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(Kira Hinderfeld c.h. 28.01.2010) Schon im vergangenen Jahr hatten wir über zwei spannende „Startups“ im Geschmackshandwerksbereich berichtet, über Lokalgold und Kisju.

Seit Herbst des vergangenen Jahres gibt es eine interessante Story aus Berlin – Mykona. Hier kann jeder selbst bestimmen, woher er seinen sortenreinen Kaffee erhält. Einfach auf www.mykona.de eines der 11 Länder besuchen und den gewünschten Kaffee auswählen, kurz darauf wird er weltweit nach Hause oder ins Büro geliefert.
Dabei kommen die Kaffees direkt aus dem jeweiligen Ursprungsland von einer Plantage. Vor dem Versand werden die Kaffees in nur kleinen Chargen frisch geröstet und nochmals handverlesen. Auf dem Blog von mykona gibt es weitere Hintergrundinformationen zu den Plantagen und Farmern.
Die Idee zum eigenen Kaffee kam während dem Zivildienst. Michael Flingelli (23) hat neben dem eigentlichen Job an einer High School auf Hawaii auch auf einigen Kaffeefarmen gearbeitet. Zurück in Deutschland hat er für Familie und Freunde weiterhin Kaffee direkt von der Lieblingsfarm importiert. Der Architekturstudent hat das kleine Kaffee-Unternehmen im Februar 2009 zusammen mit Ariel Levin (24) nach der erfolgreichen Teilnahme am Gründungswettbewerb der FU Berlin gegründet.

“Wir wollten aber nicht nur leckeren Kaffee direkt von der Farm nach Deutschland holen, sondern auch der Kaffeeverpackung ein zeitgemäßes Design verpassen und ohne die vielen Zwischenhändler hohe Frische und einen guten Preis garantieren”, sagt der Student für Kommunikationsdesign Ariel Levin (24).
Alle mykona Kaffees sind 100% Arabica, sortenrein und kommen direkt aus den jeweiligen Ursprungsländern von einer Plantage. Nach Möglichkeit auch biologisch angebaut. Momentan gibt es neben den 11 unterschiedlichen Ländersorten auch zwei Espresso-Röstungen. “Maßgeblich für den Erfolg bei dem Wettbewerb war, dass wir u. a. das KaDeWe Berlin als unseren ersten Kunden für Kaffee gewinnen konnten”, sagt Michael Flingelli. Unterstützung bekommen die beiden Studenten auch von Norbert Goldberger. Er ist Diplom-Kaffeesommelier und liefert neben frisch gerösteten Kaffees auch Hintergrundwissen und spannende Geschichten zu den Bohnen. Es gibt auch schon neue Ideen für die nahe Zukunft. “Wir arbeiten gerade auch zusammen mit einem Schweizer Chocolatier an der Veredelung von unserem hawaiianischen Kona Kaffee”, verrät Ariel Levin. Man darf also auch weiterhin gespannt auf neue Kaffee-Produkte aus Berlin bleiben – und wir freuen uns natürlich auf eine Kooperation ab Herbst in der historischen Arminiusmarkthalle in Tiergarten-Moabit. Mehr Informationen über mykona finden sich unter www.mykona.de.
(Christoph Hinderfeld c.h. 10.01.2010) Wie doch manchmal die Zufälle sind. Hatte ich vor einigen Wochen auf einem der kulturell und regional etwas aktiveren Fernsehsender schon einen Film über den fränkischen Rotweinwanderweg gesehen, ergab sich nun kurzfristig die Gelegenheit eines Abstechers ins tief verschneite Klingenberg, einer romantischen Kleinstadt, etwa 25 km von Aschaffenburg entfernt in der Metropolregion Rhein-Main gelegen.
Die Stadt liegt unmittelbar an der hessischen Grenze am Untermain am Fuße des Spessarts und links des Mains an den Odenwald grenzend. Markant sind die Weinberge oberhalb der Clingenburg mit ihren terrassenförmigen Steillagen, der Hohberg (Richtung Erlenbach) und der Schlossberg (Richtung Großheubach), an denen unter anderem der bekannte Klingenberger Rotwein angebaut wird (vorwiegend Spätburgunder und Portugieser).
Mit dem Weingut der Stadt Klingenberg, das Mitglied im renommierten Verband der Prädikatsweingüter (VDP) ist, begann ein überaus erfreulicher Nachmittag.
Das Weingut baut seit Jahrzehnten nennenswerte Rot- und Weißweine an, deren Körper und Frucht von Terrassensteillagen auf Buntsandsteinboden und dem milden Klima am Main geprägt sind. Schon früh hat man hier die Notwendigkeit eines Umdenkens bei der Weinbergs-Bewirtschaftung zu einer auf ökologische Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschaftsweise erkannt. Lobenswert ist zudem die Kooperation mit der Lebenshilfe – einfach praktizierte „best practice“.
Sehr erfreulich dann auch die Kollektion des ja nicht überall unproblematischen Jahrganges 2008, die Betriebsleiter Helmut Stark-Nothelfer bemerkenswert gelungen ist. Blitzsaubere Weine, die angefangen beim Müller Thurgau über die unterschiedlichen Rieslinge bis zum gut gemachten Cuvee viel Trinkfreude versprechen. Für seine Rotweine ist Klingenberg weit über die Region bekannt, neben den terroirgeprägten Spätburgundern sind auch der Zweigelt und der barriquegereifte Portugieser eine Reise wert.

Einen würdigen Abschluß erfuhr der Nachmittag dann durch einen Besuch des gegenüber des Klingenberger Bahnhofs (über den man übrigens in weniger als einer Stunde das Zentrum der Metropolregion erreichen kann) gelegenen Restaurants „Schöne Aussicht“.
In dem Familienbetrieb wird schon seit Jahren eine veredelte Regionalküche gekonnt praktiziert, was nicht verwundert. Rainer Straub absolvierte nämlich neben anderen Stationen seine Lehre auch als Koch im Schloss Lehen in Bad Friedrichshall. Im Sommer kann man auf einer schönen Terrasse direkt über dem Main mit wunderschönem Blick auf die Clingenburg speisen. Viel Spaß macht dabei auch der Blick auf die Karte. Hoch erfreulich schon als Vorspeise das Ochsenschwanzragout auf Selleriepüree & Schalottenkompott, wunderbar zubereitet die geschmorten Ochsenbäckle auf Petersilienwurzelpüree & Shii Take Pilzen, begleitet von einem schönen Klingenberger Spätburgunder. Nicht entgehen lassen sollte man sich dann zum Abschluss eines überaus angenehmen Essens die Creme brulée vom Karamell mit Birnensorbet und die wirklich umfängliche Auswahl von Edelbränden aus der Region. Alles in allem eine ganz besonders erfreuliche Regionalküche mit Pfiff. Die Weinkarte mit zahlreichen Weinen aus den Klingenberger Lagen und weiteren namhaften Weingütern anderer Anbaugebiete ist zudem überaus umfänglich – und der Bahnhof mit guter Verbindung in die Metropolregion Rhein-Main liegt ja gleich gegenüber.
Nun sind beide beschriebenen Orte guter Geschmackshandwerker beileibe nicht der einzige Grund für einen Besuch am Untermain. Klingenberg hat mit den zahlreichen nennenswerten Angeboten in der nahen Nachbarschaft noch mehr Potential, ein immer wieder besuchenswerter Ort einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu werden. Einige weitere Beispiele finden Sie auch im Zunft[wissen].
Christoph Hinderfeld ist Vorsitzender des Beirats der „Die Zunft AG“.
(Christoph Hinderfeld c.h. 07.01.2010) Die Entwicklung und Revitalisierung regionaler Spezialitäten ist einer der überaus positiven Effekte bei der jetzt immer stärker erkennbaren Rückbesinnung auf traditionelle Werte. So auch bei einem Beispiel aus dem südungarischen Weinanbaugebiet Villány.
Das Weingut Wassmann Pince Bt. wurde hier 2002 von Ralf Waßmann und Susann Hanauer als erstes Bioweingut der Weinbauregion Villány-Siklós gegründet. Ralf Waßmann hatte in Geisenheim Weinbau und Getränketechnologie studiert, Susann Hanauer ist Juristin und Weinprüferin.
Die im Villány bewirtschaftete Fläche beträgt 2 Hektar, wobei Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, Kékfrankos (= Blaufränkisch oder Lemberger), Portugieser, Chardonnay und Olaszrizling (= Welschriesling oder italienischer Riesling) die Rebsorten sind, die hier in Mischkultur mit Wildkräutern, Mandel- und Obstbäumen prächtig gedeihen. Die Weine sind Qualitätsweine bis hin zu Premiumweinen DHC Villány, die auf nationalen Weinwettbewerben regelmäßig mit Gold bzw. Silber dekoriert werden.

Das Weingut Wassmann ist eine Weinmanufaktur im wörtlichen Sinne. Ihre 2 Hektar bearbeiten Susann und Ralf zu zweit mit Hilfe kleiner Maschinen, die den Boden nicht verdichten. Die Lese geschieht natürlich auch von Hand und im Keller findet sich außer einer kleinen Abbeermaschine und einer mechanischen Presse keine Technologie. Die Rotweine vergären in offenen Holzbottichen, die Weißweine im Edelstahltank. Ausgebaut werden die Weine in kleinen ungarischen Eichenholzfässern und gebrauchten Barrique aus Bordeaux und Burgund.
Im Weinberg verzichten die Biowinzer auf Kunstdünger und chemische Spritzmittel, düngen stattdessen mit Kompost aus den Pferdeäpfeln Ihrer Islandpferde. Auch säen sie Kräuter und vielerlei Klee ein, so kann der Wind keinen wertvollen Humus davon tragen und mit ihren Wurzeln lockern die Gründüngungspflanzen den Boden und sammeln gleichzeitig mit ihren Knöllchenbakterien Nitrat aus der Luft. So ernähren sie die Reben, erfreuen mit ihrer Blütenpracht das menschliche Auge, bieten zahlreichen Nützlingen Lebensraum und Nektar als Nahrung und nicht zuletzt laben sich auch Hase und Rehwild an ihnen (und nicht an den Reben). So sind diese Weinberge lebendige Biotope, wo vitale Reben erstklassige Trauben hervorbringen.
Im Keller bewahrt Ralf Waßmann dieses natürliche Geschenk des Bodens, der Sonne und des Regens und verwendet für die Klärung und Filtration (wenn überhaupt nötig) nur natürliche Stoffe, wie z.B. Tonerde oder Kieselsol. Auch schwefelt er nur sehr wenig.
In Ungarn hat der Biozertifizierer Biokontroll Hungária Kft. HU-ÖKO-01 hierzu klare Regeln erlassen, so dass Wassmann-Weine sich “Bioweine” nennen dürfen, statt der fast überall in Europa (mangels Verordnung für den Weinausbau) vorgeschriebenen Bezeichung “Wein aus ökologisch erzeugten Trauben”.
Freuen wird es uns, wenn wir ab Ende 2010 die Weine aus dem schönen Südungarn auch in der Zunft[halle] Arminiusmarkthalle in Berlins Mitte neben anderen innovativen Winzern präsentieren können. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie auf der Website des Weingutes.
(Christoph Hinderfeld c.h. 30.12.2009) Wachenheim an der Weinstrasse ist eine liebens- und lebenswerte Kleinstadt an der Mittelhaardt im Landkreis Bad Dürkheim in der Pfalz. Bekannt ist es vor allem durch seine namhaften Weinlagen und Weingüter.

Wachenheim könnte einer der wahrnehmbaren Orte für eine „best practice“-Entwicklung von kleinen und mittleren Städten zu sogenannten „Creative Villages“ oder „Slow Cities“ und einer gelebten nachhaltigen Entwicklung werden. Einige nachhaltig arbeitende Betriebe und deren wertige Angebote lohnen schon jetzt den Besuch in Wachenheim.
Vorhandene Leerstände sollen dabei neuen Nutzungen zugeführt werden, damit auch in Zukunft Wohnen, Leben und Arbeiten im Gleichgewicht in Wachenheim Realität bleibt. Im Hinblick auf einen möglichen ILEK-Prozess mit der Verbandsgemeinde Deidesheim könnte hier für gemeinsame Nutzungen auch eine identitätsstiftende Räumlichkeit im Sinne eines „Hauses der Region“ geschaffen werden.
Hier können Sie weiterlesen.

