villány bewirtschaftete Fläche beträgt 2 Hektar, wobei Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, Kékfrankos (= Blaufränkisch oder Lemberger), Portugieser, Chardonnay und Olaszrizling (= Welschriesling oder italienischer Riesling) die Rebsorten sind, die hier in Mischkultur mit Wildkräutern, Mandel- und Obstbäumen prächtig gedeihen. Die Weine sind Qualitätsweine bis hin zu Premiumweinen DHC Villány, die auf nationalen Weinwettbewerben regelmäßig mit Gold bzw. Silber dekoriert werden.

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Das Weingut Wassmann ist eine Weinmanufaktur im wörtlichen Sinne. Ihre 2 Hektar bearbeiten Susann und Ralf zu zweit mit Hilfe kleiner Maschinen, die den Boden nicht verdichten. Die Lese geschieht natürlich auch von Hand und im Keller findet sich außer einer kleinen Abbeermaschine und einer mechanischen Presse keine Technologie. Die Rotweine vergären in offenen Holzbottichen, die Weißweine im Edelstahltank. Ausgebaut werden die Weine in kleinen ungarischen Eichenholzfässern und gebrauchten Barrique aus Bordeaux und Burgund.

Im Weinberg verzichten die Biowinzer auf Kunstdünger und chemische Spritzmittel, düngen stattdessen mit Kompost aus den Pferdeäpfeln Ihrer Islandpferde. Auch säen sie Kräuter und vielerlei Klee ein, so kann der Wind keinen wertvollen Humus davon tragen und mit ihren Wurzeln lockern die Gründüngungspflanzen den Boden und sammeln gleichzeitig mit ihren Knöllchenbakterien Nitrat aus der Luft. So ernähren sie die Reben, erfreuen mit ihrer Blütenpracht das menschliche Auge, bieten zahlreichen Nützlingen Lebensraum und Nektar als Nahrung und nicht zuletzt laben sich auch Hase und Rehwild an ihnen (und nicht an den Reben). So sind diese Weinberge lebendige Biotope, wo vitale Reben erstklassige Trauben hervorbringen.

Im Keller bewahrt Ralf Waßmann dieses natürliche Geschenk des Bodens, der Sonne und des Regens und verwendet für die Klärung und Filtration (wenn überhaupt nötig) nur natürliche Stoffe, wie z.B. Tonerde oder Kieselsol. Auch schwefelt er nur sehr wenig.
In Ungarn hat der Biozertifizierer Biokontroll Hungária Kft. HU-ÖKO-01 hierzu klare Regeln erlassen, so dass Wassmann-Weine sich “Bioweine” nennen dürfen, statt der fast überall in Europa (mangels Verordnung für den Weinausbau) vorgeschriebenen Bezeichung “Wein aus ökologisch erzeugten Trauben”.

Besonders erfreulich für Kunden und solche die die Weine von Wassmann interessieren: Sie können eine große Auswahl im Zunft[werk]-Manufakturenkaufhaus in der Zunft[halle] Arminiusmarkthalle in Berlin-Tiergarten verkosten und erwerben oder diese auch direkt online im Zunft[werk] kaufen.

“Creative Village” – Wachenheim an der Weinstrasse

(Christoph Hinderfeld c.h. 30.12.2009) Wachenheim an der Weinstrasse ist eine liebens- und lebenswerte Kleinstadt an der Mittelhaardt im Landkreis Bad Dürkheim in der Pfalz. Bekannt ist es vor allem durch seine namhaften Weinlagen und Weingüter.

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Wachenheim könnte einer der wahrnehmbaren Orte für eine „best practice“-Entwicklung von kleinen und mittleren Städten zu sogenannten „Creative Villages“ oder „Slow Cities“ und einer gelebten nachhaltigen Entwicklung werden. Einige nachhaltig arbeitende Betriebe und deren wertige Angebote lohnen schon jetzt den Besuch in Wachenheim.

Vorhandene Leerstände sollen dabei neuen Nutzungen zugeführt werden, damit auch in Zukunft Wohnen, Leben und Arbeiten im Gleichgewicht in Wachenheim Realität bleibt. Im Hinblick auf einen möglichen ILEK-Prozess mit der Verbandsgemeinde Deidesheim könnte hier für gemeinsame Nutzungen auch eine identitätsstiftende Räumlichkeit im Sinne eines „Hauses der Region“ geschaffen werden.

Hier können Sie weiterlesen.

“best practice” die 2. – was Integration wirklich fördert – Atelier Culture in Wiesbaden

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(Kira Hinderfeld k.h. 09.12.2009) Am 8. Dezember 2009 präsentierten 16 Profi- und Nachwuchs-Designerinnen verschiedener kultureller Herkunft und Nationalität ihre Kreationen einer Jury und geladenen Gästen. Ihnen gemeinsam ist das Credo: Keine Lust auf Massenware. Eingeladen hatte das ATELIER CULTURE – der Wiesbadener NÄH Salon mit Näh-Café.

Sie kommen aus Brasilien, Deutschland, Marokko, Pakistan, Russland und Syrien – alle leben seit Jahren in Wiesbaden – und hatten die Aufgabe, eigene Modelle zu kreieren und zu realisieren. Über drei Monate schneiderten sie und übten, sich und ihre Arbeiten zu präsentieren. So unterschiedlich die Herkunft der Kreativen, so vielfältig ihre Projektarbeiten: von der feinen Hose über das elegante Abendkleid bis zum traditionellen Gewand. Gemeinsam ist allen, dass es Unikate sind.

Was als interkulturelles Stadtteil-Projekt im Mai 2009 begann entwickelte sich in kurzer Zeit zu einer Anlaufstelle für Nähhungrige und solche, die es werden wollen. Konsequenterweise geht das ATELIER CULTURE zum Jahresanfang in die unternehmerische Eigenständigkeit und öffnet seine Räume als Näh-Café und mit Näh-Events für jeden, der Lust auf eigene Näh- und Kreativprojekte hat – für Kinder, Frauen und Männer.

„Ins Näh-Café kommen Hobbyschneiderinnen und Interessierte mit Lust am Selbermachen, die ihr Wissen gern mit anderen teilen möchten und auch mal eine Inspiration für ein neues oder noch unfertiges Nähprojekt brauchen. Die Leute haben die Freiheit, einfach hereinzukommen und gleich loszulegen – ohne Termine. Die gemütliche Atmosphäre zieht unterschiedliche Kulturen und Altersgruppen an. Das macht unsere Arbeit hier so spannend“ so die Unternehmerinnen. Im Näh-Café stehen moderne Maschinen zum nähen, ketteln und sticken zur Verfügung, fachkundige Beratung inklusive. Vom Projekt zum Unternehmen war das Ziel, welches die Projektleiterinnen Rachida Madrouni und Anke Trischler mit überregionalen und internationalen Kooperationspartnern realisierten.

Mit ihrem innovativen Konzept und der raschen Entwicklung zum Unternehmen haben die Macherinnen bereits bundesweite Anerkennung erhalten. Das ATELIER CULTURE erhielt jüngst die Ernennung zum „Ausgewählten Ort 2010 im Land der Ideen“ vom Bundespräsidenten Horst Köhler. Nächster offizieller Termin auf dem sich füllenden Atelier-Kalender ist der Empfang am 21.12.2009 in der Staatskanzlei und Würdigung durch Ministerpräsident Roland Koch.

Mit dieser ersten Präsentation im Rathaus empfahl sich das Näh-Café im ATELIER CULTURE erstmals der Öffentlichkeit. Termine für 2010 sind in Vorbereitung. Wer nicht warten will, hat die Möglichkeit, das Näh-Café an den Schnuppertagen zu besuchen: am 16.12. und 18.12. (ab 14 Uhr) und 17.12. (10 – 17 Uhr) im spannenden Wiesbadener Stadtteil Biebrich.

Weitere Informationen finden sich hier.

Tolle Idee zur Reaktivierung der Salonkultur – am 14. November 2009 trafen sich in der Farbglashütte Lauscha 50 regionale und überregionale Salonfreunde zum Genießen, Reden und Staunen

(Kira Hinderfeld k.h. 16.11.2009) Zum Gläsernen Salondinner luden Rita Worm und Christine Klauder am 14. November 2009 in die Farbglashütte Lauscha im Thüringer Wald ein.

Salondinner? Noch nie gehört?

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Salons waren ursprünglich Treffpunkt adliger und intellektueller Kreise, um Gedanken auszutauschen, sich den schönen Künsten zu widmen und Kontakte zu pflegen. In den Salons wurde philosophiert, diskutiert und debattiert, Künstler stellten ihre Werke vor, manch innovative Idee wurde entwickelt und die geistreiche Geselligkeit als Lebensstil gepflegt.