(Kira Hinderfeld k.h. 09.12.2009) Am 8. Dezember 2009 präsentierten 16 Profi- und Nachwuchs-Designerinnen verschiedener kultureller Herkunft und Nationalität ihre Kreationen einer Jury und geladenen Gästen. Ihnen gemeinsam ist das Credo: Keine Lust auf Massenware. Eingeladen hatte das ATELIER CULTURE – der Wiesbadener NÄH Salon mit Näh-Café.
Sie kommen aus Brasilien, Deutschland, Marokko, Pakistan, Russland und Syrien – alle leben seit Jahren in Wiesbaden – und hatten die Aufgabe, eigene Modelle zu kreieren und zu realisieren. Über drei Monate schneiderten sie und übten, sich und ihre Arbeiten zu präsentieren. So unterschiedlich die Herkunft der Kreativen, so vielfältig ihre Projektarbeiten: von der feinen Hose über das elegante Abendkleid bis zum traditionellen Gewand. Gemeinsam ist allen, dass es Unikate sind.
Was als interkulturelles Stadtteil-Projekt im Mai 2009 begann entwickelte sich in kurzer Zeit zu einer Anlaufstelle für Nähhungrige und solche, die es werden wollen. Konsequenterweise geht das ATELIER CULTURE zum Jahresanfang in die unternehmerische Eigenständigkeit und öffnet seine Räume als Näh-Café und mit Näh-Events für jeden, der Lust auf eigene Näh- und Kreativprojekte hat – für Kinder, Frauen und Männer.
„Ins Näh-Café kommen Hobbyschneiderinnen und Interessierte mit Lust am Selbermachen, die ihr Wissen gern mit anderen teilen möchten und auch mal eine Inspiration für ein neues oder noch unfertiges Nähprojekt brauchen. Die Leute haben die Freiheit, einfach hereinzukommen und gleich loszulegen – ohne Termine. Die gemütliche Atmosphäre zieht unterschiedliche Kulturen und Altersgruppen an. Das macht unsere Arbeit hier so spannend“ so die Unternehmerinnen. Im Näh-Café stehen moderne Maschinen zum nähen, ketteln und sticken zur Verfügung, fachkundige Beratung inklusive. Vom Projekt zum Unternehmen war das Ziel, welches die Projektleiterinnen Rachida Madrouni und Anke Trischler mit überregionalen und internationalen Kooperationspartnern realisierten.
Mit ihrem innovativen Konzept und der raschen Entwicklung zum Unternehmen haben die Macherinnen bereits bundesweite Anerkennung erhalten. Das ATELIER CULTURE erhielt jüngst die Ernennung zum „Ausgewählten Ort 2010 im Land der Ideen“ vom Bundespräsidenten Horst Köhler. Nächster offizieller Termin auf dem sich füllenden Atelier-Kalender ist der Empfang am 21.12.2009 in der Staatskanzlei und Würdigung durch Ministerpräsident Roland Koch.
Mit dieser ersten Präsentation im Rathaus empfahl sich das Näh-Café im ATELIER CULTURE erstmals der Öffentlichkeit. Termine für 2010 sind in Vorbereitung. Wer nicht warten will, hat die Möglichkeit, das Näh-Café an den Schnuppertagen zu besuchen: am 16.12. und 18.12. (ab 14 Uhr) und 17.12. (10 – 17 Uhr) im spannenden Wiesbadener Stadtteil Biebrich.
Weitere Informationen finden sich hier.
(Kira Hinderfeld k.h. 16.11.2009) Zum Gläsernen Salondinner luden Rita Worm und Christine Klauder am 14. November 2009 in die Farbglashütte Lauscha im Thüringer Wald ein.
Salondinner? Noch nie gehört?

Salons waren ursprünglich Treffpunkt adliger und intellektueller Kreise, um Gedanken auszutauschen, sich den schönen Künsten zu widmen und Kontakte zu pflegen. In den Salons wurde philosophiert, diskutiert und debattiert, Künstler stellten ihre Werke vor, manch innovative Idee wurde entwickelt und die geistreiche Geselligkeit als Lebensstil gepflegt.
Qualität, Kultur und Vielfalt stehen im Mittelpunkt des Salons – damals wie heute. Von Susanne Ritzenhoff aus Köln stammt die Idee des „Salondinners“. Ausgehend von Köln initiierte sie seit 2008 in Hamburg, Berlin, Potsdam, Baden-Baden, Frankfurt und vielen anderen Regionen bereits die unterschiedlichsten Themenveranstaltungen rund um den Genuss. Dieser bezieht sich nicht nur auf schönes Essen und guten Wein, sondern auch auf Kunst, Kultur und anregende Gespräche. Ohne aufgesetzt zu wirken, werden all diese Komponenten entsprechend dem Dinner-Thema ansprechend ästhetisch inszeniert. Im Mittelpunkt der Salondinner stehen die Gäste, die sich wohlfühlen und inspirieren lassen können.
Christine Klauder, die Moderatorin der mitteldeutschen Salondinner-Gruppe, hat die Idee 2008 erstmalig nach Thüringen importiert. Neben Genüssen für den Gaumen, spannenden Kultur-Themen und interessanten Akteuren legt Frau Klauder auch ein besonderes Augenmerk auf die Wiederbelebung und Wertschätzung von Tischkultur. Für die für ihre Salondinner gewählten, außergewöhnlichen Tischinszenierungen arbeitet sie eng mit regionalen und überregionalen Glas- und Porzellan-Herstellern zusammen.
Das erste Thüringer Salondinner fand Anfang Dezember 2008 im Haus Schulenburg in Gera statt. Gera als Stadt der Moderne, aber auch die wunderschöne Villa bildeten die Vorlage für das Thema “Salonkultur 1914“. Im Fokus dieser Veranstaltung standen die Themen Literatur, Fotografie und Architektur, welche in authentischer Atmosphäre für den Gast sinnlich erlebbar gemacht wurden.
Im April 2009 folgte das „Bauhaus-Salondinner“ im Neuem Museum Weimar, bei dem das Thema „Bauhaus“ in den unterschiedlichsten Facetten beleuchtet wurde.
Das Salondinnertreffen im Juli 2009 mit dem Fokus auf Mode, Musik und Tanz führte die Salonfreunde zu den Dornburger Schlössern. Nach einem sinnlich-sommerlichen Buffet im wunderschönen Schlosspark am Nachmittag kamen die Besucher in den besonderen Genuss einer Cabriomodenschau vor der einzigartigen Kulisse des Rokoko-Schlosses sowie eines großen Sommernachtsballs mit Tangoworkshop und einer spektakulären Tangoshow.
Am 14. November 2009 inszenierte Christine Klauder nun gemeinsam mit Rita Worm vom Hotel Schieferhof in Neuhaus ein beeindruckendes „Gläsernes Salondinner“ mit einer wunderschönen Tafel mitten in der Produktionshalle der Farbglashütte Lauscha.

Die filigranen Kreationen wurden exklusiv für Ort und Anlass von der Berliner Designerin Tatjana Tschapurgina kreiert. Neben einem Rundgang durch die Hütte führte der dänische Glaskünstler und Materialvirtuose Peter Kuchinke direkt am Ofen ausgefallene handwerkliche Techniken vor. Zum Abschluss des Rundganges stellte der Direktor des Lauschaer Glasmuseums Herr Schlüter die interessante Blaschka-Ausstellung im oberen Geschoß der Farbglashütte vor.
Zwischen den kulinarischen Höhepunkten eines winterlichen 5-Gänge-Menüs wurden die Gäste mit der glasklaren und beeindruckenden Stimme der Schweizer Sopranistin Maja Fluri und einer Feuershow des Duos „Feuerschwingen“ verzaubert.
Für die Zukunft sind weitere Thüringer Salondinner geplant, die verschiedene Regionen nacheinander in den Fokus nehmen. Eine besonders nennenswerte Initiative also, die für weitere regionalbezogene Themen Vorbildfunktion übernehmen sollte.
Weitere Informationen zur Farbglashütte Lauscha (und zu einigen der genannten Personen) finden Sie übrigens auch im Zunft[wissen].
(Christoph Hinderfeld c.h. 09.11.2009) War der kleine Ort Kapellen-Drusweiler bisher noch nicht als hochkarätiger Punkt in der Südpfälzer Weinlandschaft bekannt, so dürfte sich dies in naher Zukunft sicherlich ändern. Verantworlich dafür ist Martin Manderschied, der erst vor drei Jahren mit der Flaschenweinproduktion begonnen hat. Bereits im vergangenen Jahr hatte Manderschied mit goldenen Auszeichnungen bei der Kammerprämierung und dem internationalen Weinpreis Mundus Vini aufhorchen lassen. Ein weiterer erfolgreicher Schritt war die Auswahl eines Spitzen-Rieslings zum offiziellen Wein des Palatia-Jazz-Festivals, ehe das Weingut in den bekannten Eichelmann-Weinführer aufgenommen wurde. Die Vorstellung des Weingutes in der Wochenzeitung “Die Zeit” rundete das Bild ab.
Dass dies offensichtlich keine Eintagsfliegen waren, zeigte ich dann mit dem Weinjahrgang 2008, dessen Tropfen zuerst auf der Weinmesse ProWein in Düsseldorf und erst unlängst beim größten internationalen Weinwettbewerb “AWC-Vienna”, ausgezeichnet wurden. Bei der Verkostung in der österreichischen Hauptstadt gab es bei neun eingereichten Weinen acht Silbermedaillen, was nach Einschätzung der Prüfer für eine durchgängig hohe Qualität der Produkte spricht.

Einer der bisher öffentlichkeitswirksamsten Erfolge gelang Martin Manderschied dieser Tage, als das Weingut von einer großen Fachzeitschrift (”Der Feinschmecker”) für die neue Ausgabe des Wein-Führers “Die besten Weingüter in Deutschland 2010″ ausgewählt wurde. Martin Manderschied sieht in diesen Auszeichnungen zum einen eine Bestätigung seiner bisherigen Arbeit und zum anderen einen Ansporn, weitere Schritte zur Qualitätssteigerung zu gehen. Im September 2008 begann er, den Betrieb auf biologischen Weinbau umzustellen. Die ersten seiner Weine, die die Bezeichnung “biologisch” offiziell tragen dürfen, kommen mit dem Jahrgang 2011 auf den Markt. Na, evtl. ja auch ein Kandidat für die in der Planung befindliche Weinhalle in der Arminiusmarkthalle in Berlin
Christoph Hinderfeld ist Vorsitzender des Beirats der „Die Zunft AG“.
(Christoph Hinderfeld c.h. 07.11.2009) Über die von mir geschätzte und rege genutzte Kommunikationsplattform XING kam ich vor einigen Monaten in Kontakt mit dem jungen Bernhard Ernst vom Weingut Ernst aus Deutschkreutz, einem der zentralen Weinorte im sog. „Blaufränkischland“ im Mittelburgenland in Österreich.

Die Weinberge vom Weingut Ernst umfassen 5,2 Hektar, die in den besten Lagen – vom Hochberg bis zum Steinriegel liegen und die unter Weinliebhabern als echte Schmuckstücke bezeichnet werden. Diese außergewöhnlichen Terroirs besitzen alle natürlichen Voraussetzungen, die für die Erzeugung einzigartiger Weine nötig sind. Die aus stark lehmhaltigem Ton bestehenden Böden ruhen auf einer kalkhaltigen Unterschicht. Durch die Sonneneinstrahlungen, das besondere Bodengefüge der Lagen Hochberg und Goldberg und die Regulierung des Wasserhaushaltes, die auch die tiefe Wurzelbildung fördert, ist hier das Ergebnis eine sehr frühe Reifung der Trauben.
Das totale Gegenteil sind die Lagen Kart und Steinriegel wo Zweigelt, Cabernet Sauvignon, Welschriesling und Grüner Veltliner ihre Wurzeln haben. Diese Böden befinden sich in dem nordöstlichen Plateau von Deutschkreutz mit Blick nach Süden in Richtung Ungarn. Die Rebsorten, deren Rebstöcke im Durchschnitt über 35 Jahre alt sind, bestehen hier zu 70% aus Blaufränkisch, zu 20% aus Zweigelt und 10% werden auf Cabernet Sauvignon, Grüner Veltliner und Welschriesling aufgeteilt. Weitere Neuanpflanzungen sind geplant. So erfolgt die Reifung der Trauben, insbesondere des Blaufränkisch, jedes Jahr unter sehr günstigen Bedingungen.

Das Terroir, das fortgeschrittene Alter der Rebstöcke, die bei der Führung des Weingutes und der Weinerzeugung angewandte Philosophie, die Anlagen… alles hier wirkt zusammen und trägt zur Herstellung herausragender, unvergleichlicher Weine bei.
Bernhard Ernst wurde 1985 geboren, in einem Jahr in dem, bedingt durch den Glycolskandal, die Weingeschichte Österreichs die letzten Akkorde zu spielen schien. 1999 meldete er sich bei der Weinbaufachschule Eisenstadt an. Während der 4-jährigen Schulausbildung kam es unter anderem zu einem Praktikum bei John Nittnaus aus der bekannten österreichischen Winzerfamilie. Im Jahr 2005 begann er mit seiner Ausbildung zum Kellermeister, die er 2008 abschloss. Nun war es bei ihm nicht so, wie leider bei zahlreichen anderen Winzern, die mit Abschluß ihrer Ausbildung auch ihre Lehrjahre beenden. Er besucht vielmehr zur Weiterbildung nebenbei diverse Seminare an der österreichischen Weinakademie und besuchte auch diverse Weinregionen Europas. Im Februar 2007 startete der Jungwinzer eine Weinreise zu Frankreichs Topweingütern wie z.B. Chateau Mouton-Rothschild, Chateau La Mondotte und anderen bekannten Gütern. 2008 ging die Reise nach Piemont in Italien. Weitere Reisen nach Deutschland und Kalifornien sind geplant.
Freuen würde es mich natürlich, wenn über das Netzwerk der Die Zunft AG auch hilfreiche und spannende Kontakte zu Oenologen in Deutschland entstehen könnten. Die ersten Schritte sind jedenfalls schon gemacht.
Christoph Hinderfeld ist Vorsitzender des Beirats der „Die Zunft AG“.
(Christoph Hinderfeld c.h. 06.11.2009) Nachdem in den vergangenen Wochen einige interessante Beispiele wertiger Designprodukte aus der Bauzulieferindustrie im Zunftmagazin vorgestellt wurden, möchte ich heute über zwei spannende Bündelungsansätze aus dem Handwerk berichten: RaumFaktum aus Wuppertal und das Raumwerk Saar aus Saarbrücken.

So haben es sicherlich schon zahlreiche Bauherren und Handwerker erlebt: Leerlauf auf der Baustelle. Der Elektriker soll am Donnerstag kommen. Aber am Donnerstag ist der Maurer noch da. Der Malertermin muss ebenfalls verschoben werden. Aber auf wann? Und der Fliesenleger, was ist mit dem? Organisationsprobleme wie diese sind auf Baustellen häufig genug. Und dabei, so Malermeister Thomas Herzog, Initiator von RaumFaktum, vollkommen überflüssig. Sein Stichwort lautet: Handwerkerkooperationen.
Herzog unterhält seit über 3o Jahren einen Malerbetrieb in Wuppertal. Regelmäßig tourt er mit seinem Impuls zur Kooperation durch Deutschland, die Schweiz und die Niederlanden, um Kollegen aus der Branche beizubringen, was er vor Jahren gelernt hat: Wie man die unterschiedlichsten Gewerke unter ein einziges Dach bringt. Herzogs Engagement für Handwerkerkooperationen kommt nicht von ungefähr: Zehn Jahre Erfahrung hat er mit dem Konzept der Kooperation gemacht, eine erfolgreiche, wenn auch arbeitsintensive Zeit. Denn Herzog gründete nicht nur mit großem Enthusiasmus die später als „beste Kooperation Deutschlands“ ausgezeichnete Wuppertaler Raumfabrik, er stand dieser auch als zuverlässiger Geschäftsführer vor.
Inzwischen hat Herzog, ein Mann, der gern das Neue wagt, von der Praxis zur Theorie gewechselt. „Ich möchte Betriebe dabei unterstützen, sich zusammen zu tun“, sagt er, „denn Handwerkerkooperationen sind ein Erfolgsmodell“. Einen imageträchtigen, gemeinsamen Marktauftritt verspricht er solchen professionellen Zusammenschlüssen, wachsende Kundenstämme, gegenseitige Unterstützung, reibungslose Abläufe auf der Baustelle, kurz: „Es lohnt sich“.

Auch der Kunde profitiert von der besseren Organisation: Statt sich seine Gewerke einzeln aussuchen zu müssen, darf er sich auf die Qualitätsmarke „RaumFaktum“ verlassen. Er spart Zeit – und Geld. Aber trotz aller Vorteile für Kunden und Betriebe sind die Widerstände unter den Handwerkern gegen Kooperationen noch immer groß. Rund 2000 Kooperationen gibt es bis heute lediglich in Deutschland. Beklagenswert, findet Herzog. „Häufig wagen es Handwerker nicht, ihre eingefahrenen Wege zu verlassen“, meint der erfahrene Firmenchef, „sie interessieren sich nicht für das, was links und rechts von ihnen liegt.“ Manche Firmeninhaber fürchteten auch um ihre Eigenständigkeit. Eine unbegründete Angst, findet Herzog, zwar müsse sich jedes Kooperationsmitglied ein wenig zurück nehmen. „Aber die Gemeinschaft zahlt sich aus.“ Und doch: Nicht wenige bereits existierende Kooperationen, so Herzog, „dümpeln vor sich hin“. Unnötig findet Herzog das, und hat gleich die Lösung parat: Feste Regeln, an die sich alle halten, straffe Strukturen, einen Vollzeit-Geschäftsführer und eine Geschäftsstelle für die Kooperation, ein Klima, das Mitarbeiter motiviert – und die Kooperation funktioniert. „Lose Zusammenkünfte am Stammtisch“, warnt der Experte, „sind keine Kooperationen.“ Also hilft er auch den Handwerkern auf die Sprünge, die mit ihrer Kooperation nicht weiter kommen. Die Vision von einer veränderten Handwerkerlandschaft in Deutschland wird so ganz allmählich Wirklichkeit. „Ich wünsche mir, dass Handwerker schon in der Ausbildung lernen, unternehmerisch und gewerkeübergreifend zu denken. Dass sie auch mal über ihren Tellerrand gucken. Und natürlich: dass sie sich zusammen tun.“

Das zweite Beispiel, Raumwerk Saar, vor kurzem von Christoph Gitzhofer im Saarland gegründet, ist ein Portal, das Neuheiten einen soliden Platz bietet. Wie schwer ist es neue Produkte am Markt zu präsentieren wissen zahlreiche Hersteller und ihre Partner im Handwerk, sie wissen häufig aus leidvoller Erfahrung auch, welche Kosten entstehen und wie lange solche Neueinführungen dauern. Im Raumwerk Saar werden Innovationen aus der Baubranche präsentiert. Der Start des Projektes erfolgt aus der Region mit dem Thema Gestaltung. Alles rund um das Thema Fassade, Wände, Böden, Türen usw. findet in einer Kategorie Platz. Es geht hierbei nicht um teuer, es sollen vielmehr Neuigkeiten angeboten werden. Besonders kleinere Hersteller sind hier gern gesehen.
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(04.11.2009) Am letzten November-Wochenende ist es soweit: Die Dekumo bringt ihre Besucherinnen und Besucher zum Lachen und Staunen – und bringt nebenbei Farbe in viele Wohnzimmer, Schränke und Handtaschen. Dekumo steht für Design, Kunst und Mode. Sie ist eine Verkaufsplattform, die Künstler und Designer vernetzt und gleichzeitig Aussteller und interessierte Besucher miteinander ins Gespräch bringen möchte.

Die Aussteller sind Designer auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Einige stellen ihre Produkte zum ersten Mal öffentlich aus, sie produzieren sie in den Küchen ihrer Wohnungen in kleinsten Auflagen. Andere sind bereits etablierter, sie arbeiten in eigenen Studios, Ateliers oder Werkstätten. Gemeinsam ist allen, dass sie „echte“ unverwechselbare Produkte verkaufen. Individuelle Dinge mit eigener Geschichte, jenseits aller standardisierten Massenware. Viele der angebotenen Stücke können nach Kundenwunsch abgewandelt und gefertigt werden.
Als Ausstellungsort wurde die Reithalle im Münchner „Szeneviertel“ Schwabing gewählt. Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend präsentieren hier 90 engagierte Designer und Produzenten ihre schönen und sinnvollen Dinge. Geöffnet ist die Designmesse am Freitag von 14 bis 21 Uhr, Samstag von 11 bis 21 Uhr und Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Weitere Informationen finden sich bei Zunft[wissen].
(Hans-Georg Pestka hg.p. 03.11.2009) Ein Mann, eine Räucherei, zwei Boote und dazu der große See mit seinem Schatz. Norbert Knöpflers Ein-Mann-Fischerei in Langenargen bei Friedrichshafen am Bodensee ist ein kleiner Familienbetrieb.

Schon der Urgroßvater hat Felchen, Hecht und Zander nachgestellt. Seitdem hat sich viel verändert. Die Zahl der Netze, die Knöpfler ausbringen darf, wird heute im Zuge einer nachhaltigen Fischerei strikt begrenzt. Das Klima ist wärmer geworden, und das Wasser sauberer durch den Zubau vieler leistungsfähiger Kläranlagen. Es ist so sauber, dass der Bodensee tatsächlich ein wenig nährstoffarm geworden ist. Die Fische wachsen langsamer. Es gibt aber auch eine eherne Konstante in Knöpflers Betrieb: das Bodensee-Felchen. Es ist der Star in der Langenargener Fischerei geblieben. Nur die Fangmengen schwanken stark von Jahr zu Jahr zwischen vier und acht Tonnen. Die Qualität ist herausragend: das Felchen übertrifft an Feinheit und Wohlgeschmack auch die Seeforelle. In der eigenen Räucherei werden die Fische sanft über Buchenholz geräuchert. Es ist eine Fischerei der kurzen Wege, im Einklang mit der sensiblen Natur am großen deutschen Binnensee.
Der Autor ist Mitgründer und Geschäftsführer der Genusshandwerker in Düsseldorf.
(Stephan Hagenkord s.h. 02.11.2009) Bewusst zu leben ist nur eine Frage der richtigen Entscheidung. Gutes, nachhaltiges Design ist imstande, der Wegwerfmentalität unserer Gesellschaft entgegen zu wirken….es ist wahrlich die Substanz des menschlichen Intellekts, des Herzens und nicht etwas, das aus Mode oder aus Trends stammt.”

Omvivo, einer der führenden Baddesignproduzenten aus Australien produziert Badobjekte, die herausfordern und inspirieren. Das engagierte Designteam versetzt das Unternehmen in eine einzigartige Lage. Die Produkte entwickeln sich vom Konzept bis hin zur Produktion und darüber hinaus auf der Basis von Innovation, Funktionalität und Qualität. Die Zusammenarbeit mit externen, weltbekannten Designern steuert ihren Teil zur besonderen Vielfältigkeit des Unternehmens bei. Die Auswahl der Materialien, die Fertigungsprozesse und die Ökobilanz sind zwingend vorgeschriebene Überlegungen während des Designprozesses. Diese essentiellen Schritte während der Entwicklung und Produktion sichern die Einhaltung von Omvivos Verantwortung gegenüber der Umwelt.
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(02.11.2009) Anbei einige Veranstaltungstipps aus den Themenbereichen Genuss und Lebensart:
* 07. November 2009 – Silvaner Raritäten im Fürstlich Castell`schen Domänenamt in Castell am Steigerwald, weitere Informationen finden sich hier.
* 09. November 2009 – Weinbund Jahrespräsentation, Berliner Weinfachhändler präsentieren über 300 Gewächse, weitere Informationen finden sich hier.
* 13. – 15. November 2009 – Forum Vini, internationale Weinmesse in München, weitere Informationen finden sich hier.
* 14. November 2009 – Gläsernes Salondinner in Lauscha im Thüringer Wald, weitere Informationen finden sich hier.
* 14. – 15. November 2009 – Herbstmarkt in Hohenfried im Bayrisch Gmain im östlichen Oberbayern. Adventsgeschenke aus CSR-Produktion, Biomarkt und die Küche von Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger laden zum Besuch ein, weitere Informationen finden sich hier.
* 27. – 29. November 2009 – “Fine 2009″, Breites Spektrum an Gourmet-Spezialitäten in Baden-Baden, weitere Informationen finden sich hier.
* November/Dezember 2009 – Köche an der Untermosel, diverse Genusstermine gemeinsam mit den Spitzenwinzern der Terrassenmosel, weitere Informationen finden sich hier.
(Kira Hinderfeld k.h. 02.11.2009) Die Umsetzung einer ersten Zunft[halle] in Berlin nimmt konkretere Züge an. Ab Ende 2010 könnten in der für die Entwicklung der Berliner Markttraditionen wichtigen Arminiusmarkthalle im Westen der Stadt im Bezirk Tiergarten/Alt Moabit (wie auch im Ostteil der Stadt in Friedrichshain/Prenzlauer Berg) eine erste Zunft[halle] mit etwa 4.000 Quadratmetern Nutzfläche für “gute Dinge” entstehen.
![zunfthalle[1] zunfthalle[1]](http://magazin.zunftnetz.org/wp-content/uploads/2009/11/arminiushalle1c-Vilmöskorte.jpg)
Eine Zunft[halle], als gutes Beispiel für einen Zunft[ort], soll ein kommunikativer „Dritter Ort“ werden, an dem sich regionale Genusshandwerksprodukte, junges Design, kreative Milieus und Dienstleistungen, regionale Manufakturen, Ateliers, regionales Handwerk, kleinflächiger Handel, Events und Gastronomie ergänzen. Sie würde so zu einem Markt, auf dem Erfahrungen, Verfahrenswissen und Produktinformationen ausgetauscht werden. Die Zunft[halle] versteht sich dabei als Impulsgeber für die Zukunft der Arbeit. Sie würde als „guter Dritter Ort“, als quasi öffentlicher Platz und auch als temporärer Markt (bspw. regionaler Ökomarkt vor der Halle an Wochenenden) entwickelt werden. Hier sind in Einheiten von 25 qm bis ca. 700 qm regionale, manufakturelle und nachhaltig arbeitende Erzeuger und Dienstleister aus den Bereichen Küchenkultur und Küchenzubehör, Genusshandwerksagenturen, Tabakmanufaktur, Weinhändler, Weinaccessoireanbieter, Weinthemenmarkt, Kochschule, Getränkeanbieter, Säftemacher, Bio-Backmanufaktur, mehrere Anbieter von Bio-Lebensmitteln und zahlreiche kleine Delicum- und Lebensmittelanbieter (deutsche, österreichische, italienische, spanische, portugiesische, skandinavische) und Anbieter wertiger Produkte aus den Bereichen Kaffeerösterei, Tee, Olivenöl, Gewürzen, Schokolade etc. die Nutzer.
Die Marktsituation bietet regionale und saisonale Erzeugnisse aus allen Bereichen des täglichen Bedarfes, deren Preisgestaltung den sachgerechten Umgang mit den Produkten und die entsprechende Beratung über die Produkte berücksichtigt, d.h. hier geht es nicht um teuer, sondern um “den Preis wert”. Um einen ersten visuellen Eindruck zu erhalten, klicken Sie einfach auf die Bilder weiter oben im Text.
Nachdem wir Ende Juni 2009 … zum gesamten Artikel
(Kira Hinderfeld k.h. 17.10.2009) “Die Welt der Düfte ist ein Universum ohne Grenzen: Jeder Duft kann Gefühle, Erinnerungen an Orte und Personen hervorrufen oder uns neue emotionale Dimensionen endecken lassen.” – so das Leitmotiv von Lorenzo Villoresi aus Florenz.