Qualität, Kultur und Vielfalt stehen im Mittelpunkt des Salons – damals wie heute. Von Susanne Ritzenhoff aus Köln stammt die Idee des „Salondinners“. Ausgehend von Köln initiierte sie seit 2008 in Hamburg, Berlin, Potsdam, Baden-Baden, Frankfurt und vielen anderen Regionen bereits die unterschiedlichsten Themenveranstaltungen rund um den Genuss. Dieser bezieht sich nicht nur auf schönes Essen und guten Wein, sondern auch auf Kunst, Kultur und anregende Gespräche. Ohne aufgesetzt zu wirken, werden all diese Komponenten entsprechend dem Dinner-Thema ansprechend ästhetisch inszeniert. Im Mittelpunkt der Salondinner stehen die Gäste, die sich wohlfühlen und inspirieren lassen können.

Christine Klauder, die Moderatorin der mitteldeutschen Salondinner-Gruppe, hat die Idee 2008 erstmalig nach Thüringen importiert. Neben Genüssen für den Gaumen, spannenden Kultur-Themen und interessanten Akteuren legt Frau Klauder auch ein besonderes Augenmerk auf die Wiederbelebung und Wertschätzung von Tischkultur. Für die für ihre Salondinner gewählten, außergewöhnlichen Tischinszenierungen arbeitet sie eng mit regionalen und überregionalen Glas- und Porzellan-Herstellern zusammen.

Das erste Thüringer Salondinner fand Anfang Dezember 2008 im Haus Schulenburg in Gera statt. Gera als Stadt der Moderne, aber auch die wunderschöne Villa bildeten die Vorlage für das Thema “Salonkultur 1914“. Im Fokus dieser Veranstaltung standen die Themen Literatur, Fotografie und Architektur, welche in authentischer Atmosphäre für den Gast sinnlich erlebbar gemacht wurden.

Im April 2009 folgte das „Bauhaus-Salondinner“ im Neuem Museum Weimar, bei dem das Thema „Bauhaus“ in den unterschiedlichsten Facetten beleuchtet wurde.

Das Salondinnertreffen im Juli 2009 mit dem Fokus auf Mode, Musik und Tanz führte die Salonfreunde zu den Dornburger Schlössern. Nach einem sinnlich-sommerlichen Buffet im wunderschönen Schlosspark am Nachmittag kamen die Besucher in den besonderen Genuss einer Cabriomodenschau vor der einzigartigen Kulisse des Rokoko-Schlosses sowie eines großen Sommernachtsballs mit Tangoworkshop und einer spektakulären Tangoshow.

Am 14. November 2009 inszenierte Christine Klauder nun gemeinsam mit Rita Worm vom Hotel Schieferhof in Neuhaus ein beeindruckendes „Gläsernes Salondinner“ mit einer wunderschönen Tafel mitten in der Produktionshalle der Farbglashütte Lauscha.

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Die filigranen Kreationen wurden exklusiv für Ort und Anlass von der Berliner Designerin Tatjana Tschapurgina kreiert. Neben einem Rundgang durch die Hütte führte der dänische Glaskünstler und Materialvirtuose Peter Kuchinke direkt am Ofen ausgefallene handwerkliche Techniken vor. Zum Abschluss des Rundganges stellte der Direktor des Lauschaer Glasmuseums Herr Schlüter die interessante Blaschka-Ausstellung im oberen Geschoß der Farbglashütte vor.

Zwischen den kulinarischen Höhepunkten eines winterlichen 5-Gänge-Menüs wurden die Gäste mit der glasklaren und beeindruckenden Stimme der Schweizer Sopranistin Maja Fluri und einer Feuershow des Duos „Feuerschwingen“ verzaubert.

Für die Zukunft sind weitere Thüringer Salondinner geplant, die verschiedene Regionen nacheinander in den Fokus nehmen. Eine besonders nennenswerte Initiative also, die für weitere regionalbezogene Themen Vorbildfunktion übernehmen sollte.

Weitere Informationen zur Farbglashütte Lauscha (und zu einigen der genannten Personen) finden Sie übrigens auch im Zunft[wissen].

Gute Kommunikation die Zweite – Martin Manderschied aus Kapellen-Drusweiler an der Südlichen Weinstraße

www.zunftwissen.org(Christoph Hinderfeld c.h. 09.11.2009) War der kleine Ort Kapellen-Drusweiler bisher noch nicht als hochkarätiger Punkt in der Südpfälzer Weinlandschaft bekannt, so dürfte sich dies in naher Zukunft sicherlich ändern. Verantworlich dafür ist Martin Manderschied, der erst vor drei Jahren mit der Flaschenweinproduktion begonnen hat. Bereits im vergangenen Jahr hatte Manderschied mit goldenen Auszeichnungen bei der Kammerprämierung und dem internationalen Weinpreis Mundus Vini aufhorchen lassen. Ein weiterer erfolgreicher Schritt war die Auswahl eines Spitzen-Rieslings zum offiziellen Wein des Palatia-Jazz-Festivals, ehe das Weingut in den bekannten Eichelmann-Weinführer aufgenommen wurde. Die Vorstellung des Weingutes in der Wochenzeitung “Die Zeit” rundete das Bild ab.

Dass dies offensichtlich keine Eintagsfliegen waren, zeigte ich dann mit dem Weinjahrgang 2008, dessen Tropfen zuerst auf der Weinmesse ProWein in Düsseldorf und erst unlängst beim größten internationalen Weinwettbewerb “AWC-Vienna”, ausgezeichnet wurden. Bei der Verkostung in der österreichischen Hauptstadt gab es bei neun eingereichten Weinen acht Silbermedaillen, was nach Einschätzung der Prüfer für eine durchgängig hohe Qualität der Produkte spricht.

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Einer der bisher öffentlichkeitswirksamsten Erfolge gelang Martin Manderschied dieser Tage, als das Weingut von einer großen Fachzeitschrift (“Der Feinschmecker”) für die neue Ausgabe des Wein-Führers “Die besten Weingüter in Deutschland 2010″ ausgewählt wurde. Martin Manderschied sieht in diesen Auszeichnungen zum einen eine Bestätigung seiner bisherigen Arbeit und zum anderen einen Ansporn, weitere Schritte zur Qualitätssteigerung zu gehen. Im September 2008 begann er, den Betrieb auf biologischen Weinbau umzustellen. Die ersten seiner Weine, die die Bezeichnung “biologisch” offiziell tragen dürfen, kommen mit dem Jahrgang 2011 auf den Markt. Na, evtl. ja auch ein Kandidat für die in der Planung befindliche Weinhalle in der Arminiusmarkthalle in Berlin

Christoph Hinderfeld ist Vorsitzender des Beirats der „Die Zunft AG“.

Wie gute Kommunikation wirken kann – Bernhard Ernst aus Deutschkreutz im Mittelburgenland

(Christoph Hinderfeld c.h. 07.11.2009) Über die von mir geschätzte und rege genutzte Kommunikationsplattform XING kam ich vor einigen Monaten in Kontakt mit dem jungen Bernhard Ernst vom Weingut Ernst aus Deutschkreutz, einem der zentralen Weinorte im sog. „Blaufränkischland“ im Mittelburgenland in Österreich.

www.winery-ernst.at

Die Weinberge vom Weingut Ernst umfassen 5,2 Hektar, die in den besten Lagen – vom Hochberg bis zum Steinriegel liegen und die unter Weinliebhabern als echte Schmuckstücke bezeichnet werden. Diese außergewöhnlichen Terroirs besitzen alle natürlichen Voraussetzungen, die für die Erzeugung einzigartiger Weine nötig sind. Die aus stark lehmhaltigem Ton bestehenden Böden ruhen auf einer kalkhaltigen Unterschicht. Durch die Sonneneinstrahlungen, das besondere Bodengefüge der Lagen Hochberg und Goldberg und die Regulierung des Wasserhaushaltes, die auch die tiefe Wurzelbildung fördert, ist hier das Ergebnis eine sehr frühe Reifung der Trauben.

Das totale Gegenteil sind die Lagen Kart und Steinriegel wo Zweigelt, Cabernet Sauvignon, Welschriesling und Grüner Veltliner ihre Wurzeln haben. Diese Böden befinden sich in dem nordöstlichen Plateau von Deutschkreutz mit Blick nach Süden in Richtung Ungarn. Die Rebsorten, deren Rebstöcke im Durchschnitt über 35 Jahre alt sind, bestehen hier zu 70% aus Blaufränkisch, zu 20% aus Zweigelt und 10% werden auf Cabernet Sauvignon, Grüner Veltliner und Welschriesling aufgeteilt. Weitere Neuanpflanzungen sind geplant. So erfolgt die Reifung der Trauben, insbesondere des Blaufränkisch, jedes Jahr unter sehr günstigen Bedingungen.

www.zunftwissen.org

Das Terroir, das fortgeschrittene Alter der Rebstöcke, die bei der Führung des Weingutes und der Weinerzeugung angewandte Philosophie, die Anlagen… alles hier wirkt zusammen und trägt zur Herstellung herausragender, unvergleichlicher Weine bei.

Bernhard Ernst wurde 1985 geboren, in einem Jahr in dem, bedingt durch den Glycolskandal, die Weingeschichte Österreichs die letzten Akkorde zu spielen schien. 1999 meldete er sich bei der Weinbaufachschule Eisenstadt an. Während der 4-jährigen Schulausbildung kam es unter anderem zu einem Praktikum bei John Nittnaus aus der bekannten österreichischen Winzerfamilie. Im Jahr 2005 begann er mit seiner Ausbildung zum Kellermeister, die er 2008 abschloss. Nun war es bei ihm nicht so, wie leider bei zahlreichen anderen Winzern, die mit Abschluß ihrer Ausbildung auch ihre Lehrjahre beenden. Er besucht vielmehr zur Weiterbildung nebenbei diverse Seminare an der österreichischen Weinakademie und besuchte auch diverse Weinregionen Europas. Im Februar 2007 startete der Jungwinzer eine Weinreise zu Frankreichs Topweingütern wie z.B. Chateau Mouton-Rothschild, Chateau La Mondotte und anderen bekannten Gütern. 2008 ging die Reise nach Piemont in Italien. Weitere Reisen nach Deutschland und Kalifornien sind geplant.

Freuen würde es mich natürlich, wenn über das Netzwerk der Die Zunft AG auch hilfreiche und spannende Kontakte zu Oenologen in Deutschland entstehen könnten. Die ersten Schritte sind jedenfalls schon gemacht.

Christoph Hinderfeld ist Vorsitzender des Beirats der „Die Zunft AG“.

RaumFaktum – spannendes Bündlungssystem im Handwerk und Kompetenzpartner der Zunft-Bewegung

(Christoph Hinderfeld c.h. 06.11.2009) Nachdem in den vergangenen Wochen einige interessante Beispiele wertiger Designprodukte aus der Bauzulieferindustrie im Zunftmagazin vorgestellt wurden, möchte ich heute über einen spannenden Bündelungsansätze aus dem Handwerk berichten: RaumFaktum aus Wuppertal.

www.pixelio.de

So haben es sicherlich schon zahlreiche Bauherren und Handwerker erlebt: Leerlauf auf der Baustelle. Der Elektriker soll am Donnerstag kommen. Aber am Donnerstag ist der Maurer noch da. Der Malertermin muss ebenfalls verschoben werden. Aber auf wann? Und der Fliesenleger, was ist mit dem? Organisationsprobleme wie diese sind auf Baustellen häufig genug. Und dabei, so Malermeister Thomas Herzog, Initiator von RaumFaktum, vollkommen überflüssig. Sein Stichwort lautet: Handwerkerkooperationen.

Herzog unterhält seit über 3o Jahren einen Malerbetrieb in Wuppertal. Regelmäßig tourt er mit seinem Impuls zur Kooperation durch Deutschland, die Schweiz und die Niederlanden, um Kollegen aus der Branche beizubringen, was er vor Jahren gelernt hat: Wie man die unterschiedlichsten Gewerke unter ein einziges Dach bringt. Herzogs Engagement für Handwerkerkooperationen kommt nicht von ungefähr: Zehn Jahre Erfahrung hat er mit dem Konzept der Kooperation gemacht, eine erfolgreiche, wenn auch arbeitsintensive Zeit. Denn Herzog gründete nicht nur mit großem Enthusiasmus die später als „beste Kooperation Deutschlands“ ausgezeichnete Wuppertaler Raumfabrik, er stand dieser auch als zuverlässiger Geschäftsführer vor.

Inzwischen hat Herzog, ein Mann, der gern das Neue wagt, von der Praxis zur Theorie gewechselt. „Ich möchte Betriebe dabei unterstützen, sich zusammen zu tun“, sagt er, „denn Handwerkerkooperationen sind ein Erfolgsmodell“. Einen imageträchtigen, gemeinsamen Marktauftritt verspricht er solchen professionellen Zusammenschlüssen, wachsende Kundenstämme, gegenseitige Unterstützung, reibungslose Abläufe auf der Baustelle, kurz: „Es lohnt sich“.
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Auch der Kunde profitiert von der besseren Organisation: Statt sich seine Gewerke einzeln aussuchen zu müssen, darf er sich auf die Qualitätsmarke „RaumFaktum“ verlassen. Er spart Zeit – und Geld. Aber trotz aller Vorteile für Kunden und Betriebe sind die Widerstände unter den Handwerkern gegen Kooperationen noch immer groß. Rund 2000 Kooperationen gibt es bis heute lediglich in Deutschland. Beklagenswert, findet Herzog. „Häufig wagen es Handwerker nicht, ihre eingefahrenen Wege zu verlassen“, meint der erfahrene Firmenchef, „sie interessieren sich nicht für das, was links und rechts von ihnen liegt.“ Manche Firmeninhaber fürchteten auch um ihre Eigenständigkeit. Eine unbegründete Angst, findet Herzog, zwar müsse sich jedes Kooperationsmitglied ein wenig zurück nehmen. „Aber die Gemeinschaft zahlt sich aus.“ Und doch: Nicht wenige bereits existierende Kooperationen, so Herzog, „dümpeln vor sich hin“. Unnötig findet Herzog das, und hat gleich die Lösung parat: Feste Regeln, an die sich alle halten, straffe Strukturen, einen Vollzeit-Geschäftsführer und eine Geschäftsstelle für die Kooperation, ein Klima, das Mitarbeiter motiviert – und die Kooperation funktioniert. „Lose Zusammenkünfte am Stammtisch“, warnt der Experte, „sind keine Kooperationen.“ Also hilft er auch den Handwerkern auf die Sprünge, die mit ihrer Kooperation nicht weiter kommen. Die Vision von einer veränderten Handwerkerlandschaft in Deutschland wird so ganz allmählich Wirklichkeit. „Ich wünsche mir, dass Handwerker schon in der Ausbildung lernen, unternehmerisch und gewerkeübergreifend zu denken. Dass sie auch mal über ihren Tellerrand gucken. Und natürlich: dass sie sich zusammen tun.“

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Dekumo – Die Messe mit den etwas anderen Weihnachtsgeschenken in der Reithalle in München

(04.11.2009) Am letzten November-Wochenende ist es soweit: Die Dekumo bringt ihre Besucherinnen und Besucher zum Lachen und Staunen – und bringt nebenbei Farbe in viele Wohnzimmer, Schränke und Handtaschen. Dekumo steht für Design, Kunst und Mode. Sie ist eine Verkaufsplattform, die Künstler und Designer vernetzt und gleichzeitig Aussteller und interessierte Besucher miteinander ins Gespräch bringen möchte.

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Die Aussteller sind Designer auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Einige stellen ihre Produkte zum ersten Mal öffentlich aus, sie produzieren sie in den Küchen ihrer Wohnungen in kleinsten Auflagen. Andere sind bereits etablierter, sie arbeiten in eigenen Studios, Ateliers oder Werkstätten. Gemeinsam ist allen, dass sie „echte“ unverwechselbare Produkte verkaufen. Individuelle Dinge mit eigener Geschichte, jenseits aller standardisierten Massenware. Viele der angebotenen Stücke können nach Kundenwunsch abgewandelt und gefertigt werden.

Als Ausstellungsort wurde die Reithalle im Münchner „Szeneviertel“ Schwabing gewählt. Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend präsentieren hier 90 engagierte Designer und Produzenten ihre schönen und sinnvollen Dinge. Geöffnet ist die Designmesse am Freitag von 14 bis 21 Uhr, Samstag von 11 bis 21 Uhr und Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Weitere Informationen finden sich bei Zunft[wissen].

Norbert Knöpfler – Der „Räucherstar“ am Bodensee

(Hans-Georg Pestka hg.p. 03.11.2009) Ein Mann, eine Räucherei, zwei Boote und dazu der große See mit seinem Schatz. Norbert Knöpflers Ein-Mann-Fischerei in Langenargen bei Friedrichshafen am Bodensee ist ein kleiner Familienbetrieb.

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Schon der Urgroßvater hat Felchen, Hecht und Zander nachgestellt. Seitdem hat sich viel verändert. Die Zahl der Netze, die Knöpfler ausbringen darf, wird heute im Zuge einer nachhaltigen Fischerei strikt begrenzt. Das Klima ist wärmer geworden, und das Wasser sauberer durch den Zubau vieler leistungsfähiger Kläranlagen. Es ist so sauber, dass der Bodensee tatsächlich ein wenig nährstoffarm geworden ist. Die Fische wachsen langsamer. Es gibt aber auch eine eherne Konstante in Knöpflers Betrieb: das Bodensee-Felchen. Es ist der Star in der Langenargener Fischerei geblieben. Nur die Fangmengen schwanken stark von Jahr zu Jahr zwischen vier und acht Tonnen. Die Qualität ist herausragend: das Felchen übertrifft an Feinheit und Wohlgeschmack auch die Seeforelle. In der eigenen Räucherei werden die Fische sanft über Buchenholz geräuchert. Es ist eine Fischerei der kurzen Wege, im Einklang mit der sensiblen Natur am großen deutschen Binnensee.

Der Autor ist Mitgründer und Geschäftsführer der Genusshandwerker in Düsseldorf.