Über den Dächern von Florenz komponiert der Philosoph und Parfumeur Villoresi seine Düfte. Trussardi, Armani, Ferragamo, um nur einen Teil seiner Kunden zu nennen, sind von seinen Creationen begeistert und das, obwohl Villoresi zu den Newcomern gehört. Auf Wunsch komponiert er für seine Kunden Düfte nach Maß.
Die Frau des Musikers Sting, Cherie Blair, Gattin des britischen Premiers und Filmregisseur Ridley Scott waren im Laufe der letzten Jahre in seiner Dachstube mit Logenblick auf Arno und die Renaissance Kuppeln von Florenz und erhielten eine charaktergerechte Duftkreation des Duftschöpfers. Florenz verfügt schon seit langem über eine einmalige Tradition als Duftstadt. In der Renaissance, als die reiche Handels- und Finanzkapitale Nabel der Kulturwelt war, stand am Arno auch die Wiege der modernen Parfumherstellung. Erst Katharina de Medici trug die in grosser Blüte stehende Kunst nach Paris, als sie an den französischen Hof übersiedelte und ihren persönlich Parfumeur mitnahm.

Villoresi aber belebt die alte Florentiner Tradition neu. „Der Standort ist für uns sehr wichtig“ sagt seine Frau Ludovica, eine klassische Renaissance Schönheit mit warmherziger Art. Die Vielfalt des hochwertigen toskanischen Kunsthandwerks charakterisiert das Villoresi -Sortiment.
Eine gute Auswahl an Villoresi-Produkten finden Sie bei The Different Scent in Berlin.
Kira Hinderfeld ist Gründerin und Vorstand der „Die Zunft AG“.
(Hans-Georg Pestka hg.p. 17.10.2009) Leicht oberhalb der Ferse des stiefelförmigen Italiens liegt Kampanien, welches das landwirtschaftlich bedeutende Agro Sarnese Nocerino-Gebiet einfasst. Hier, unter der väterlichen Obhut Giuseppe Napoletanos, wächst alljährlich die Tomatensorte San Marzano auf. Das Ungewöhnliche: San Marzano ist eine vom Aussterben bedrohte Art. Nachdem vor Jahren eine Virose die meisten Bestände hingerafft hatte, gehört die Familie Napoletano zu den wenigen, die im Besitz des Saatguts sind.

Tomatenwart Giuseppe – Giuseppe Napoletano schlendert täglich durch die Plantagen, observiert scharfäugig den Reifungsprozess der Tomaten und untersucht akribisch die Gesundheit der empfindsamen Nachtschatten¬gewächse. Er darf ein wenig stolz sein: Seine San Marzano ist eine samenechte Sorte; das heißt, sie wurde nicht durch Gentechnik verschnickschnackt oder Kreuzungen verwässert. Die beste Chemikerin ist eben immer noch Mutter Natur, wie der Italiener anerkennend zuzugeben weiß.
Vesuv sei Dank! – Feuchtwarmes Klima, oberflächennahes Grundwasser und Vesuvnähe begünstigen das Aufgehen der Saat. Machte die berühmtberüchtigte Magmaquelle einst dem prosperierenden Pompeji den Gar aus, finden die flaschenförmigen Tomaten auf der an vulkanischen Ablagerungen reichen Erde genau den richtigen Humus. Charakteristisch für die empfindliche San Marzano-Tomate sind der mannshohe Wuchs des Strauchs und der langsame Reifungsprozess der Frucht. Die Napoletanos ernten deshalb ausschließlich zwischen Juli und September. Ein mühseliger Vorgang, denn wegen der Sensibilität der Tomate kommt nur die traditionelle Erntemaschine Hand in Frage. Gepflückt wird in mehreren Durchgängen, denn die San Marzano darf erst bei Vollreife ins Körbchen; und Vollreife differiert bekanntlich von Frucht zur Frucht.
Der Autor ist Mitgründer und Geschäftsführer der Genusshandwerker in Düsseldorf.
(Martin Kössler m.k. 16.10.2009) Familie Benzigers 40 Hektar großer Familienbetrieb wurde 1981 von Mike und Mary Benziger auf einer heruntergekommenen Ranch am Sonoma Mountain gegründet. Heute arbeiten dort zwei Dutzend Benzigers für das gemeinsame Wohlergehen. Benzigers Family Winery ist ein ökologischer Ausnahmebetrieb. 1993 verkaufte die Familie ihre kommerziell extrem erfolgreiche Marke “Glen Ellen”, um sich mit dem Geld vom konventionellen Weinbau zu verabschieden und auf ökologischen und biodynamischen Weinbau umzustellen. Benzigers wurden zum ersten amerikanischen Weingut mit Demeter®-Zertifizierung.

Heute betreiben Benzigers ihre 40 Hektar eigener Weinberge konsequent biodynamisch. Um die enorme Nachfrage nach ihren Weinen zu befriedigen, entwickelten Benzigers ein ambitioniertes Partner-Programm, das ihnen Trauben von Winzern liefert, die zertifiziert organisch arbeiten oder sich im sogenannten Farming-for-Flavors®-Programm, also in Umstellung auf ökologischen Weinbau, befinden.
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(02.10.2009) Anbei einige Veranstaltungstipps aus den Themenbereichen Genuss und Lebensart:
* 04. Oktober – Silvaner-Terroir Verkostung in Escherndorf in Franken, weitere Informationen finden sich hier.
* 04. und 05. Oktober 2009 – WeinWerkstatt im Lubentiushof mit Jahrgangspräsentation in Niederfell an der Untermosel, weitere Informationen erhält man hier.
* 09. Oktober 2009 – Genussbetonter Länderwettstreit Österreich – Deutschland in Lütjensee mit Weingütern wie Schnaitmann, Aldinger, Haidler, Achs, Triebaumer und Moric, weitere Informationen erhält man hier.
* 19. Oktober – 01. November 2009 – 4. Taste-Festival in Mainz, regionale Köche und Winzer laden zu 14 Genuss-Events, weitere Informationen finden Sie hier.
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(Kira Hinderfeld k.h. 21.09.2009) Gegründet wurde “Renaissance”, eine Manufaktur für Frischekosmetik im Jahre 2005 von Friederike Beimborn, erstaunlicherweise hat auch sie ihre Wurzeln in unserem schönen Städtchen Wachenheim an der Weinstrasse in der Pfalz.

Die Anfänge der Manufaktur liegen in den 90er Jahren, als die ehemalige Lufthanseatin den Flughafen gegen einen Bauernhof in der Nähe des Jura in Frankreich tauschte. Dort begann sie auf Basis einfacher Rezepturen und mit viel Passion ihre eigene Creme herzustellen. Irgendwann war der Wunsch da nach der Entwicklung feiner Cremes in gehobener Qualität: so kam die Manufaktur ins Spiel. Alle Renaissance-Produkte enthalten Wirkstoffe aus biologischem Anbau, unter Fair Trade-Gesichtspunkten gehandelt und nicht an Tieren getestet.
Über den weltweiten Serviceclub Soroptimist International engagiert sich Frau Beimborn für die wirtschaftliche und soziale Stellung der Frau. So bezieht das Unternehmen seine Sheabutter (Karitébutter) aus Ökolandbau, geerntet und verarbeitet von einem afrikanischen Frauenkollektiv. Man verwendet keine Parabene, keine petrochemischen Substanzen, noch andere chemische Zusätze, keine Sulfate, keine künstliche Farben oder Düfte sowie genetisch modifizierte oder synthetische Zutaten. Auf die Verwendung von Umverpackung, Zellophan und Hochglanzbroschüren wird bewusst verzichtet.

In hochwertigen Pflegeprodukten kombiniert Renaissance naturreine pflanzliche und ätherische Öle zu einer Sinnenkosmetik: Traubenkernöl mit wildem Thymian, Wildrosenöl mit Ylang, Jojobaöl mit Orangenblüte … so entstehen frische handgearbeitete Cremes, die ihre revitalisierende oder beruhigende Wirkung bis tief in die Haut entfalten und Köper und Sinne gleichermaßen positiv beeinflussen. Ausgewählte pflanzliche Öle verringern den Verlust der Hautfeuchtigkeit, ihre Vitamine wirken als Antioxidantien der vorzeitigen Hautalterung entgegen. Für die Unterstützung der Zellerneuerung wird frischer Aloe Vera-Saft eingesetzt. Das attraktive Design aus Blau, Weiss und Gold rundet das Bild dieser anspruchsvollen Pflege ab.
Neben den sehr hochwertigen, exklusiven Produkten der Linie „bio-activ“ hat das Unternehmen 2009 die Linie „BioEssentials“ auf den Markt gebracht. Als minimalistische Pflege konzipiert konzentriert sich die Linie auf Klarheit und Reinheit, was sich auch im Design ausdrückt. Minimalistisch bedeutet nicht, dass weniger Gutes enthalten ist. Wie der Name BioEssentials ausdrückt, sind nur die allerwichtigsten Elemente vorhanden, und das in Bio-Qualität.
Kira Hinderfeld ist Gründerin und Vorstand der „Die Zunft AG“.

(Kira Hinderfeld k.h. 14.09.2009) Wie ist das nun, wenn sich kreative Menschen treffen, die gemeinsam ein Ziel verfolgen: mehr Nachhaltigkeit und Werte wieder in den Haltungen und Angeboten des Einzelhandels zu verankern.
In den letzten Tagen konnten wir uns einen ersten Eindruck von dem Gefühl verschaffen, wie sich jung gebliebene Kenner ihres Fachs in ihren Visionen und Herangehensweisen ergänzen.
Einer von denen ist Jan Philip Johl (im Bild 1. von rechts), selbst ein waschechtes “Made in Germany”-Kind. Er lernte, wie sein Bruder Tim Johl (im Bild 1. von links) die Vorteile von “Made in Germany” bereits im eigenen Familienunternehmen Seeger kennen, das, 1889 gegründet, ausschließlich in Deutschland produzierte. Als das Unternehmen schließlich an Montblanc verkauft wurde, nahm Jan Philip sein Know-how, seine Ideen und eine paar seiner besten Träume und startete die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf der eigenen Herzensprodukte unter dem Dach des “Blümmerling”.
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(Hans-Georg Pestka hg.p. 11.09.2009) Wurstmachen ist Metzgerhandwerk, aber auch hohe Kunst: wenn Können, gutes Fleisch und Experimentierfreude zu einander finden. Markus Dirr verkörpert die vierte Generation einer Metzgerfamilie, die im malerischen Endingen am Kaiserstuhl seit 1897 ihrem Wurst-Geschäft nachgeht. Dirrs Kaiserstühler Schinken und Salamisorten sind inzwischen überregional berühmt und werden von Gastrokritikern vielfach gelobt. Meist sind es traditionelle Rezepte, die der gelernte Koch zart verfeinert und dadurch massiv verbessert. Denn der Trieb, die besten Rohstoffe mit jungen Ideen zu verwursten, ist bei Dirr extrem ausgeprägt.

Einmal Endingen – New York und zurück – Bereits Ur- und Ururgroßvater Dirr waren Metzger. Gemäß der Familientradition begann auch Markus Dirr im Nachbarort seine Lehre. Doch während Vater Peter Dirr noch eine Zweitlehre zum Viehhändler absolvierte, rundete Markus seinen Schulweg mit einer Kochausbildung bei Franz Keller junior in Köln ab und kam so zu ersten Einblicken in den siebten Gastrohimmel. Das kleine Endingen im Rücken und Michelinsterne vor Augen, machte er sich nach der Lehrzeit auf in die köstliche Fremde. In den folgenden Jahren gelangten Ansichtspostkarten aus St. Moritz, Davos und Montepulciano in seine Heimat; aber auch Ideen und Rezepte der französischen Hochküche und der toskanische Nouvelle Cuisine. Ein kleiner Zwischenstopp zuhause – für seine Meisterprüfung im Fleischerhandwerk – und Markus setzte seine Reise durch die Michelinstraße mit Engagements im „Palio“ (New Yorks edelstem Italiener) und im „Aubergine“ bei Witzigmann fort. Nach zehn Jahren voller Lehrabenteuer und Kocherfahrung übernahm er schließlich die elterliche Metzgerei und begann an seinen eigenen Kreationen zu arbeiten.
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(Kira Hinderfeld k.h. 03.09.2009) Große Freude gab es in den letzten Tagen beim Weingut Heitlinger im badischen Kraichgau über ein tolles Abschneiden beim internationalen Weinwettbewerb „Pinot Challenge 2009“.
„Unserem Ziel, die noch wenig entdeckte Region Kraichgau auf die große Landkarte des Weinbaus zu bringen, sind wir am vergangenen Samstag ein ganzes Stück näher gekommen“, freuen sich der Weinmacher und Geschäftsführer der Weingut Heitlinger GmbH, Claus Burmeister, wie auch Kellermeister Jürgen Kern gemeinsam mit dem Gesellschafter Heinz Heiler.
So siegte der 2008er Löchle Großes Gewächs Weißburgunder trocken Burg Ravensburg in der Kategorie „Weißburgunder“. In der Kategorie „Spätburgunder Barrique“ zeichnete die Fachjury den 2007er Löchle Großes Gewächs Spätburgunder trocken des kooperierenden Weingutes Burg Ravensburg mit dem 3. Platz aus.
Über die Weingüter hatten wir ja schon vor einigen Wochen berichtet, hier finden Sie den Artikel.