Wo sich Nachhaltigkeit und gutes Design ergänzen – Omvivo Baddesign aus Australien

(Stephan Hagenkord s.h. 02.11.2009) Bewusst zu leben ist nur eine Frage der richtigen Entscheidung. Gutes, nachhaltiges Design ist imstande, der Wegwerfmentalität unserer Gesellschaft entgegen zu wirken….es ist wahrlich die Substanz des menschlichen Intellekts, des Herzens und nicht etwas, das aus Mode oder aus Trends stammt.”

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Omvivo, einer der führenden Baddesignproduzenten aus Australien produziert Badobjekte, die herausfordern und inspirieren. Das engagierte Designteam versetzt das Unternehmen in eine einzigartige Lage. Die Produkte entwickeln sich vom Konzept bis hin zur Produktion und darüber hinaus auf der Basis von Innovation, Funktionalität und Qualität. Die Zusammenarbeit mit externen, weltbekannten Designern steuert ihren Teil zur besonderen Vielfältigkeit des Unternehmens bei. Die Auswahl der Materialien, die Fertigungsprozesse und die Ökobilanz sind zwingend vorgeschriebene Überlegungen während des Designprozesses. Diese essentiellen Schritte während der Entwicklung und Produktion sichern die Einhaltung von Omvivos Verantwortung gegenüber der Umwelt.

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Veranstaltungen November/Dezember 2009

www.lubentiushof.de

(02.11.2009) Anbei einige Veranstaltungstipps aus den Themenbereichen Genuss und Lebensart:

* 07. November 2009 – Silvaner Raritäten im Fürstlich Castell`schen Domänenamt in Castell am Steigerwald, weitere Informationen finden sich hier.

* 09. November 2009 – Weinbund Jahrespräsentation, Berliner Weinfachhändler präsentieren über 300 Gewächse, weitere Informationen finden sich hier.

* 13. – 15. November 2009 – Forum Vini, internationale Weinmesse in München, weitere Informationen finden sich hier.

* 14. November 2009 – Gläsernes Salondinner in Lauscha im Thüringer Wald, weitere Informationen finden sich hier.

* 14. – 15. November 2009 – Herbstmarkt in Hohenfried im Bayrisch Gmain im östlichen Oberbayern. Adventsgeschenke aus CSR-Produktion, Biomarkt und die Küche von Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger laden zum Besuch ein, weitere Informationen finden sich hier.

* 27. – 29. November 2009 – “Fine 2009″, Breites Spektrum an Gourmet-Spezialitäten in Baden-Baden, weitere Informationen finden sich hier.

* November/Dezember 2009 – Köche an der Untermosel, diverse Genusstermine gemeinsam mit den Spitzenwinzern der Terrassenmosel, weitere Informationen finden sich hier.

Zunft[halle] Arminiusmarkthalle in Berlin – Guter “Dritter Ort”

(Kira Hinderfeld k.h. 02.11.2009) Die Umsetzung einer ersten Zunft[halle] in Berlin nimmt konkretere Züge an. Ab Ende 2010 könnten in der für die Entwicklung der Berliner Markttraditionen wichtigen Arminiusmarkthalle im Westen der Stadt im Bezirk Tiergarten/Alt Moabit (wie auch im Ostteil der Stadt in Friedrichshain/Prenzlauer Berg) eine erste Zunft[halle] mit etwa 4.000 Quadratmetern Nutzfläche für “gute Dinge” entstehen.

zunfthalle[1]

Eine Zunft[halle], als gutes Beispiel für einen Zunft[ort], soll ein kommunikativer „Dritter Ort“ werden, an dem sich regionale Genusshandwerksprodukte, junges Design, kreative Milieus und Dienstleistungen, regionale Manufakturen, Ateliers, regionales Handwerk, kleinflächiger Handel, Events und Gastronomie ergänzen. Sie würde so zu einem Markt, auf dem Erfahrungen, Verfahrenswissen und Produktinformationen ausgetauscht werden. Die Zunft[halle] versteht sich dabei als Impulsgeber für die Zukunft der Arbeit. Sie würde als „guter Dritter Ort“, als quasi öffentlicher Platz und auch als temporärer Markt (bspw. regionaler Ökomarkt vor der Halle an Wochenenden) entwickelt werden. Hier sind in Einheiten von 25 qm bis ca. 700 qm regionale, manufakturelle und nachhaltig arbeitende Erzeuger und zunfthalle[1]Dienstleister aus den Bereichen Küchenkultur und Küchenzubehör, Genusshandwerksagenturen, Tabakmanufaktur, Weinhändler, Weinaccessoireanbieter, Weinthemenmarkt, Kochschule, Getränkeanbieter, Säftemacher, Bio-Backmanufaktur, mehrere Anbieter von Bio-Lebensmitteln und zahlreiche kleine Delicum- und Lebensmittelanbieter (deutsche, österreichische, italienische, spanische, portugiesische, skandinavische) und Anbieter wertiger Produkte aus den Bereichen Kaffeerösterei, Tee, Olivenöl, Gewürzen, Schokolade etc. die Nutzer.

Die Marktsituation bietet regionale und saisonale Erzeugnisse aus allen Bereichen des täglichen Bedarfes, deren Preisgestaltung den sachgerechten Umgang mit den Produkten und die entsprechende Beratung über die Produkte berücksichtigt, d.h. hier geht es nicht um teuer, sondern um “den Preis wert”. Um einen ersten visuellen Eindruck zu erhalten, klicken Sie einfach auf die Bilder weiter oben im Text.

Nachdem wir Ende Juni 2009 … zum gesamten Artikel

Lorenzo Villoresi – Parfumeur und Philosoph aus Florenz

(Kira Hinderfeld k.h. 17.10.2009) “Die Welt der Düfte ist ein Universum ohne Grenzen: Jeder Duft kann Gefühle, Erinnerungen an Orte und Personen hervorrufen oder uns neue emotionale Dimensionen endecken lassen.” – so das Leitmotiv von Lorenzo Villoresi aus Florenz.

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Über den Dächern von Florenz komponiert der Philosoph und Parfumeur Villoresi seine Düfte. Trussardi, Armani, Ferragamo, um nur einen Teil seiner Kunden zu nennen, sind von seinen Creationen begeistert und das, obwohl Villoresi zu den Newcomern gehört. Auf Wunsch komponiert er für seine Kunden Düfte nach Maß.

Die Frau des Musikers Sting, Cherie Blair, Gattin des britischen Premiers und Filmregisseur Ridley Scott waren im Laufe der letzten Jahre in seiner Dachstube mit Logenblick auf Arno und die Renaissance Kuppeln von Florenz und erhielten eine charaktergerechte Duftkreation des Duftschöpfers. Florenz verfügt schon seit langem über eine einmalige Tradition als Duftstadt. In der Renaissance, als die reiche Handels- und Finanzkapitale Nabel der Kulturwelt war, stand am Arno auch die Wiege der modernen Parfumherstellung. Erst Katharina de Medici trug die in grosser Blüte stehende Kunst nach Paris, als sie an den französischen Hof übersiedelte und ihren persönlich Parfumeur mitnahm.

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Villoresi aber belebt die alte Florentiner Tradition neu. „Der Standort ist für uns sehr wichtig“ sagt seine Frau Ludovica, eine klassische Renaissance Schönheit mit warmherziger Art. Die Vielfalt des hochwertigen toskanischen Kunsthandwerks charakterisiert das Villoresi -Sortiment.

Eine gute Auswahl an Villoresi-Produkten finden Sie bei The Different Scent in Berlin.

Kira Hinderfeld ist Gründerin und Vorstand der „Die Zunft AG“.

Giuseppe Napoletano, Kampanien, Italien – Die Arche Napoletano

(Hans-Georg Pestka hg.p. 17.10.2009) Leicht oberhalb der Ferse des stiefelförmigen Italiens liegt Kampanien, welches das landwirtschaftlich bedeutende Agro Sarnese Nocerino-Gebiet einfasst. Hier, unter der väterlichen Obhut Giuseppe Napoletanos, wächst alljährlich die Tomatensorte San Marzano auf. Das Ungewöhnliche: San Marzano ist eine vom Aussterben bedrohte Art. Nachdem vor Jahren eine Virose die meisten Bestände hingerafft hatte, gehört die Familie Napoletano zu den wenigen, die im Besitz des Saatguts sind.

www.genusshandwerker.de

Tomatenwart Giuseppe – Giuseppe Napoletano schlendert täglich durch die Plantagen, observiert scharfäugig den Reifungsprozess der Tomaten und untersucht akribisch die Gesundheit der empfindsamen Nachtschatten¬gewächse. Er darf ein wenig stolz sein: Seine San Marzano ist eine samenechte Sorte; das heißt, sie wurde nicht durch Gentechnik verschnickschnackt oder Kreuzungen verwässert. Die beste Chemikerin ist eben immer noch Mutter Natur, wie der Italiener anerkennend zuzugeben weiß.