(29.08.2009) Anbei einige Veranstaltungstipps aus den Themenbereichen Genuss, Lebensart, Kunst, Kultur und nachhaltige Entwicklung:
* 29. – 31. August 2009 – Jahrgangspräsentation im Weingut Clemens Busch, Pündericher Marienburg.
* 30. August 2009 – 2. Worphauser Nudelfest, hier präsentieren Erzeuger hochwertiger Lebensmittel ihre schmackhaften und gesunden Produkte. Die Aussteller und Ausstellerinnen: herb’s Kräutergärtnerei, Nuttel | Gärtnerei Kronacker, Vollersode | Milchschafhof Brünjes, Bremervörde | Pilzzucht Adelhorn, Drentwede | Regional und Gut, Sulingen | San Vicario, Burscheid | Imkerei Schmidt/Schwietz, Worphausen | Antonett Briese Nudelmanufaktur, Worphausen | Claus Russin, Objekte und Installationen, Bremen | KALO, Schönes aus Papier, Oldenburg | Hafedh M’sehli, Metallobjekte & Mosaik, Bremen| Cornelia Riemer, Flinke Nadel, Osterholz-Scharmbeck… & mehr
Anfahrt und Info finden Sie hier.
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(Christoph Hinderfeld c.h. 29.08.2009) Über Christoph Ziegler von den “medienagenten” in Bad Dürkheim bin ich auf ein wirklich empfehlenswertes Weingut aufmerksam gemacht worden, dem ich einen kleinen Beitrag im Kontext Geschmackshandwerk und Design widmen möchte – das Weingut A. Diehl aus Edesheim in der Pfalz.

Besonders auch deswegen, weil Andreas und Alexandra Diehl gerade vor einigen Tagen für das Corporate Design des Wein- und Sektguts A. Diehl mit dem Red Dot Award 2009 ausgezeichnet worden sind.
Das neue Corporate Design des Weinguts erzählt dabei in kürzester Form die Geschichte einer Begegnung mit einer guten Flasche Wein. Hervorgehoben werden auch die Eckpfeiler der Unternehmensphilosophie: Geradlinigkeit, Authentizität und absolute Sortenreinheit der Weine.
Die in Edesheim (das zwischen Neustadt an der Weinstrasse und Landau liegt – einen kleinen Ausflugstipp aus einem Beitrag der letzten Wochen findet man hier) praktizierte Sortenreinheit fand ihren Niederschlag in einer neuen Kategorisierung der Weine: Die Cuvées nennen sich „drei zu eins“, und die sortenreinen Weine sind auf dem Etikett mit „eins zu eins“ bezeichnet. Denn hier schmeckt ein Riesling eben auch „eins zu eins“ nach Riesling.
Die Kollektion die ich gestern probieren konnte – ob Riesling, Burgunderrebsorten oder der einfache aber umso herzhaftere Müller-Thurgau – war in sich überaus stimmig, frische, sortentypische Weine die Spaß machen und bei denen Preis und Leistung in einem sehr angenehmen Verhältnis stehen. Und genau das ist ja im Hinblick auf gewisse Hypeverwerfungen mancher deutscher “Spitzenwinzer” nicht überall selbstverständlich.
Der Autor ist Vorsitzender des Beirats der “Die Zunft AG” und Mitgründer des Zunft[instituts].
(Kira Hinderfeld k.h. 27.08.2009) Vor einigen Wochen haben wir schon über sehr erfreuliche und spannende Entwicklungen für manufakturelle und regionale Geschmackshandwerksprodukte im Internet berichtet, nun folgen Informationen zu einem spannenden Unternehmen in Hamburg: „lokalgold“.
Auf die Frage nach seinem Geschäftskonzept stand uns Björn Schäfer, Gründer und Kopf des jungen Unternehmens Rede und Antwort.

„Jeder kennt den einen oder anderen Spezialitätenhersteller der eigenen Heimatregion. Auf lokalgold.de kann man nun aber zwischen Anbietern aus ganz Deutschland wählen. Immer steht eine ausgesuchte Produktqualität und die Begeisterung des Herstellers für seine Erzeugnisse dabei im Vordergrund. Dabei müssen es nicht einmal so ausgefallene Köstlichkeiten wie Wein aus Kaffeebohnen sein. Oft reicht es schon, dass konsequent lokale Zutaten verwendet werden, um die Besonderheiten der Region in den Köstlichkeiten herauszuschmecken“, so Björn Schäfer. Somit steht lokalgold auch für die Förderung einer nachhaltigen und lokal geprägten Genusskultur, ganz im Sinne auch der Intentionen der „Zunftbewegung“. Ziel ist es hierbei, traditionelles Lebensmittelhandwerk und regionale Geschmacksvielfalt zu unterstützen und vielen Feinschmeckern in Deutschland zugänglich zu machen. Auf unsere Frage, wie denn nun ein Wein, der aus Kaffeebohnen gekeltert wurde schmeckt, antwortet Björn Schäfer ganz verschmitzt: „Probieren Sie es am besten selbst! – Aber Vorsicht: Vielleicht wollen Sie hinterher gar keinen herkömmlichen Wein mehr trinken.“
Nun denn, das wollen wir hier in der Pfalz nicht hoffen, aber viel Erfolg wünschen wir dem kreativen Team um den Gründer auf jeden Fall.

Weitsichtig ist auch die Kooperation, die lokalgold mit Geoflags, einem Dienst für die geografische Verortung von Personen und Orten, eingegangen ist. Ab sofort findet sich auf www.lokalgold.de ein Geoflags-Browser, mit dessen Hilfe alle gelisteten Produzenten übersichtlich in einer Deutschlandkarte dargestellt werden. „Best-practice“ also, die helfen kann, dass gute Dinge noch stärker als schon erkennbar wieder in den Focus der Verbraucher rücken.
Kira Hinderfeld ist Gründerin und Vorstand der „Die Zunft AG“.
(Hans-Georg Pestka hg.p. 26.08.2009) Die Ménards sind stolze Geflügelmänner. Patrick Ménard betreibt seinen Hof, ein Familienunternehmen par excellence, mit Sohn Mathieu, mit 5-10 Mitarbeitern (je nach Arbeitsaufkommen) und mit großer Sorgfalt und Traditionsbewusstsein. Den Hof gibt es schließlich schon seit ca. 1870. Da war Alfred Ménard, der Großvater des heutigen Besitzers, darauf spezialisiert, Puten nach England zu verschiffen. Zu einer Zeit, da von so etwas wie der EG nicht mal geträumt wurde.