Vesuv sei Dank! – Feuchtwarmes Klima, oberflächennahes Grundwasser und Vesuvnähe begünstigen das Aufgehen der Saat. Machte die berühmtberüchtigte Magmaquelle einst dem prosperierenden Pompeji den Gar aus, finden die flaschenförmigen Tomaten auf der an vulkanischen Ablagerungen reichen Erde genau den richtigen Humus. Charakteristisch für die empfindliche San Marzano-Tomate sind der mannshohe Wuchs des Strauchs und der langsame Reifungsprozess der Frucht. Die Napoletanos ernten deshalb ausschließlich zwischen Juli und September. Ein mühseliger Vorgang, denn wegen der Sensibilität der Tomate kommt nur die traditionelle Erntemaschine Hand in Frage. Gepflückt wird in mehreren Durchgängen, denn die San Marzano darf erst bei Vollreife ins Körbchen; und Vollreife differiert bekanntlich von Frucht zur Frucht.

Der Autor ist Mitgründer und Geschäftsführer der Genusshandwerker in Düsseldorf.

Weingut Benziger im Sonoma Valley, Kalifornien – Pioniere des Bio-Sauvignons

(Martin Kössler m.k. 16.10.2009) Familie Benzigers 40 Hektar großer Familienbetrieb wurde 1981 von Mike und Mary Benziger auf einer heruntergekommenen Ranch am Sonoma Mountain gegründet. Heute arbeiten dort zwei Dutzend Benzigers für das gemeinsame Wohlergehen. Benzigers Family Winery ist ein ökologischer Ausnahmebetrieb. 1993 verkaufte die Familie ihre kommerziell extrem erfolgreiche Marke “Glen Ellen”, um sich mit dem Geld vom konventionellen Weinbau zu verabschieden und auf ökologischen und biodynamischen Weinbau umzustellen. Benzigers wurden zum ersten amerikanischen Weingut mit Demeter®-Zertifizierung.

www.weinhalle.de

Heute betreiben Benzigers ihre 40 Hektar eigener Weinberge konsequent biodynamisch. Um die enorme Nachfrage nach ihren Weinen zu befriedigen, entwickelten Benzigers ein ambitioniertes Partner-Programm, das ihnen Trauben von Winzern liefert, die zertifiziert organisch arbeiten oder sich im sogenannten Farming-for-Flavors®-Programm, also in Umstellung auf ökologischen Weinbau, befinden.

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Veranstaltungstipps Oktober/November 2009

www.die-zunft

(02.10.2009) Anbei einige Veranstaltungstipps aus den Themenbereichen Genuss und Lebensart:

* 04. Oktober – Silvaner-Terroir Verkostung in Escherndorf in Franken, weitere Informationen finden sich hier.

* 04. und 05. Oktober 2009 – WeinWerkstatt im Lubentiushof mit Jahrgangspräsentation in Niederfell an der Untermosel, weitere Informationen erhält man hier.

* 09. Oktober 2009 – Genussbetonter Länderwettstreit Österreich – Deutschland in Lütjensee mit Weingütern wie Schnaitmann, Aldinger, Haidler, Achs, Triebaumer und Moric, weitere Informationen erhält man hier.

* 19. Oktober – 01. November 2009 – 4. Taste-Festival in Mainz, regionale Köche und Winzer laden zu 14 Genuss-Events, weitere Informationen finden Sie hier.

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Renaissance, die Manufaktur für Frischekosmetik in der Franche-Comte

(Kira Hinderfeld k.h. 21.09.2009) Gegründet wurde “Renaissance”, eine Manufaktur für Frischekosmetik im Jahre 2005 von Friederike Beimborn, erstaunlicherweise hat auch sie ihre Wurzeln in unserem schönen Städtchen Wachenheim an der Weinstrasse in der Pfalz.

www.biorenaissance.com

Die Anfänge der Manufaktur liegen in den 90er Jahren, als die ehemalige Lufthanseatin den Flughafen gegen einen Bauernhof in der Nähe des Jura in Frankreich tauschte. Dort begann sie auf Basis einfacher Rezepturen und mit viel Passion ihre eigene Creme herzustellen. Irgendwann war der Wunsch da nach der Entwicklung feiner Cremes in gehobener Qualität: so kam die Manufaktur ins Spiel. Alle Renaissance-Produkte enthalten Wirkstoffe aus biologischem Anbau, unter Fair Trade-Gesichtspunkten gehandelt und nicht an Tieren getestet.

Über den weltweiten Serviceclub Soroptimist International engagiert sich Frau Beimborn für die wirtschaftliche und soziale Stellung der Frau. So bezieht das Unternehmen seine Sheabutter (Karitébutter) aus Ökolandbau, geerntet und verarbeitet von einem afrikanischen Frauenkollektiv. Man verwendet keine Parabene, keine petrochemischen Substanzen, noch andere chemische Zusätze, keine Sulfate, keine künstliche Farben oder Düfte sowie genetisch modifizierte oder synthetische Zutaten. Auf die Verwendung von Umverpackung, Zellophan und Hochglanzbroschüren wird bewusst verzichtet.

www.biorenaissance.com

In hochwertigen Pflegeprodukten kombiniert Renaissance naturreine pflanzliche und ätherische Öle zu einer Sinnenkosmetik: Traubenkernöl mit wildem Thymian, Wildrosenöl mit Ylang, Jojobaöl mit Orangenblüte … so entstehen frische handgearbeitete Cremes, die ihre revitalisierende oder beruhigende Wirkung bis tief in die Haut entfalten und Köper und Sinne gleichermaßen positiv beeinflussen. Ausgewählte pflanzliche Öle verringern den Verlust der Hautfeuchtigkeit, ihre Vitamine wirken als Antioxidantien der vorzeitigen Hautalterung entgegen. Für die Unterstützung der Zellerneuerung wird frischer Aloe Vera-Saft eingesetzt. Das attraktive Design aus Blau, Weiss und Gold rundet das Bild dieser anspruchsvollen Pflege ab.

Neben den sehr hochwertigen, exklusiven Produkten der Linie „bio-activ“ hat das Unternehmen 2009 die Linie „BioEssentials“ auf den Markt gebracht. Als minimalistische Pflege konzipiert konzentriert sich die Linie auf Klarheit und Reinheit, was sich auch im Design ausdrückt. Minimalistisch bedeutet nicht, dass weniger Gutes enthalten ist. Wie der Name BioEssentials ausdrückt, sind nur die allerwichtigsten Elemente vorhanden, und das in Bio-Qualität.

Kira Hinderfeld ist Gründerin und Vorstand der „Die Zunft AG“.

“Made In Happy Germany” und Die Zunft AG kooperieren

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(Kira Hinderfeld k.h. 14.09.2009) Wie ist das nun, wenn sich kreative Menschen treffen, die gemeinsam ein Ziel verfolgen: mehr Nachhaltigkeit und Werte wieder in den Haltungen und Angeboten des Einzelhandels zu verankern.

In den letzten Tagen konnten wir uns einen ersten Eindruck von dem Gefühl verschaffen, wie sich jung gebliebene Kenner ihres Fachs in ihren Visionen und Herangehensweisen ergänzen.

Einer von denen ist Jan Philip Johl (im Bild 1. von rechts), selbst ein waschechtes “Made in Germany”-Kind. Er lernte, wie sein Bruder Tim Johl (im Bild 1. von links) die Vorteile von “Made in Germany” bereits im eigenen Familienunternehmen Seeger kennen, das, 1889 gegründet, ausschließlich in Deutschland produzierte. Als das Unternehmen schließlich an Montblanc verkauft wurde, nahm Jan Philip sein Know-how, seine Ideen und eine paar seiner besten Träume und startete die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf der eigenen Herzensprodukte unter dem Dach des “Blümmerling”.

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Avantgarde in der Wurstküche – Markus Dirr vom Kaiserstuhl in Baden

(Hans-Georg Pestka hg.p. 11.09.2009) Wurstmachen ist Metzgerhandwerk, aber auch hohe Kunst: wenn Können, gutes Fleisch und Experimentierfreude zu einander finden. Markus Dirr verkörpert die vierte Generation einer Metzgerfamilie, die im malerischen Endingen am Kaiserstuhl seit 1897 ihrem Wurst-Geschäft nachgeht. Dirrs Kaiserstühler Schinken und Salamisorten sind inzwischen überregional berühmt und werden von Gastrokritikern vielfach gelobt. Meist sind es traditionelle Rezepte, die der gelernte Koch zart verfeinert und dadurch massiv verbessert. Denn der Trieb, die besten Rohstoffe mit jungen Ideen zu verwursten, ist bei Dirr extrem ausgeprägt.

www.genusshandwerker.de

Einmal Endingen – New York und zurück – Bereits Ur- und Ururgroßvater Dirr waren Metzger. Gemäß der Familientradition begann auch Markus Dirr im Nachbarort seine Lehre. Doch während Vater Peter Dirr noch eine Zweitlehre zum Viehhändler absolvierte, rundete Markus seinen Schulweg mit einer Kochausbildung bei Franz Keller junior in Köln ab und kam so zu ersten Einblicken in den siebten Gastrohimmel. Das kleine Endingen im Rücken und Michelinsterne vor Augen, machte er sich nach der Lehrzeit auf in die köstliche Fremde. In den folgenden Jahren gelangten Ansichtspostkarten aus St. Moritz, Davos und Montepulciano in seine Heimat; aber auch Ideen und Rezepte der französischen Hochküche und der toskanische Nouvelle Cuisine. Ein kleiner Zwischenstopp zuhause – für seine Meisterprüfung im Fleischerhandwerk – und Markus setzte seine Reise durch die Michelinstraße mit Engagements im „Palio“ (New Yorks edelstem Italiener) und im „Aubergine“ bei Witzigmann fort. Nach zehn Jahren voller Lehrabenteuer und Kocherfahrung übernahm er schließlich die elterliche Metzgerei und begann an seinen eigenen Kreationen zu arbeiten.

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Ein erster und ein dritter Platz für die Weingüter Heitlinger und Ravensburg beim internationalen Weinwettbewerb „Pinot Challenge 2009“

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(Kira Hinderfeld k.h. 03.09.2009) Große Freude gab es in den letzten Tagen beim Weingut Heitlinger im badischen Kraichgau über ein tolles Abschneiden beim internationalen Weinwettbewerb „Pinot Challenge 2009“.

„Unserem Ziel, die noch wenig entdeckte Region Kraichgau auf die große Landkarte des Weinbaus zu bringen, sind wir am vergangenen Samstag ein ganzes Stück näher gekommen“, freuen sich der Weinmacher und Geschäftsführer der Weingut Heitlinger GmbH, Claus Burmeister, wie auch Kellermeister Jürgen Kern gemeinsam mit dem Gesellschafter Heinz Heiler.

So siegte der 2008er Löchle Großes Gewächs Weißburgunder trocken Burg Ravensburg in der Kategorie „Weißburgunder“. In der Kategorie „Spätburgunder Barrique“ zeichnete die Fachjury den 2007er Löchle Großes Gewächs Spätburgunder trocken des kooperierenden Weingutes Burg Ravensburg mit dem 3. Platz aus.

Über die Weingüter hatten wir ja schon vor einigen Wochen berichtet, hier finden Sie den Artikel.

Einige Termine zu Genuss-, Lebensart-, Kunst- und Kulturveranstaltungen – September/Oktober 2009

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(29.08.2009) Anbei einige Veranstaltungstipps aus den Themenbereichen Genuss, Lebensart, Kunst, Kultur und nachhaltige Entwicklung:

* 29. – 31. August 2009 – Jahrgangspräsentation im Weingut Clemens Busch, Pündericher Marienburg.

* 30. August 2009 – 2. Worphauser Nudelfest, hier präsentieren Erzeuger hochwertiger Lebensmittel ihre schmackhaften und gesunden Produkte. Die Aussteller und Ausstellerinnen: herb’s Kräutergärtnerei, Nuttel | Gärtnerei Kronacker, Vollersode | Milchschafhof Brünjes, Bremervörde | Pilzzucht Adelhorn, Drentwede | Regional und Gut, Sulingen | San Vicario, Burscheid | Imkerei Schmidt/Schwietz, Worphausen | Antonett Briese Nudelmanufaktur, Worphausen | Claus Russin, Objekte und Installationen, Bremen | KALO, Schönes aus Papier, Oldenburg | Hafedh M’sehli, Metallobjekte & Mosaik, Bremen| Cornelia Riemer, Flinke Nadel, Osterholz-Scharmbeck… & mehr
Anfahrt und Info finden Sie hier.

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Wo sich Weinqualität und Design ergänzen – Weingut A. Diehl in Edesheim

(Christoph Hinderfeld c.h. 29.08.2009) Über Christoph Ziegler von den “medienagenten” in Bad Dürkheim bin ich auf ein wirklich empfehlenswertes Weingut aufmerksam gemacht worden, dem ich einen kleinen Beitrag im Kontext Geschmackshandwerk und Design widmen möchte – das Weingut A. Diehl aus Edesheim in der Pfalz.

www.medienagenten.de

Besonders auch deswegen, weil Andreas und Alexandra Diehl gerade vor einigen Tagen für das Corporate Design des Wein- und Sektguts A. Diehl mit dem Red Dot Award 2009 ausgezeichnet worden sind.

Das neue Corporate Design des Weinguts erzählt dabei in kürzester Form die Geschichte einer Begegnung mit einer guten Flasche Wein. Hervorgehoben werden auch die Eckpfeiler der Unternehmensphilosophie: Geradlinigkeit, Authentizität und absolute Sortenreinheit der Weine.

Die in Edesheim (das zwischen Neustadt an der Weinstrasse und Landau liegt – einen kleinen Ausflugstipp aus einem Beitrag der letzten Wochen findet man hier) praktizierte Sortenreinheit fand ihren Niederschlag in einer neuen Kategorisierung der Weine: Die Cuvées nennen sich „drei zu eins“, und die sortenreinen Weine sind auf dem Etikett mit „eins zu eins“ bezeichnet. Denn hier schmeckt ein Riesling eben auch „eins zu eins“ nach Riesling.

Die Kollektion die ich gestern probieren konnte – ob Riesling, Burgunderrebsorten oder der einfache aber umso herzhaftere Müller-Thurgau – war in sich überaus stimmig, frische, sortentypische Weine die Spaß machen und bei denen Preis und Leistung in einem sehr angenehmen Verhältnis stehen. Und genau das ist ja im Hinblick auf gewisse Hypeverwerfungen mancher deutscher “Spitzenwinzer” nicht überall selbstverständlich.

Der Autor ist Vorsitzender des Beirats der “Die Zunft AG” und Mitgründer des Zunft[instituts].

Nachhaltigkeit erlebt den verdienten Aufschwung: Ein weiterer virtueller Marktplatz für regionale und nachprüfbare Lebensmittel – “lokalgold.de” in Hamburg

(Kira Hinderfeld k.h. 27.08.2009) Vor einigen Wochen haben wir schon über sehr erfreuliche und spannende Entwicklungen für manufakturelle und regionale Geschmackshandwerksprodukte im Internet berichtet, nun folgen Informationen zu einem spannenden Unternehmen in Hamburg: „lokalgold“.

Auf die Frage nach seinem Geschäftskonzept stand uns Björn Schäfer, Gründer und Kopf des jungen Unternehmens Rede und Antwort.

www.lokalgold.de

„Jeder kennt den einen oder anderen Spezialitätenhersteller der eigenen Heimatregion. Auf lokalgold.de kann man nun aber zwischen Anbietern aus ganz Deutschland wählen. Immer steht eine ausgesuchte Produktqualität und die Begeisterung des Herstellers für seine Erzeugnisse dabei im Vordergrund. Dabei müssen es nicht einmal so ausgefallene Köstlichkeiten wie Wein aus Kaffeebohnen sein. Oft reicht es schon, dass konsequent lokale Zutaten verwendet werden, um die Besonderheiten der Region in den Köstlichkeiten herauszuschmecken“, so Björn Schäfer. Somit steht lokalgold auch für die Förderung einer nachhaltigen und lokal geprägten Genusskultur, ganz im Sinne auch der Intentionen der „Zunftbewegung“. Ziel ist es hierbei, traditionelles Lebensmittelhandwerk und regionale Geschmacksvielfalt zu unterstützen und vielen Feinschmeckern in Deutschland zugänglich zu machen. Auf unsere Frage, wie denn nun ein Wein, der aus Kaffeebohnen gekeltert wurde schmeckt, antwortet Björn Schäfer ganz verschmitzt: „Probieren Sie es am besten selbst! – Aber Vorsicht: Vielleicht wollen Sie hinterher gar keinen herkömmlichen Wein mehr trinken.“

Nun denn, das wollen wir hier in der Pfalz nicht hoffen, aber viel Erfolg wünschen wir dem kreativen Team um den Gründer auf jeden Fall.

www.lokalgold.de

Weitsichtig ist auch die Kooperation, die lokalgold mit Geoflags, einem Dienst für die geografische Verortung von Personen und Orten, eingegangen ist. Ab sofort findet sich auf www.lokalgold.de ein Geoflags-Browser, mit dessen Hilfe alle gelisteten Produzenten übersichtlich in einer Deutschlandkarte dargestellt werden. „Best-practice“ also, die helfen kann, dass gute Dinge noch stärker als schon erkennbar wieder in den Focus der Verbraucher rücken.

Kira Hinderfeld ist Gründerin und Vorstand der „Die Zunft AG“.