Der Ménard-Hof liegt in einem Wald in Ouchamps an der Loire. Hier gehen die Ménards ihrer Berufung nach: Sie schlachten, und zwar so würdevoll wie man schlachten kann. Zunächst aber sammeln sie mit einem eher bescheiden großen LKW von Bauern in der Gegend ihr Schlachtgut ein: Geflügel, das auf großzügig bemessenen Freigehegen läuft, pickt, badet, sich also natürlich verhält. Die Ménards pflegen besondere (und besonders gesunde) Hähnchen, Hühnchen, Perlhühner, Enten, Puten, Gänse und Kapaune (außerdem ein Nicht-Geflügel: Kaninchen) zu Genusswaren zu machen. Bis vor kurzem hatten sie eine echte Rarität im Angebot: die berühmte „La Geline du Touraine“, im Mittelalter als La dame noire bekannt und berühmt für ihr kompaktes, weißes, sehr zartes Hühnerfleisch. Nun sind die Helden der Ménard-Produktion die nicht minder köstlichen Schwarzfederhühner und Blaufüße, eine Kreuzung aus Bresse und Schwarzfederhuhn, die am Ende der Aufzucht mit Milch gefüttert wird („finition au lait“).
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(Kira Hinderfeld k.h. 24.08.2009) Herzlich einladen möchten wir Kunstinteressierte zu einer Vernissage mit Werken des Römerberger Keramikkünstlers Simon Hof am Samstag, den 19. September 2009. Die Vernissage beginnt um 17.00 Uhr in der Villa Wolf (Weinstrasse 1, D – 67157 Wachenheim an der Weinstrasse (bei Bad Dürkheim)) und soll später im Cafe Schellack am Wachenheimer Kirchplatz ausklingen.
Der Künstler
Simon Hof wurde 1967 in einem Arbeiterhaushalt in Mannheim geboren und ist dort auch aufgewachsen. Nach Studium und Lehrjahren (u.a. bei Young Jae Lee in Essen in der Keramischen Werkstatt Margretenhöhe) arbeitete er seit 2002 im Ruhrgebiet in seinem ersten eigenen Atelier, 2003 folgte der endgültige Schritt in die Professionalität und sein Beitritt zum Berufsverband Bildender Künstler BBK. Da ihm die Pfälzer Landschaft mit ihrem unvergleichlichen Licht fehlte, zog er 2004 wieder in die Nähe seiner alten Heimat Speyer nach Römerberg. Seitdem zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen besonders auch in der Region.
 Torso (c) Simon Hof
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(Christoph Hinderfeld c.h. 20.08.2009) Gerade in den Tagen des diesjährigen Weinfestes im pfälzer Wachenheim habe ich es wieder gemerkt – wie wichtig doch Ruhe und Ausgeglichenheit für die Herstellung wertiger Genusshandwerksprodukte sind. Jürgen Zimmermann beherrscht dabei sein Metier mittlerweile perfekt und dies in aller Ruhe. Er bewirtschaftet in Wachenheim an der Weinstrasse an der Mittelhaardt das von seinem Vater Emil nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete Weingut in der zweiten Generation.
 Blick auf Forst
Der ehemalige Gemischtbetrieb umfasst heute insgesamt zehn Hektar Rebfläche, unter anderem in den Wachenheimer Spitzenlagen Königswingert, Fuchsmantel, Gerümpel und Schlossberg.
Die Qualitäten des mittlerweile auch von den einschlägigen Weinpublikationen hoch gelobten Weingutes entstehen primär im Weinberg. Die selektive Handlese beginnt dabei sehr spät. Nach einer gezügelten Gärung, die nach vier bis acht Wochen beendet ist, erfolgt der weitere Ausbau der Weine teils im Edelstahl, teils im Holzfass. Jürgen strebt dabei einen eher schlanken, eleganten und finessenreichen Rieslingtyp mit gut eingebundener Säure an.
Neben exzellenten Rieslingweinen umfasst der Sortenspiegel des Betriebs die klassischen Burgundersorten, dazu einen für die Region gut geeigneten Mix aus Chardonnay, Scheurebe, Gewürztraminer, Silvaner und Müller-Thurgau – aber auch seine Cabernet Sauvignons, Merlots und Sauvignon Blancs sollte man nicht verachten.
Der Autor ist Vorsitzender des Beirats der “Die Zunft AG”.
(Hans-Gerd Staschewski sta 16.08.2009) Bad Dürkheim auf der Umgehungsstraße links liegen lassend fahren wir direkt in ein Gewerbegebiet. Unscheinbar liegt der kleine, zweckmäßige Gewerbebau dort, so dass ich ihn erst im zweiten Anlauf gefunden habe. Nichts lässt vermuten, welche geschmacklichen Überraschungen dort auf uns warten.
Den Eingangsbereich beherrscht eine Kaffeemaschine, die darauf wartet Espresso, Kaffee oder auch Cappuccino für verwöhnte Gaumen zu produzieren. Ruhig ist es an diesem Wochenende in den Räumen, (ein Eindruck, der sich bei meinem zweiten Besuch auf meiner Heimreise ins Gegenteil verkehren wird), und Holger Blank widmet uns viel Zeit, um uns mit einigen Details seiner Arbeit bekannt zu machen.
 Holger Blank erklärt seine Arbeit
Während der Chef uns vorführt, wie bei ihm die Kaffeebohnen geröstet werden, erklärt er uns, von wo er seine öko-zertifizierten Bohnen bezieht. So ferne Länder wie Mexiko, Indien, Brasilien, Tansania oder auch Guatemala nehmen durch den Aufdruck auf den Kaffeesäcken für uns Gestalt an. Überraschend für mich ist dann die Aussage Holger Blanks, dass er für viele seiner Röstspezialitäten sortenrein röstet. Während große Röstereien ganz besonders die Mühe erwähnen, die sie für ihre Blendings an den Tag legen, setzt Blank Roast auf Sortenreinheit. Sollten hier die regionalen Wurzeln der Herkunft dieser Firma in einer Weingegend die Entscheidung für diese Wahl beeinflusst haben? Dieser Gedanke führt nicht nur auf die richtige Spur, sondern macht uns auch noch mit einer weiteren Besonderheit bekannt. Holger Blank gibt Stückchen von altem Rebholz (Knorze) mit in die Rösttrommel, um, wie er sagt, die individuellen Aromen der einzelnen Kaffeesorten wachzuküssen. Dabei setzt Blank Roast auf deutlich längere Röstzeiten bei niedrigeren Temperaturen, als sie z.B. in der Industrie üblich sind.
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(Christoph Hinderfeld c.h. 15.08.2009) In meinem ersten Beitrag zu Geschmackshandwerkern in der Pfalz hatte ich vor einigen Wochen über einige lohnenswerte Orte an der südlichen Weinstrasse und in der Umgebung von Neustadt berichtet. Heute komme ich in die Nähe von und an meinen Heimatort Wachenheim.
![340px-Villa_Wolf_mit_Park[1] Villa Wolf in Wachenheim](http://magazin.zunftnetz.org/wp-content/uploads/2009/06/340px-Villa_Wolf_mit_Park1-150x150.jpg) Villa Wolf in Wachenheim Beginnen möchte ich mit Forst an der Weinstrasse, ohne Ihnen die aus meiner Sicht netten Adressen in Deidesheim zu verschweigen. Hier möchte ich die Weingüter Bassermann-Jordan, Josef Biffar, Reichsrat von Buhl und Dr. Deinhard erwähnen, sowie die Gastronomiebetriebe und Weinstuben Dr. Kern, Freundstück, Schwarzer Hahn, St. Urban, das Turmstübl, den Weinschmecker und das Restaurant zur Kanne. Viel Neues gibt es von der gläsernen Manufaktur für kandierte Früchte bei Biffars zu berichten, aber dazu evtl. ein anderes Mal mehr.
 (c) Albission www.pixelio.de
Nun aber zu Forst an der Weinstrasse: Forst ist ein ganz idyllisches, fast idealtypisches “Slow Village” an der Weinstrasse zwischen Bad Dürkheim und Deidesheim gelegen. Hier könnte man eine ganz Liste von empfehlenswerten Genusshandwerksangeboten aufzählen.
Da gibt es zum einen eine ganze Reihe von wirklich lobenswerten Weingütern, vom Lucashof über Georg Mosbacher, Eugen Müller, Werle Erben bis zu Acham-Magin und einige traditionelle Weinstuben, bei denen wirklich noch Preis, Qualität und Anspruch in einem reellen Verhältnis stehen. Nennen möchte ich hier besonders die schönen gastronomischen Orte in der Gutsschänke Spindler, der Gutsschänke Acham-Magin und in der Winzerstube zum Forster Ungeheuer. Besonders gut gefällt es mir derzeit im “Zum kleinen Prinz”. Hier bekocht und bewirtet seit etwas über einem Jahr der junge Dominik Grünwedel seine immer zahlreicher werdenden Gäste. So wie es sein sollte, mit einer Lust weckenden kleinen Speisekarte, einem aufmerksamen und freundlichen Service und einer wirklich guten Weinauswahl, u.a. von Georg Mosbacher, Lucashof und Eugen Müller. Seine ambitionierte, regionale Küche kommt ohne “Schnickschnack” auf den Punkt und bietet eben auch preislich eine faire Leistung. Sollte es Sie also einmal zu einem Wochenendtrip in die “Pfalz am Rhein” ziehen, dann haben Sie schon einmal einen Tipp für einen schönen Abend.
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(Christoph Hinderfeld c.h. 13.08.2006) Tim Johl ist Spross einer alten „Lederdynastie“, seine Vorfahren gründeten die Lederfabrik Seeger in der Nähe von Offenbach am Main. Wie aber schon so viele Orte, die einstmals für Kompetenz- und Verfahrenswissenscluster standen, ist diese „Herrlichkeit“ mit dem Niedergang selbst so global aufgestellter Firmen wie „Goldpfeil“, die vor einiger Zeit den Weg in die Insolvenz antreten mussten, leider vorbei.
 Entwurf Tim Johl
Heute lebt und arbeitet Tim Johl in Walldorf in der Kurpfalz im nördlichen Teil von Baden-Württemberg. Als er 1991 seine Marke Colin´s ins Leben rief, setzte er es sich zum Ziel, eine Lederwarenkollektion zu entwerfen, die klar in der Form ist und deren Produkte sich durch ihre Langlebigkeit auszeichnen. Besonders wichtig erschien ihm eine hohe handwerkliche Verarbeitung in Verbindung mit der Präzision im Detail.
Vor einigen Jahren lernte Tim Johl den Schweizer Designer Alfredo Häberli während der Designer´s Saturday Veranstaltung in Düsseldorf kennen. Alfredo Häberli referierte vor einem kleinen und designinteressiertem Publikum im Kommödchen und stellte seine Arbeitsweise als Designer vor. Tim Johl war sofort von der kreativen und innovativen Arbeitsweise begeistert, mit welcher er die vielfältigsten Designherausforderungen angeht. Nach dem Vortrag kam es zum Gespräch und es wurde sehr schnell klar, ob der gemeinsamen Wellenlänge, daß eine interessante Zusammenarbeit anstehen würde.
Einige seiner Kreationen werden Sie dann auch im ersten „virtuell-realen“ Zunft[laden] in Berlin finden.
(Kira Hinderfeld k.h. 07.08.2009) Dass Impulse für eine nachhaltige Entwicklung stetig und immer intensiver gedeihen, ist an vielen Ecken der Republik erkennbar.
 Tasche (c) traditionsWerk
Ein besonders gelungenes Beispiel sind die handgefertigten Taschen und veredelten Einzelstücke, Accessoires und die exklusiven Modestücke, die Sonja Born unter ihrer Marke traditionsWerk in Fürth in Mittelfranken entwirft. Produziert werden die individuellen Teile übrigens schon seit Jahren ausschließlich im eigenen Atelier in Deutschland.
 Filztasche (c) traditionsWerk
Dabei geht sie gerne unkonventionelle Wege. Nachhaltigkeit ist dabei ein wesentlicher Teil der Philosophie. Und Nachhaltigkeit beginnt für Sonja Born bei der ersten Idee für ein neues Produkt, begleitet sie bei den Skizzen, beim Entwurf und setzt sich fort in der Auswahl der Materialien. Sie setzt dabei auf umweltverträgliche und nachwachsende Rohstoffe wie Naturbambus, Wildseide, Filz und Jute und greift auch gern auf Schätze aus Omas Zeiten zurück. Baumwollstoff, Spitze und Seide aus vergangenen Tagen treffen dabei auf zeitgemäßes und exklusives Design. So entstehen bei traditionsWerk auch aus wertvollen kleinen Resten nützliche Alltagsbegleiter, wobei auch gezeigt wird, dass trendig nicht nur schön, sondern auch umweltbewusst sein kann. Mit einzigartigen Unikaten präsentiert traditionsWerk exklusive praktische Taschen und Accessoires, wunderschöne Schmuckstücke, die für jeden Anlass geeignet sind und täglich benutzt werden sollten. Mit Liebe zum Detail und viel Herzblut fertigt man in Fürth auf Anfrage auch gerne individuell für Sie.
Die Autorin ist Gründerin und Vorstand der “Die Zunft AG”.
(Andreas Langholz a.l. 06.08.2009) Als ich im dritten Quartal des letzten Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahr 1975, zum ersten mal das T-förmig zusammengenagelte Rundhölzchen in die Finger bekam, um damit Teig auf einer heißen Platte in kreisender Bewegung gleichmäßig dünn zu verteilen, ahnte ich nichts von den riesigen Problemen an deutschen Herden.
Das mag daran gelegen haben, dass ich in meiner Familie damit nicht in Berührung kam, denn weder meine Mutter, noch meine Großmutter brachte PTFE zum Einsatz, um mir eine ahnungslose Ostseescholle oder eine Kotelett von Onkel Johannes Sattelschweinen lecker zu braten. PTFE, ein Material, das Roy Plunkett im Jahr 1938 eher zufällig entdeckte, für das die Firma DuPont 1941 ein Patent eintragen ließ und welches der französische Chemiker Marc Gregoire benutzte, um Angelschnüre zu ummanteln – der leichteren Entwirrung wegen. Erst seine Ehefrau Colette hatte die Idee, Pfannen damit zu beschichten. Das Ergebnis kam unter dem Namen „Teflon“ auf den Markt – die erste Krisen-Zutat.
Von all dem ahnte ich nichts in meiner Vier-Quadratmeter-Bude an der Timmendorfer Strandpromenade. Ich buk Crệpes suzette, rief lecker, lecker, lecker, wenn ich Grand Marnier auf die Dinger kippte und erklärte den Kindern: „ein Crệpe mit Apfelmus gibt Kraft und Energie – in nur zwei Minuten vom Mund direkt in den Oberarm“.
Ich ahnte auch nichts davon, dass ein Pflanzenfett …
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(Christoph Hinderfeld c.h. 05.08.2009) Seit Anfang diesen Jahres gibt es bemerkenswerte Regionalentwicklungsimpulse aus dem badischen Kraichgau, ca. 3o km südlich von Heidelberg entfernt, zu vermelden.
Hier hat Claus Burmeister, VDP-Präsident im Anbaugebiet Baden und schon seit einigen Jahren der önologisch verantwortliche Leiter auf dem Weingut Burg Ravensburg in Sulzfeld mit der Weinlese 2008 gemeinsam mit einem Kreis von Investoren und mit beratender Unterstützung durch Manfred Schwarz vom Heidelberger Spitzenrestaurant “Schwarz – Das Restaurant” begonnen, das Weingut Heitlinger mit dem Weingut Burg Ravensburg gemeinsam weiterzuentwickeln. Beide Weingüter werden separat geführt – aber in bester Form kooperativ vernetzt.
Nachdem der Auftakt der Neupositionierung …
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(Christoph Hinderfeld c.h. 02.08.2009) Vor einigen Tagen hatte ich ja schon an gleicher Stelle über den Spitzenwinzer Jürgen Zimmermann in meinem Heimatstädtchen Wachenheim berichtet, prompt möchte ich diesem Bericht einen über seinen Vetter Peter Zimmermann folgen lassen.
Haben Sie schon einmal von Wintercalville oder Blenheim gehört oder gelesen? Die Geschichtskundigen unter Ihnen werden evtl. schon einmal vom Blenheim Castle gehört haben – anbei einige Erklärungen aus der Wikipedia: „Blenheim Palace bei Woodstock in der Grafschaft Oxfordshire gehört zu den größten und bekanntesten Schlössern Englands. Es wurde für John Churchill, den ersten Duke of Marlborough während der Regierung von Queen Anne als Belohnung für seine militärischen Erfolge im Spanischen Erbfolgekrieg (Sieg bei der Schlacht von Höchstädt an der Donau – eben bei Blienheim) und bei Bürgeraufständen gebaut. In dem Schloss erinnert heute eine permanente Ausstellung an den bekanntesten Nachfahren des Herzogs, Winston Churchill, der 1874 hier geboren wurde.“
Nun denn, mit so namhaften Persönlichkeiten wie Churchill …
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(31.07.2009) Als “neuen Familienzuwachs” und logische Fortführung unserer Zunft-Aktivitäten sehen Sie das jüngste Mitglied der Familie vor sich: Das Zunft[magazin].
Hier finden Sie redaktionelle Berichte, Neuigkeiten, Termine und Geschichten rund um gute, regionale, manufakturelle und nachhaltige Dinge. Unsere Autoren berichten über Innovationen, beste Beispiele, Produkte und Produzenten, über Kunst und Künstler, Design und Designer, Dienste und Dienstleister, Genusshandwerksprodukte und -Handwerker, Weine und Weinmacher und viele andere wertvolle Erfahrungen, interessante Menschen und Produkte im Kontext einer regionalen und nachhaltigen Entwicklung.
Die aktuellsten Artikel:
* KOS Italia – Klassiker der Moderne und „Minimalarchitekten“ ästhetischer Badeinrichtungen
* Portugiesische Weine im Trend: Quinta de la Rosa , Sophia Bergqvist , Piñao
* Interview mit Julian Roensberg, Inhaber der Roensberg Manufaktur die u.a. wertige Manschettenknöpfe und Kragenstäbchen fertigt
* Sauer seit drei Generationen: Vom Sauerkräutler zum Essigbrauer – Erwin Gegenbauer aus Wien
* Olivier Tourrette, Elsass, Frankreich – Käse in bester Gesellschaft
* Regionales Textilnetzwerk – INDNAT Hosen aus München und Barcelona
* Die Geschichte einer Birnenliebe – Jörg Geiger, Schwäbische Alb
* Innovativer Online Marktplatz für manufakturelle Lebensmittel – “Kisju” in Berlin
* Eine junge Unternehmerin und ihr Beitrag zur Wiederbelebung sächsischer Textilhandwerkskunst – Doreen Thierfelders Hemdenmanufaktur in Chemnitz
* Wein, Design, Architektur und Natur an der Terrassenmosel – Weingut Lubentiushof – Susanne & Andreas Barth in Niederfell
* Gianni Sommariva – Olivenölproduzent und Genusshandwerker in Ligurien, Italien
* Moric , Roland Velich & Partner in Großhöflein – visionäre und puristische Weine aus Österreich
* Kulturcafe und Antiquitätenkaufhaus – Cafe Schellack in Wachenheim
* Cubit – Clevere Modulsystemidee und Designregale aus Düsseldorf
* Reisewege zum Genuss – Holger Räch, Pfälzer Edelbrände in Wachenheim
* Frank Ludwig – Kreativer Sachse im Berliner Creative Village
* Handgemachte Seife von Kunya im Odenwald – ein altes Produkt neu entdeckt
* Mode-Design und Taschen aus nachhaltigen Materialien – traditionsWerk in Fürth
* Nassrasur – Einiges Wissenwertes über die Rasierseifen
* Schloss Saarstein in Serrig – Edle Rieslingweine mit großer Tradition
* Kaffeerösten mit Rebenholz – BlankRoast, Bad Dürkheim
* Champagne Bruno Paillard
* Karsten Ellenberg, Bauer in der Lüneburger Heide
* EBERLEH Kaffee- und Schokoladenvielfalt in Köln
* Der Leder-Designer Tim Johl in Walldorf
* Junger Traditionalist an der Rhone – Laurent Charvin
Innovationen und “best practice”:
* Vision Zunft[hallen] in Berlin – Gute “Dritte Orte”
Genussreise- und Ausflugstipps:
* Auf den Strassen der Meister – Ums Tote Gebirge ins Salzkammergut und nach Oberösterreich
* Bregenzerwald – Ein Eldorado für Wanderer
* Auf den Hausberg des Bodensees – Genusswanderung auf den Pfänder
* Von der Pfalz über den Wonnegau an die Nahe
* Geschmackshandwerker und Geheimtipps in der Pfalz – Teil 2 – Mittelhaardt
* Geschmackshandwerker und Geheimtipps in der Pfalz – Teil 1 – Südliche Weinstrasse
Nachrichten:
* „Nachhaltigkeit trotz(t) Krise“ – Impulskonferenzen in Köln und München
* Einige News aus der „Welt der guten Dinge“ – #1
Aktuelle Veranstaltungstipps:
* Einige Termine zu Lebensart-, Kunst- und Kulturveranstaltungen – Juli/August 2009
(Stephan Hagenkord s.h. 31.07.2009) Kos Italia nahm im Jahre 1998 seine Tätigkeit als Herstellerfirma für Hydromassagewannen und Multifunktions-Duschkabinen auf. Der Firmensitz liegt in Pordenone im Friaul in der Nähe von Venedig. Ab 2001 entschied das Unternehmen, der nachweislichen technischen Kompetenz in der Branche das Design und die Erfahrung von Ludovica und Roberto Palomba an die Seite zu stellen, die schon damals als Designer hohe internationale Anerkennung genossen. Ludovica und Roberto Palomba designen für das Unternehmen die gesamte Produktkollektion und betreuen die künstlerische Leitung. Sie entwickeln ein Projekt, das als ‘Total Design’ definiert werden kann: Produkt, Ausstellung, Kataloggrafik und Kommunikation werden nach einer einzigartigen, spezifischen Vision entwickelt.
![Palomba [c] www.kositalia.com Palomba [c] www.kositalia.com](http://magazin.zunftnetz.org/wp-content/uploads/2009/07/Ludovica-Roberto-Palomba-c-www.kos-italia.it.jpg)
Zwischen Unternehmen und Designern hat sich in den vergangenen Jahren eine fruchtbare und intensive Verbindung entwickelt, die in einem kurzen Zeitraum eine Kollektion von absolut innovativen Produkten hat entstehen lassen, die das Badezimmer typologisch neu erfindet: Großzügige Wannen mit schlichter Optik, die als hängende Skulpturen erscheinen; eine Linie mit Modul-Duschkabinen, die häuslichen Mikroarchitekturen ähneln. Produkte, die mittlerweile allgemein als Ikonen des zeitgenössischen Badezimmers anerkannt sind.
Kos und seine Designer teilen dasselbe Ziel, denselben Traum: Den Traum, die Skulpturhaftigkeit, die Architektur, die formale Ordnung in diesen Raum hineinzubringen. Beide Partner sind Anhänger des Designs und der zeitgenössischen Kunst und es schien ihnen unmöglich, keine Entsprechung bei den technischen Produkten für das Badezimmer zu finden. Es war ja in der Vergangenheit so, als ob Badräume eigene Regeln haben würden, als ob sie nicht zum Haus gehören würden: Eine Art notwendiges aber nur wenig geliebtes Anhängsel. Dann habt man sich zusammengesetzt. Da Ludovica und Roberto Palomba auf einer Wellenlänge mit KOS sind, waren die Produkte schnell da: „In wenigen Monaten wurde der Grundstein der gesamten Kollektion gelegt, die sich dann Jahr für Jahr weiterentwickelt hat”, so Sergio Venerus, Geschäftsführer des Unternehmens. “Die Kollektion von Kos entspringt einer Vision, die Lebensqualität und Design vereinigen möchte”. … zum gesamten Artikel
(Martin Kössler m.k. 30.07.2009) Im Douro-Tal ist in den letzten Jahren eine profunde portugiesische Weinkultur entstanden, die sich in jeder Hinsicht mit den arrivierten Weinbaugebieten der Welt messen kann. Dabei sorgt die traditionelle Mazeration in den „Lagares“, den Vergärungsbecken aus Granit, in denen die Trauben mit Stiel und Stengel behutsam mit den Füßen eingemaischt werden, um nach wenigen Tagen für den weiteren Ausbau in die Fässer zu kommen, für derart spezifische Gerbstoffstruktur, daß man portugiesische, allen voran Douro-Weine stets identifizieren kann.
![Douro [c] www.weinhalle.de Douro [c] www.weinhalle.de](http://magazin.zunftnetz.org/wp-content/uploads/2009/07/Douro-c-www.weinhalle.de.jpg)
Einer der Pioniere dieser spannenden Entwicklung ist die kleine „Quinta de la Rosa“, mit der wir seit 1988 zusammenarbeiten. Sie beliefert seit 1805 die großen Handelshäuser in Porto mit Wein, der ob seiner Qualität sehr gesucht war. Seit 1988 darf „Quinta de la Rosa“, deren spektakuläre Terrassen im besten mit „A“ bewerteten Teil des Douro Tales liegen, Portwein unter eigenem Namen auf den Markt bringen. Heute leitet Sophia Bergqvist als dynamische Juniorchefin das Haus. Quinta de la Rosa´s Gesamtproduktion umfaßt nur ca. 11.000 Kisten jährlich. Ihre ausgezeichneten Lagen reichen vom heißen Talgrund bis hinauf auf die terrassierten, kühleren Hügelkuppen. Die besondere Lagenqualität läßt dabei „Quinta de la Rosa“ häufiger einen Jahrgang zum „Vintage Port“ deklarieren, als es die großen bekannten Porthäuser können. Diese müssen auf große Mengen an gutem Port warten, um einen Jahrgang zum Vintage deklarieren zu können. … zum gesamten Artikel
Das Zunft[magazin] ist im Juni 2009 gestartet … und bildet zukünftig das Herz der Zunft-Bewegung. Von hier aus können alle bisherigen Projekte erreicht werden und in Kürze können Sie viele der hier vorgestellten Produkte teils auf Zunft[TV] sehen sowie im Zunft[werk]-Shop sogar kaufen.
Hier die Zugänge zu den aktuellen Projekten:
* Zunft[wissen] – die “Enzyklopädie der guten Dinge”
* Zunft[orte] aktuell – Zunft[hallen] in Berlin
* Zunft[blog] – Impulse und Diskussionen zur Nachhaltigkeit
* Die Zunft AG – im Überblick
(Christoph Hinderfeld c.h. 27.07.2009) Kennen gelernt habe ich ihn in seinem Atelier im wohl quirligsten Kiez der Republik – dem „Prenzlberg“ in Berlin. 1963 geboren, entwickelte der in Sachsen geborene Weissenseeabsolvent und Dipl.-Designer Frank Ludwig nach seinen “Lehrjahren” bei Hedwig Bollhagen und dem Porzellanwerk Kahla und dem darauf folgenden Designstudium an der Kunsthochschule Berlin (damals noch in der DDR) seine eigenständige Linie als Porzellan- und Keramikdesigner. Diese orientiert sich in ihrer gradlinigen Ausrichtung ganz besonders an den gestalterischen Formen der Bauhaus-Epoche. Porzellan aus Franks Entwürfen ist klar in der Form, zeitlos, funktional und geradlinig. Jedes Stück ist von Hand gefertigt und zeitintensiv weiter veredelt. So entstehen von den ersten Entwurfsskizzen bis zum fertigen Objekt authentische, auf das Wesentliche reduzierte Stücke, die man als “einfach schön” bezeichnen kann.