Patrick Menard, Loire, Frankreich: Von Blaufüßen und Schwarzfederhühnern

(Hans-Georg Pestka hg.p. 26.08.2009) Die Ménards sind stolze Geflügelmänner. Patrick Ménard betreibt seinen Hof, ein Familienunternehmen par excellence, mit Sohn Mathieu, mit 5-10 Mitarbeitern (je nach Arbeitsaufkommen) und mit großer Sorgfalt und Traditionsbewusstsein. Den Hof gibt es schließlich schon seit ca. 1870. Da war Alfred Ménard, der Großvater des heutigen Besitzers, darauf spezialisiert, Puten nach England zu verschiffen. Zu einer Zeit, da von so etwas wie der EG nicht mal geträumt wurde.

www.pixelio.de

Der Ménard-Hof liegt in einem Wald in Ouchamps an der Loire. Hier gehen die Ménards ihrer Berufung nach: Sie schlachten, und zwar so würdevoll wie man schlachten kann. Zunächst aber sammeln sie mit einem eher bescheiden großen LKW von Bauern in der Gegend ihr Schlachtgut ein: Geflügel, das auf großzügig bemessenen Freigehegen läuft, pickt, badet, sich also natürlich verhält. Die Ménards pflegen besondere (und besonders gesunde) Hähnchen, Hühnchen, Perlhühner, Enten, Puten, Gänse und Kapaune (außerdem ein Nicht-Geflügel: Kaninchen) zu Genusswaren zu machen. Bis vor kurzem hatten sie eine echte Rarität im Angebot: die berühmte „La Geline du Touraine“, im Mittelalter als La dame noire bekannt und berühmt für ihr kompaktes, weißes, sehr zartes Hühnerfleisch. Nun sind die Helden der Ménard-Produktion die nicht minder köstlichen Schwarzfederhühner und Blaufüße, eine Kreuzung aus Bresse und Schwarzfederhuhn, die am Ende der Aufzucht mit Milch gefüttert wird („finition au lait“).

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Vernissage mit Objekten des Keramikkünstlers Simon Hof am 19. September 2009 in Wachenheim

(Kira Hinderfeld k.h. 24.08.2009) Herzlich einladen möchten wir Kunstinteressierte zu einer Vernissage mit Werken des Römerberger Keramikkünstlers Simon Hof am Samstag, den 19. September 2009. Die Vernissage beginnt um 17.00 Uhr in der Villa Wolf (Weinstrasse 1, D – 67157 Wachenheim an der Weinstrasse (bei Bad Dürkheim)) und soll später im Cafe Schellack am Wachenheimer Kirchplatz ausklingen.

Der Künstler
Simon Hof wurde 1967 in einem Arbeiterhaushalt in Mannheim geboren und ist dort auch aufgewachsen. Nach Studium und Lehrjahren (u.a. bei Young Jae Lee in Essen in der Keramischen Werkstatt Margretenhöhe) arbeitete er seit 2002 im Ruhrgebiet in seinem ersten eigenen Atelier, 2003 folgte der endgültige Schritt in die Professionalität und sein Beitritt zum Berufsverband Bildender Künstler BBK. Da ihm die Pfälzer Landschaft mit ihrem unvergleichlichen Licht fehlte, zog er 2004 wieder in die Nähe seiner alten Heimat Speyer nach Römerberg. Seitdem zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen besonders auch in der Region.

Torso (c) Simon Hof

Torso (c) Simon Hof

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Jürgen Zimmermann – Ein junger Winzer auf geradem Weg an die (Qualitäts-)Spitze

(Christoph Hinderfeld c.h. 20.08.2009) Gerade in den Tagen des diesjährigen Weinfestes im pfälzer Wachenheim habe ich es wieder gemerkt – wie wichtig doch Ruhe und Ausgeglichenheit für die Herstellung wertiger Genusshandwerksprodukte sind. Jürgen Zimmermann beherrscht dabei sein Metier mittlerweile perfekt und dies in aller Ruhe. Er bewirtschaftet in Wachenheim an der Weinstrasse an der Mittelhaardt das von seinem Vater Emil nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete Weingut in der zweiten Generation.

Blick auf Forst

Blick auf Forst

Der ehemalige Gemischtbetrieb umfasst heute insgesamt zehn Hektar Rebfläche, unter anderem in den Wachenheimer Spitzenlagen Königswingert, Fuchsmantel, Gerümpel und Schlossberg.

Die Qualitäten des mittlerweile auch von den einschlägigen Weinpublikationen hoch gelobten Weingutes entstehen primär im Weinberg. Die selektive Handlese beginnt dabei sehr spät. Nach einer gezügelten Gärung, die nach vier bis acht Wochen beendet ist, erfolgt der weitere Ausbau der Weine teils im Edelstahl, teils im Holzfass. Jürgen strebt dabei einen eher schlanken, eleganten und finessenreichen Rieslingtyp mit gut eingebundener Säure an.

Neben exzellenten Rieslingweinen umfasst der Sortenspiegel des Betriebs die klassischen Burgundersorten, dazu einen für die Region gut geeigneten Mix aus Chardonnay, Scheurebe, Gewürztraminer, Silvaner und Müller-Thurgau – aber auch seine Cabernet Sauvignons, Merlots und Sauvignon Blancs sollte man nicht verachten.

Der Autor ist Vorsitzender des Beirats der “Die Zunft AG”.

Reisewege zum Genuss – Holger Blank, Blank Roast, Kaffeerösterei in Bad Dürkheim

(Hans-Gerd Staschewski sta 16.08.2009) Bad Dürkheim auf der Umgehungsstraße links liegen lassend fahren wir direkt in ein Gewerbegebiet. Unscheinbar liegt der kleine, zweckmäßige Gewerbebau dort, so dass ich ihn erst im zweiten Anlauf gefunden habe. Nichts lässt vermuten, welche geschmacklichen Überraschungen dort auf uns warten.

Den Eingangsbereich beherrscht eine Kaffeemaschine, die darauf wartet Espresso, Kaffee oder auch Cappuccino für verwöhnte Gaumen zu produzieren. Ruhig ist es an diesem Wochenende in den Räumen, (ein Eindruck, der sich bei meinem zweiten Besuch auf meiner Heimreise ins Gegenteil verkehren wird), und Holger Blank widmet uns viel Zeit, um uns mit einigen Details seiner Arbeit bekannt zu machen.

Holger Blank erklärt seine Arbeit

Holger Blank erklärt seine Arbeit

Während der Chef uns vorführt, wie bei ihm die Kaffeebohnen geröstet werden, erklärt er uns, von wo er seine öko-zertifizierten Bohnen bezieht. So ferne Länder wie Mexiko, Indien, Brasilien, Tansania oder auch Guatemala nehmen durch den Aufdruck auf den Kaffeesäcken für uns Gestalt an. Überraschend für mich ist dann die Aussage Holger Blanks, dass er für viele seiner Röstspezialitäten sortenrein röstet. Während große Röstereien ganz besonders die Mühe erwähnen, die sie für ihre Blendings an den Tag legen, setzt Blank Roast auf Sortenreinheit. Sollten hier die regionalen Wurzeln der Herkunft dieser Firma in einer Weingegend die Entscheidung für diese Wahl beeinflusst haben? Dieser Gedanke führt nicht nur auf die richtige Spur, sondern macht uns auch noch mit einer weiteren Besonderheit bekannt. Holger Blank gibt Stückchen von altem Rebholz (Knorze) mit in die Rösttrommel, um, wie er sagt, die individuellen Aromen der einzelnen Kaffeesorten wachzuküssen. Dabei setzt Blank Roast auf deutlich längere Röstzeiten bei niedrigeren Temperaturen, als sie z.B. in der Industrie üblich sind.

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Auf den Spuren des Genusses: Geschmackshandwerker und Geheimtipps in der Pfalz – Teil 2 – Mittelhaardt

(Christoph Hinderfeld c.h. 15.08.2009) In meinem ersten Beitrag zu Geschmackshandwerkern in der Pfalz hatte ich vor einigen Wochen über einige lohnenswerte Orte an der südlichen Weinstrasse und in der Umgebung von Neustadt berichtet. Heute komme ich in die Nähe von und an meinen Heimatort Wachenheim.

Villa Wolf in Wachenheim

Villa Wolf in Wachenheim

Beginnen möchte ich mit Forst an der Weinstrasse, ohne Ihnen die aus meiner Sicht netten Adressen in Deidesheim zu verschweigen. Hier möchte ich die Weingüter Bassermann-Jordan, Josef Biffar, Reichsrat von Buhl und Dr. Deinhard erwähnen, sowie die Gastronomiebetriebe und Weinstuben Dr. Kern, Freundstück, Schwarzer Hahn, St. Urban, das Turmstübl, den Weinschmecker und das Restaurant zur Kanne. Viel Neues gibt es von der gläsernen Manufaktur für kandierte Früchte bei Biffars zu berichten, aber dazu evtl. ein anderes Mal mehr.

(c) Albission www.pixelio.de

(c) Albission www.pixelio.de

Nun aber zu Forst an der Weinstrasse: Forst ist ein ganz idyllisches, fast idealtypisches “Slow Village” an der Weinstrasse zwischen Bad Dürkheim und Deidesheim gelegen. Hier könnte man eine ganz Liste von empfehlenswerten Genusshandwerksangeboten aufzählen.

Da gibt es zum einen eine ganze Reihe von wirklich lobenswerten Weingütern, vom Lucashof über Georg Mosbacher, Eugen Müller, Werle Erben bis zu Acham-Magin und einige traditionelle Weinstuben, bei denen wirklich noch Preis, Qualität und Anspruch in einem reellen Verhältnis stehen. Nennen möchte ich hier besonders die schönen gastronomischen Orte in der Gutsschänke Spindler, der Gutsschänke Acham-Magin und in der Winzerstube zum Forster Ungeheuer. Besonders gut gefällt es mir derzeit im “Zum kleinen Prinz”. Hier bekocht und bewirtet seit etwas über einem Jahr der junge Dominik Grünwedel seine immer zahlreicher werdenden Gäste. So wie es sein sollte, mit einer Lust weckenden kleinen Speisekarte, einem aufmerksamen und freundlichen Service und einer wirklich guten Weinauswahl, u.a. von Georg Mosbacher, Lucashof und Eugen Müller. Seine ambitionierte, regionale Küche kommt ohne “Schnickschnack” auf den Punkt und bietet eben auch preislich eine faire Leistung. Sollte es Sie also einmal zu einem Wochenendtrip in die “Pfalz am Rhein” ziehen, dann haben Sie schon einmal einen Tipp für einen schönen Abend.

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Aus Liebe zum Leder – Der Leder-Designer Tim Johl in Walldorf

(Christoph Hinderfeld c.h. 13.08.2006) Tim Johl ist Spross einer alten „Lederdynastie“, seine Vorfahren gründeten die Lederfabrik Seeger in der Nähe von Offenbach am Main. Wie aber schon so viele Orte, die einstmals für Kompetenz- und Verfahrenswissenscluster standen, ist diese „Herrlichkeit“ mit dem Niedergang selbst so global aufgestellter Firmen wie „Goldpfeil“, die vor einiger Zeit den Weg in die Insolvenz antreten mussten, leider vorbei.

Entwurf Tim Johl

Entwurf Tim Johl


Heute lebt und arbeitet Tim Johl in Walldorf in der Kurpfalz im nördlichen Teil von Baden-Württemberg. Als er 1991 seine Marke Colin´s ins Leben rief, setzte er es sich zum Ziel, eine Lederwarenkollektion zu entwerfen, die klar in der Form ist und deren Produkte sich durch ihre Langlebigkeit auszeichnen. Besonders wichtig erschien ihm eine hohe handwerkliche Verarbeitung in Verbindung mit der Präzision im Detail.

Vor einigen Jahren lernte Tim Johl den Schweizer Designer Alfredo Häberli während der Designer´s Saturday Veranstaltung in Düsseldorf kennen. Alfredo Häberli referierte vor einem kleinen und designinteressiertem Publikum im Kommödchen und stellte seine Arbeitsweise als Designer vor. Tim Johl war sofort von der kreativen und innovativen Arbeitsweise begeistert, mit welcher er die vielfältigsten Designherausforderungen angeht. Nach dem Vortrag kam es zum Gespräch und es wurde sehr schnell klar, ob der gemeinsamen Wellenlänge, daß eine interessante Zusammenarbeit anstehen würde.

Einige seiner Kreationen werden Sie dann auch im ersten „virtuell-realen“ Zunft[laden] in Berlin finden.

Mode-Design und Taschen aus nachhaltigen Materialien – traditionsWerk in Fürth in Mittelfranken

(Kira Hinderfeld k.h. 07.08.2009) Dass Impulse für eine nachhaltige Entwicklung stetig und immer intensiver gedeihen, ist an vielen Ecken der Republik erkennbar.

Tasche (c) traditionsWerk

Tasche (c) traditionsWerk

Ein besonders gelungenes Beispiel sind die handgefertigten Taschen und veredelten Einzelstücke, Accessoires und die exklusiven Modestücke, die Sonja Born unter ihrer Marke traditionsWerk in Fürth in Mittelfranken entwirft. Produziert werden die individuellen Teile übrigens schon seit Jahren ausschließlich im eigenen Atelier in Deutschland.

Filztasche (c) traditionsWerk

Filztasche (c) traditionsWerk

Dabei geht sie gerne unkonventionelle Wege. Nachhaltigkeit ist dabei ein wesentlicher Teil der Philosophie. Und Nachhaltigkeit beginnt für Sonja Born bei der ersten Idee für ein neues Produkt, begleitet sie bei den Skizzen, beim Entwurf und setzt sich fort in der Auswahl der Materialien. Sie setzt dabei auf umweltverträgliche und nachwachsende Rohstoffe wie Naturbambus, Wildseide, Filz und Jute und greift auch gern auf Schätze aus Omas Zeiten zurück. Baumwollstoff, Spitze und Seide aus vergangenen Tagen treffen dabei auf zeitgemäßes und exklusives Design. So entstehen bei traditionsWerk auch aus wertvollen kleinen Resten nützliche Alltagsbegleiter, wobei auch gezeigt wird, dass trendig nicht nur schön, sondern auch umweltbewusst sein kann. Mit einzigartigen Unikaten präsentiert traditionsWerk exklusive praktische Taschen und Accessoires, wunderschöne Schmuckstücke, die für jeden Anlass geeignet sind und täglich benutzt werden sollten. Mit Liebe zum Detail und viel Herzblut fertigt man in Fürth auf Anfrage auch gerne individuell für Sie.

Die Autorin ist Gründerin und Vorstand der “Die Zunft AG”.

Krisenbewältigung (am Beispiel eines Rumpsteaks)

(Andreas Langholz a.l. 06.08.2009) Als ich im dritten Quartal des letzten Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahr 1975, zum ersten mal das T-förmig zusammengenagelte Rundhölzchen in die Finger bekam, um damit Teig auf einer heißen Platte in kreisender Bewegung gleichmäßig dünn zu verteilen, ahnte ich nichts von den riesigen Problemen an deutschen Herden.

mag_EPfannegrossDas mag daran gelegen haben, dass ich in meiner Familie damit nicht in Berührung kam, denn weder meine Mutter, noch meine Großmutter brachte PTFE zum Einsatz, um mir eine ahnungslose Ostseescholle oder eine Kotelett von Onkel Johannes Sattelschweinen lecker zu braten. PTFE, ein Material, das Roy Plunkett im Jahr 1938 eher zufällig entdeckte, für das die Firma DuPont 1941 ein Patent eintragen ließ und welches der französische Chemiker Marc Gregoire benutzte, um Angelschnüre zu ummanteln – der leichteren Entwirrung wegen. Erst seine Ehefrau Colette hatte die Idee, Pfannen damit zu beschichten. Das Ergebnis kam unter dem Namen „Teflon“ auf den Markt – die erste Krisen-Zutat.

Von all dem ahnte ich nichts in meiner Vier-Quadratmeter-Bude an der Timmendorfer Strandpromenade. Ich buk Crệpes suzette, rief lecker, lecker, lecker, wenn ich Grand Marnier auf die Dinger kippte und erklärte den Kindern: „ein Crệpe mit Apfelmus gibt Kraft und Energie – in nur zwei Minuten vom Mund direkt in den Oberarm“.

Ich ahnte auch nichts davon, dass ein Pflanzenfett …

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Wie Phönix aus der Asche – Die Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg im Kraichgau

(Christoph Hinderfeld c.h. 05.08.2009) Seit Anfang diesen Jahres gibt es bemerkenswerte Regionalentwicklungsimpulse aus dem badischen Kraichgau, ca. 3o km südlich von Heidelberg entfernt, zu vermelden.

Heitlinger_EtiHier hat Claus Burmeister, VDP-Präsident im Anbaugebiet Baden und schon seit einigen Jahren der önologisch verantwortliche Leiter auf dem Weingut Burg Ravensburg in Sulzfeld mit der Weinlese 2008 gemeinsam mit einem Kreis von Investoren und mit beratender Unterstützung durch Manfred Schwarz vom Heidelberger Spitzenrestaurant “Schwarz – Das Restaurant” begonnen, das Weingut Heitlinger mit dem Weingut Burg Ravensburg gemeinsam weiterzuentwickeln. Beide Weingüter werden separat geführt – aber in bester Form kooperativ vernetzt.

Nachdem der Auftakt der Neupositionierung …

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Zwei “Geschmackshandwerker” gleichen Namens auf (lokal) engstem Raum – Das Apfelgut Zimmermann in Wachenheim

(Christoph Hinderfeld c.h. 02.08.2009) Vor einigen Tagen hatte ich ja schon an gleicher Stelle über den Spitzenwinzer Jürgen Zimmermann in meinem Heimatstädtchen Wachenheim berichtet, prompt möchte ich diesem Bericht einen über seinen Vetter Peter Zimmermann folgen lassen.

ZimmermannTVHaben Sie schon einmal von Wintercalville oder Blenheim gehört oder gelesen? Die Geschichtskundigen unter Ihnen werden evtl. schon einmal vom Blenheim Castle gehört haben – anbei einige Erklärungen aus der Wikipedia: „Blenheim Palace bei Woodstock in der Grafschaft Oxfordshire gehört zu den größten und bekanntesten Schlössern Englands. Es wurde für John Churchill, den ersten Duke of Marlborough während der Regierung von Queen Anne als Belohnung für seine militärischen Erfolge im Spanischen Erbfolgekrieg (Sieg bei der Schlacht von Höchstädt an der Donau – eben bei Blienheim) und bei Bürgeraufständen gebaut. In dem Schloss erinnert heute eine permanente Ausstellung an den bekanntesten Nachfahren des Herzogs, Winston Churchill, der 1874 hier geboren wurde.“

Nun denn, mit so namhaften Persönlichkeiten wie Churchill …

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