Neben hochwertigen Porzellangefäßen für seine eigene Manufakturlinie gestaltet Frank Ludwig auch Produkte für Kunden aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft. Dabei ist er ein positiver Mensch und ein überaus angenehmer Gesprächspartner und Zeitgenosse geblieben. Aufgeschlossen gegenüber Anregungen, das scheint ja im übrigen viele in Leipzig geborene auszuzeichnen.
Der Autor Christoph Hinderfeld widmet einen Großteil seiner Arbeit der gemeinnützigen Entwicklung neuer kooperativer Bündelungsansätze für Hersteller manufaktureller und regionaler Produkte und Anbieter wertiger Dienstleistungen. Er ist Vorsitzender des Beirats der “Die Zunft AG”.
(Andreas Gerads a.g. 26.07.2009) Die Roensberg Manufaktur fertigt Manschettenknöpfe und Kragenstäbchen nach den Regeln alter Handwerkstradition, das heißt: hochwertige Verarbeitung ist ein qualitatives Muss und beste Materialien sind eine Selbstverständlichkeit. Firmensitz der Manufaktur ist Ochsenfurt in Unterfranken. Anbei finden Sie ein Interview aus dem “Stilmagazin”, das sich die Information über gute und stilsichere Garderobe zum Ziel gesetzt hat.
Andreas Gerads (A.G.): Herr Roensberg, Sie sind Inhaber der Roensberg Manufaktur, die unter den Marken „Carl Roensberg“ und „Roensberg jr.“ über das Internet vertreibt. Bitte, stellen Sie Ihre Person und das Unternehmen den Lesern genauer vor!
![Julian Roensberg [c] Roensberg Manufaktur Julian Roensberg [c] Roensberg Manufaktur](http://magazin.zunftnetz.org/wp-content/uploads/2009/07/Julian-Roensberg-c-Roensberg-Manufaktur.jpg)
Julian Roensberg (J.R.): Ich schätze es, wenn Dinge gut gemacht sind, wenn sie dem aktuellen Zeitgeist entsprechen und gleichzeitig eine klassische Eleganz in sich tragen. Das ist schwer zu finden. Darum habe ich begonnen, mich mit genau diesen Dingen zu beschäftigen. Nach einem Managementstudium in der Schweiz arbeitete ich zunächst sechs Jahre für ein Münchner Beratungsunternehmen, und vor zwei Jahren habe ich mich dann selbständig gemacht und begonnen, die Roensberg Manufaktur aufzubauen.
Die Roensberg Manufaktur ist ein Zusammenspiel aus Kreativität und Organisation – und natürlich auch aus Idealismus und Vision. Jeder, der für die Roensberg Manufaktur arbeitet, macht das, was er am besten kann – und das mit Passion. … zum gesamten Artikel
(Martin Kössler m.k. 26.07.2009) Essig ist für Salat, was Salz für die Suppe ist. Ohne schmeckt´s nicht, aber zuviel macht alles kaputt. Während Salz mehr oder weniger Salz ist und man es ganz selbstverständlich verwendet (was so auch nicht stimmt!), gibt es bei Essig gewaltige Qualitäts- und Geschmacksunterschiede – aber so gut wie kein Qualitätsbewußtsein.
![Gegenbauer [c] www.gegenbauer.at Gegenbauer [c] www.gegenbauer.at](http://magazin.zunftnetz.org/wp-content/uploads/2009/07/Gegenbauer-c-www.gegenbauer.at.jpg)
Das ist erstaunlich, weil Deutschland eigentlich d a s Essigland ist, also müßte man gerade hier ein besonderes Qualitätsbewußtsein für guten Essig haben. Fehlanzeige. Dafür hat es billigster Industrie-Balsamico im Zuge mediterraner Eßbegeisterung in die europäische Durchschnittsküche geschafft. Die meisten Anwender scheint das, was sie in ihren Salat kippen, nicht zu interessieren. Anders ist die gruselige Essigqualität Frankreichs nicht zu erklären, und auch das, was im essigsauer verliebten Deutschland in Saucen und Salate geschüttet wird, hat meistens mit Qualität nichts zu tun. Selbst im Balsamico verwöhnten Italien würzt man inzwischen nur all zu oft mit allermiesesten Industrieessenzen, statt mit seriösem Essigsaurem. Essig gilt als billig und minderwertig, gilt als Abfallprodukt, man verwendet ihn so lieb- wie gedankenlos in viel zu großen Mengen und schenkt ihm keinerlei Beachtung. Essig muß billig sein. Das aber hat der edle Saure, der er sein kann, nicht verdient. Guter Essig stammt, wie guter Wein, immer von guten Ausgangsprodukten ab. Schlechter Essig ist Abfall. Guter Essig kann ein Elixier sein, das unbemerkte aber alles entscheidende Etwas an einer Sauce, der magisch Touch an einem Salat, einer Vorspeise. Guter Essig wird so sparsam eingesetzt wie das ihn begleitende gute Olivenöl. Sage mir, welchen Essig du verwendest, dann sage ich dir wie du ißt?
Erwin Gegenbauer aus Wien erhebt Essig zur Kunst, … zum gesamten Artikel
(Hans-Georg Pestka hg.p. 23.07.2009) Liebevoll streicht die Hand von Olivier Tourrette über den Berger du Queyras. Es ist eben jene Form von vorbehaltsloser und konzentrierter Zuwendung, die zur Berufung eines Affineurs gehört. Der Käseverfeinerer begleitet den oftmals noch etwas ungeschliffenen, jungen Käse aus der Käserei und lässt ihm Zeit eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Die freilich bedarf einer guten Grundlage, weshalb die Fromagerie Tourrette mit den Jahren die besten bäuerlichen Käsereien und Kleinmolkereien Frankreichs aus der Angebotsvielfalt herausgeschmeckt hat.

Eine Arbeit, die jede Mühe wert ist und die nicht nur die Herzen vieler Genussmenschen öffnet, sondern auch die Küchentüren französischer Sterneköche. Und selbst hierzulande ist der Ruf der Tourrettes nicht ungehört geblieben und so finden die Delikatessen aus Straßburgs Reifekellern auch bei Nils Henkel oder Vincent Moissonnier ihren wohlverdienten Platz.
Mit allen Sinnen – Rund 160g Käsesorten, zu einem großen Teil aus nicht pasteurisierter Rohmilch handwerklich gefertigt und mit der geschützten Herkunftsbezeichnung AOC geadelt, reifen unter den Augen von René Tourrette, dessen Sohn Olivier bereits die Familiennachfolge angetreten hat. Ob Frisch- oder Weichkäse, Käse mit Außenschimmel oder gewaschener Rinde, Kuh-, Ziegen- oder Schafkäse – aus jedem Käse wird hier das Beste herausgekitzelt. … zum gesamten Artikel

* TVino.de und das Kleingedruckte – den Artikel finden Sie hier.
* Ralph Dejas wird als Nachfolger von Götz Drewitz Ecovin Geschäftsführer. Weitere Informationen finden sich hier.
* Insolvente EoKomma-Biosupermärkte in Berlin werden als Kompledo-Biosupermärkte weitergeführt – Informationen finden sich hier.
* Die Läden der insolventen Bio-Gorilla Fastfoodkette sind geschlossen – Informationen finden sich hier.
* Naturkosmetikkonzern Weleda macht 3,3 Mio. Euro Verlust in 2008 – Informationen finden sich hier.
(Christoph Hinderfeld c.h. 18.07.2009) Marcus Priester, der in der Nähe von München geboren und aufgewachsen ist, gründete 2004 seine Marke INDNAT. Nach einem Modedesignstudium in München, und der Assistenz von Kostas Murkudis (München) und John Richmond (London), konzentriert sich seine Arbeit auf qualitativ und ästhetisch anspruchsvolle Hosen, die nach Kriterien der ökologischen Verträglichkeit produziert werden.
Alle Bekleidungsstücke werden in der eigenen Werkstatt komplett einzeln von Hand sowie in Kleinserien angefertigt. Eine gute Qualität und Haltbarkeit der Produkte ist ein Mindeststandard an dem laufend gearbeitet wird. Wichtige Kriterien für den Entwurf sind dabei Gebrauchsnutzen und das Herstellungsverfahren. Das Herausarbeiten einer guten Form, die Details auf das Wesentliche beschränkt, und die Aufmerksamkeit auf Details wie auch die Verarbeitung sind ebenso wichtig wie der handwerkliche Anspruch. Geboten werden zudem Pullover für Frauen und Männer, die in Zusammenarbeit mit der Strickdesignerin Eva Brandmaier von Selected-Works in Berlin entwickelt werden. Die verwendete Wolle wird sorgfältig, noch immer in handwerklicher Weise, vom Lodenwalker am Fuss des Dachsteingebirges in Österreich gesponnen und zu Garnen gezwirnt. Die Produktion der Strickwaren findet in Rheinberg bei Mühlheim an der Ruhr statt. … zum gesamten Artikel
(18.07.2009) Anbei einige interessante Veranstaltungen aus den Themenbereichen Genuss, Lebensart, Kunst, Kultur und nachhaltige Entwicklung Mitte Juli/August 2009:
* Aktuelle Designtermine finden Sie auf der Seite unseres Kompetenzpartners Designspotter.
* 22. Juli 2009 – Verkostung großer Burgunderweine der Jahrgänge 1990 bis 2002 im Palais Coburg in Wien. Weitere Informationen finden sich hier.
* 25. Juli 2009 – Weinfest inmitten der Weinberge von Bad Neuenahr an der Ahr mit kulinarischem Angebot. Weitere Informationen finden sich hier.
* 25. und 26. Juli 2009 – Champagner-Straßenfest auf der ‘Route du Champagne’. Hier werden sich fünf Gemeinden der Côte des Bar in der Nähe von Bar sur Aube in der südlichen Champagne in sprudelnde Aktivität versetzen. Aus diesem Anlass werden in den zum Thema ‘Weinberge und Wein von Königen’ ausgeschmückten Dörfern ungefähr dreißig Weinkeller für das Publikum geöffnet. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
* Juli/August/September 2009 – Viniculture in Berlin bietet mehrere Weinseminare mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Weitere Informationen finden sich hier.
* 31. Juli und 1. August 2009 – Bürgerspital Weinfest mit Livebands am Würzburger Pfaffenberg. Weitere Informationen finden sich hier.
* 1. August 2009 – 4. Kulinarisches Sommerfest in der Weinstube “Die gut Stubb” in Meckenheim/Pfalz. Dort werden Weine des Weinguts Georg Mosbacher aus Forst zusammen mit Weinen des Weinguts Herbert Meßmer aus Burrweiler vorgestellt. Weitere Informationen finden sich hier.
* 16. August 2009 – An diesem Tag eröffnet das erste Deutsche Currywurst Museum in der Nähe des Checkpoint Charlie in Berlin. Historisches und Rezepte werden darin ebenso erläutert wie die Kultwurst in Film und Fernsehen dargestellt. Neben der Ausstellung wird es zudem einen Shop und eine Currywurst-Lounge geben. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
* 21. – 23. August – Weingüter und Wirte aus Bacharach und dem Mittelrheintal präsentieren regionale Spezialitäten in den Rheinanlagen in Bacharach. Weitere Informationen finden sich hier.
* 29. und 30. August – Tage der offenen Weingüter an der “Sächsischen Weinstrasse” an der Elbe. Weitere Informationen finden sich hier.
* 30. August – Erlebnistag “Deutsche Weinstrasse” zwischen Schweigen und Bockenheim. Weitere Informationen finden sich hier.
(Hans-Georg Pestka hg.p. 16.07.2009) Am Rande der schwäbischen Alb sind die Birnen noch in Ordnung. Hier liegt das Örtchen Schlat, hier gibt es Streuobstwiesen (das Gegenteil von Obstplantagen), hier lebt und wirkt Jörg Geiger. Vor 14 Jahren übernahm er den elterlichen „Gasthof Lamm“ mit dem festen Vorsatz, etwas ganz Eigenes daraus zu machen. Er schaute sich um, sah 5 Champagner-Bratbirnbäume – und erinnerte sich, dass der Großvater aus dem Obst dieser knorrigen Riesen einen köstlichen, moussierenden Most zu machen pflegte. Jörg Geiger beschloss, sich Großvaters Talent für Most anzueignen und startete die Qualitäts-Obstwein-Offensive. Deren hohes Ziel: die „Kulturlandschaft Streuobstwiese“ erhalten und dabei frische, reinsortige Obstweine herstellen. Jörg Geiger gewann vier Obstsaft- und Destillat-Experten aus der Gegend sowie die ortsansässigen Landwirte mit ihren Streuobstwiesen für seine Idee (denn 5 Bratbirnbäume reichen auf Dauer nicht). Man entwickelte Qualitätsverpflichtungen weit jenseits der herkömmlichen für Obstweinproduktion, also ohne Wachstumsregularien, Ausdünnungsmittel, Gentechnik und Pflanzenschutzmittel. In Schlat erntet man außerdem natürlich, das heißt: Die Birnen werden nicht vom Baum geschüttelt. Die vollreifen Früchte fallen von allein ins Gras. Sonst sind sie ja nicht vollreif. … zum gesamten Artikel
(Christoph Hinderfeld c.h. 12.07.2009) Schon seit einigen Jahren haben wir eine Region in Österreich besonders in unser Herz geschlossen, die Gegend um die nördlichen Kalkalpen, mit dem Toten Gebirge in der Mitte.

Nicht nur gute Beispiele einer gelungenen regionalen Gastronomie lohnt es sich hier vorzustellen. So war ich im lesenswerten “best-practice”-Beispiel der “Meisterstrasse” in Österreich neben zahlreichen weiteren Meistern ihrer traditionellen Handwerke im Salzkammergut schon vor einiger Zeit auf die Knödl-Alm von Alfred Pohn und Sandra Neuper in Pichl-Kainisch im steiermärkischen Salzkammergut gestossen.
Und es war tatsächlich so, wie der Beitrag bei Zunft[wissen] es beschreibt: “Wer Bodenständiges sucht, echte Gastfreundschaft voraussetzt und für sein Geld eine ordentliche Gegenleistung erwartet, der sollte den Biobauernhof von Alfred Pohn und Sandra Neuper besuchen. … zum gesamten Artikel
(Kira Hinderfeld k.h. 11.07.2009) Die Kwilt-Factory hat ihren Ursprung in der von Rüdiger Ahlers gegründeten Kwilt-Manufaktur. Nachdem Ahlers von seinen „Lehr- und Wanderjahren“ aus Irland zurückkehrte, wo er die Kunst des Quiltens erlernte, wurde er 2001 auf Gut Uhlenhorst in Dänischenhagen im Norden Schleswig-Holsteins sesshaft. Schnell macht sich die Kwilt-Factory bei Inneneinrichtern, Raumausstattern und Hotels einen Namen als Spezialist für die Konfektionierung von Tagesdecken, aus von den Kunden gelieferten Oberstoffen.
Spezialisiert hat sich die Manufaktur auf sog. Outline quiltings (Kontursteppungen). Diese verleihen dem verarbeiteten Stoff ein nahezu plastisches Aussehen. Die Technik findet u.a. Anwendung bei der Fertigung von Tagesdecken und der Verarbeitung von Stoffen für Wandbespannungen. Darüberhinaus werden auch Standardsteppungen wie z.B, Längs-, Karo und Rautensteppung angeboten. Sonderanfertigungen und die Weiterverarbeitung von Patchwork-Decken zählen zu den weiteren Schwerpunkten der Manufaktur. … zum gesamten Artikel
(Christoph Hinderfeld c.h. 10.07.2009) Ein weiterer positiver Trend lässt sich aus dem Bereich des Lebensmittelhandels vermelden. Dort bewegt sich seit einiger Zeit die Branche in Richtung einer vermehrten Vermarktung lokaler Lebensmittel von kleinen Erzeugern aus der Region. Große Handelsunternehmen und Lebensmittelkonzerne schöpfen daraus mit Herkunftsgarantien und Regionalmarken beträchtliche Umsatz- und Vermarktungspotenziale. Doch sollten die eigentlichen Gewinner dieses Trends nicht deutsche Kleinproduzenten sein? Sind doch sie es, die mit Kreativität, Tradition und Handwerkskunst alte Rezepte erhalten, Spezialitäten neu erfinden und die kulinarischen Wahrzeichen einer Region erhalten oder neu bilden. Trotz Regionalbewegung verbuchen nur wenige von Ihnen steigende Absätze. Geringe Produktionsmengen und Handarbeit sind ungeeignet für die auf Masse orientieren Vertriebsnetze des Handels. Es bleibt die mühevolle Direktvermarktung über Wochenmärkte, Messen oder den eigenen Hofladen. … zum gesamten Artikel
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Das Zunft[magazin] ist da … Das Zunft[magazin] ist gestartet ... und bildet zukünftig das Herz der Zunft-Bewegung. Von hier aus können alle bisherigen Projekte erreicht werden und in Kürze können Sie die hier vorgestellten Produkte teils auf Zunft[TV] sehen sowie im Zunft[werk]-Shop sogar kaufen.
Hier die Zugänge zu den bisherigen Projekten:
Zunft[werk]-Shop Im Zunft[laden] in Wachenheim können Sie zukünftig ein Teilsortiment der hier vorgestellten Produkte kaufen. Für alle, die nicht in der Nähe der Weinstraße wohnen, wird es dann auch die Möglichkeit einer Online-Bestellung im Zunft[werk]-Shop geben.
Kommender Zunft[werk]-Shop
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